Ab heute gibt es nur noch den so genannten "ePass". Darin enthalten ist ein digitales Foto, welches in einem Chip abgelegt wird. In diesem Chip werden ab 2007 auch noch die Daten zweier Fingerabdrücke gespeichert.
Der Preis der neuen Technik: statt 26 Euro werden nun 59 Euro für den Pass fällig.
Ein Knackpunkt des neuen Verfahrens ist der Datenschutz. Zwar ist eine Speicherung der Daten durch Behörden in Deutschland und der EU nicht erlaubt, außerhalb ist dies jedoch möglich, z.B: in den USA. Bürgerrechtler führen weitere Bedenken ins Feld. Der neue elektronische Pass verletzt ihrer Meinung nach das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung.
Der scheidende Innenminister Otto Schily verspricht sich vom ePass mehr Fälschungssicherheit. Dem widerspricht jedoch der Chaos Computer Club (CCC). Weiters gab der CCC zu Bedenken, dass der neue ePass auch die Sicherheitslage nicht verbessern werde, denn "schließlich haben die Täter in der Vergangenheit immer einen gültigen Ausweis besessen".
Außerdem verweist der CCC auf eine Studie des
Bundesdeutschen Amts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) namens Bio-P II. Dort sei nicht immer das Gesicht einer Person anhand des Scans erkannt worden.