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Dienstag, 2. August 2011 Seite 4/7
Das Undervolten
Vorbereitung
Bevor ihr mit dem Undervolten beginnt, solltet ihr euch ein paar Programme herunterladen, mit denen ihr vergleichen und testen könnt:

Core Temp : Liest die Temperatur der Prozessorkerne aus, bei manchen AMD CPUs sind diese Werte zu niedrig. Wenn die Temperaturen z.B. niedriger als die Raumtemperatur angezeigt werden, liest Core Temp die Temperaturen falsch aus.

Speedfan : Zeigt verschiedene Temperaturen des gesamten Systems an, sowie die Lüftergeschwindigkeiten.

Prime95 : Hiermit könnt ihr euren Prozessor zu 100% belasten, um ihn auf Stabilität zu prüfen. Um ganz sicher zu gehen, solltet ihr auch andere Benchmarks wie beispielsweise 3D Mark11 durchführen (funktioniert nur mit einer DirectX 11 Grafikkarte).

AMD Overdrive : Hiermit könnt ihr euren AMD Prozessor unter Windows undervolten, übertakten und vieles mehr.

Bevor ihr die Spannung des Prozessors senkt, könnt ihr mit Speedfan und/oder Core Temp eure Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten im Idle und unter Last messen. Um euren Prozessor zu belasten, startet ihr Prime95. Standardmäßig sollten sich zwei Fenster öffnen. Ein großes mit dem Titel "Prime95" und ein kleineres mit dem Titel "Run a Torture Test". Um den Prozessor zu belasten, klickt ihr einfach auf das "OK" Feld im "Run a Torture Test" Fenster. Nun sollte die Prozessorlast bei 100% liegen. Dies könnt ihr am einfachsten im Taskmanager unter dem Reiter "Leistung" sehen. Nach zirka 30 Minuten könnt ihr Prime95 unter dem Reiter "Test" beenden. Je länger ihr Prime95 laufen lasst, je zuverlässiger sind in der Regel auch die Werte. Allerdings steigt dadurch auch der Stromverbrauch enorm.
Variante 1 : AMD Overdrive
Das Undervolten mit AMD Overdrive empfiehlt sich für alle, die sich mit dem Bios nicht auskennen oder deren Bios das Verändern der CPU Spannung nicht unterstützt. Für alle anderen empfehle ich die zweite Variante, da AOD die Spannung erst nach Booten von Windows senkt. Das führte bei mir zu Abstürzen. Außerdem gibt es AOD auch nur für Windows und im Bios erreicht man meistens bessere Ergebnisse.
Phase 1
Nachdem ihr AMD Overdrive heruntergeladen, installiert und gestartet habt, werdet ihr als erstes eine Warnmeldung sehen.
Startbildschirm von AMD Overdrive (Quelle: PCFreunde.de)
Startbildschirm von AMD Overdrive (Quelle: PCFreunde.de)
Diese weist euch darauf hin, das AMD keine Haftung für Schäden übernimmt, die durch das Modifizieren mit AMD Overdrive entstanden sind. Nachdem ihr diese Meldung mit OK bestätigt, öffnet sich AOD. Nun solltet ihr euch unter dem Menüpunkt "Systeminformation-Einfach" befinden (zu sehen an der Leiste auf der linken Seite des Programms). Rechts seht ihr eine Zusammenfassung von eurem Prozessor und Arbeitsspeicher.

Das Taktrate/Spannungs Fenster (Quelle: PCFreunde.de)
Das Taktrate/Spannungs Fenster (Quelle: PCFreunde.de)
Nun klickt ihr unter dem Menüpunkt "Leistungssteuerung" auf "Taktrate/Spannung". Unten rechts habt ihr die Schieberegler zum Verändern der Spannung, oben rechts die Ziel- und aktuelle Spannung. Die linke Seite könnt ihr ignorieren, da man dort nur den Takt verändert. Über den Schieberegler senkt ihr nun die Spannung von "CPU VID" um höchstens 0.0250 Volt, besser 0.0125. Am einfachsten klappt das mit den Pfeiltasten. Habt ihr die Spannung gesenkt, klickt ihr auf übernehmen und bestätigt die Warnmeldung mit OK. Nun sollte oben rechts unter "CPU-VID" unter Zielspannung die neue Spannung stehen. Wundert euch nicht, wenn sich die Werte unter "Aktueller Spannung" laufend ändern. Das ist normal, da Cool and Quiet die Spannung der CPU in Ruhephasen automatisch senkt.
Phase 2
Habt ihr die Spannung gesenkt, testet ihr, ob euer Rechner mit der gesenkten Spannung stabil läuft. Dazu führt ihr Prime 95 aus und lasst es mindestens 30 Minuten, besser mehrere Stunden lang laufen. Je länger ihr Prime95 laufen lasst, desto sicherer könnt ihr sein, dass euer PC weiterhin stabil läuft. Alternativ/Zusätzlich zu Prime95 könnt ihr auch durch einen Benchmark wie z.B. 3D Mark11 eurer System auf Stabilität prüfen. Auch hier gilt: Je länger, desto besser. Läuft euer Prozessor stabil, springt ihr wieder zu Phase 1. Läuft er instabil, fahrt ihr mit Phase 3 fort.
Phase 3
Stürzt euer PC bei Prime95 ab oder treten Fehler auf, solltet ihr wieder AMD Overdrive starten. Dort hebt ihr die Spannung wieder soweit an, bis der PC stabil läuft. Habt ihr die optimalen Werte gefunden, klickt ihr in AMD Overdrive oben rechts auf Einstellungen, dann noch einmal auf Einstellungen und setzt den Haken bei "Meine letzten Einstellungen übernehmen, wenn das System bootet". Fertig! Nun könnt ihr noch einmal die Tests, die ihr vor dem Undervolten gemacht habt, wiederholen und die Werte vergleichen.
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madschuli
02.08.2011 17:49
Gutes Tutorial - interessantes Thema! Die 350+ hast du dir verdient. War sicher viel Arbeit das alles zu testen.
 
XXLeoXX
02.08.2011 17:55
Freut mich, dass es dir gefällt.
Jetzt versuche ich noch die Spannug des Turbo-Modus zu verringern. Mit 1.350 Volt lief der Turbo mit 4 GHz stabil, also müsste ich da noch was senken können. Leider geht das nur mit Overdrive, weil mein Bios das nicht unterstüzt :roll:

Gruß Leo
 
freches Frettchen
02.08.2011 18:57
Boah ey @ XXLeoXX,
da ziehe ich den imaginären Hut vor Dir. Super geschrieben und sehr verständlich.
Hast Dir ja richtig Mühe gegeben. Respekt :!:

liebe Grüsse vom Uwe :wink:
 
XXLeoXX
02.08.2011 19:03
Danke,
madschuli hat ihn aber auch noch mal richtig gut überarbeitet :wink:
 
BgF
02.08.2011 19:07
Super Tutorial und schön verständlich geschrieben :wink:

Zitat:
"Meist kann durch das richtige Undervolten die Lebenszeit der CPU sogar verlängert werden,"


Das ist sicherlich nicht immens von Bedeutung, aber durch das Undervolten steigt auch gleichzeitig die Elektromigration an. Dadurch verringert sich die Lebenszeit der CPU sogar. Wie schon geschrieben: Nicht so wichtig, aber will man das Maximum an Lebenszeit aus der CPU holen sollte man sie in ihren ursprünglichen Auslieferungszustand lassen.

MfG
 
XXLeoXX
02.08.2011 19:14
BgF hat folgendes geschrieben:
Das ist sicherlich nicht immens von Bedeutung, aber durch das Undervolten steigt auch gleichzeitig die Elektromigration an. Dadurch verringert sich die Lebenszeit der CPU sogar.


Davon habe ich auch schon gehört, allerdings kein Beweis o.ä. gefunden der das belegt hat. Auch die Meinungen im Internet spalten sich. Áber es ist gut, das du es ansprichst :wink:

Gruß Leo
 
madschuli
04.08.2011 01:15
Ich glaube auch, dass sich das insgesamt sozusagen die Waage hält. Man muss natürlich auch sagen, dass moderne CPUs so gut wie nicht kaputtzukriegen sind. Aber alleine wegen der Stromersparnis ist das schon ganz interessant.
 
ElBarto
05.08.2011 19:49
Zur Elektromigration:
Weniger Spannung heißt ja auch gleichzeitig weniger Strom. Würde das nicht bedeuten, dass die Elektromigration sinkt? Denn sie hängt ja vom Sttrom ab.

Aber das nur nebenbei.
Eigentlich wollte ich fragen, ob mir hier einer von euch beim undervolten helfen kann. Denn mein Mainboard ist von Asus und ich weiß nicht genau wo ich was einstellen muss zum undervolten.

Hier ein Link zu dem Handbuch vom M4A89GTD PRO/USB3. Ist sogar auf deutsch.
Unter dem Punk 3.5 findet man ein Bild vom Bios, wo man die Einstellungen zur Spannung vernehmen kann.
Unter 3.5.10 sind die Erklärungen zu den einzelnen Einstellungen.

Aber welche Punkte sind jetzt zum undervolten wichtig?

 
XXLeoXX
05.08.2011 20:40
Wärs nicht vlt besser für Fragen etc einen neuen, allgemeinen Threat auf zu machen, und hier nur Kommentare und Verbesserungsvorschläge zu posten?

Egal, zu deiner Frage:

Zitat:
CPU Voltage [Auto]
Dieses Element erscheint nur, wenn CPU & NB Voltage Mode auf [Manual] eingestellt wurde
und Sie eine feste CPU-Spannung einstellen können.


Hast du die CPU & NB Voltage Mode auf manuell?

Gruß Leo
 
ElBarto
05.08.2011 20:54
Nein. Ist noch im original Zustand, also Offset.
 
XXLeoXX
05.08.2011 20:55
Dann setz es auf manuel, dann soltest du die CPU Voltage ändern können :wink:
 
XXLeoXX
09.08.2011 10:09
@ElBarto
Geht es jetzt? Theoretisch kannst du auch die NB und SB Spannungs mit senken, allerdings weiß ich nicht, wie viel man dadurch spart und wie weit man das absenken kann.

Gruß Leo
 
ElBarto
19.05.2012 18:03
Nochmal ein Kommentar von mir hierzu:

Undervolten macht in vielen Fällen keinen Sinn. Bei mir ist es zum Beispiel so:
Verändere ich im BIOS was bei der CPU, so werden zwangsweise andere Funktionen abgeschaltet. Wenn ich undervolte, fällt die Funktion aus, die die CPU runtertaktet wenn keine Auslastung besteht. Damit soll ja Energie gespart werden, genau wie mit dem undervolten auch. Nur leider stiegt durch den Verlust der Funktion der Energieverbrauch eher.

Das sollte man bedenken.
 
XXLeoXX
20.05.2012 01:05
ElBarto hat folgendes geschrieben:
Nochmal ein Kommentar von mir hierzu:

Undervolten macht in vielen Fällen keinen Sinn. Bei mir ist es zum Beispiel so:
Verändere ich im BIOS was bei der CPU, so werden zwangsweise andere Funktionen abgeschaltet. Wenn ich undervolte, fällt die Funktion aus, die die CPU runtertaktet wenn keine Auslastung besteht. Damit soll ja Energie gespart werden, genau wie mit dem undervolten auch. Nur leider stiegt durch den Verlust der Funktion der Energieverbrauch eher.

Das sollte man bedenken.


Automatisch? Komisch. Bei mir laufen alle Energiesparfunktionen trozdem tadellos weiter. Kann sein, dass das von Board zu Board verschieden ist.
 
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