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Samstag, 14. Mai 2011 Seite 4/7
Schritt 3: Das Reflow-Verfahren
T862 IRDA Infrared Soldering Rework Station (Quelle: ebay)
T862 IRDA Infrared Soldering Rework Station (Quelle: ebay)
Nachdem wir das Mainboard entsprechend vorbereitet haben, wird es ernst. Um unseren Grafikchip zu reparieren, haben wir uns für eine regelbare Heißluftpistole entschieden. Diese bietet den Vorteil, dass wir den Grafikchip separat anheizen können. Für eine stabile Unterlage haben wir uns für ein Backblech entschieden. Zum Abdecken der restlichen Bauteile kann man wie im YouTube-Video Alufolie verwenden. Die GPU selbst muss dabei aber frei bleiben. Welche Temperaturen man einstellen sollte, lässt sich leider nicht pauschal sagen. Wir entscheiden uns für unseren Test für eine Starttemperatur von 200 Grad. Wir halten mit der Heißluftpistole ca. fünf Zentimeter Abstand zur GPU. Wichtig: Die GPU muss direkt angewärmt werden – keinesfalls von unten! Nach ca. 2 Minuten erhöhen wir die Temperatur auf das Maximum von 400 Grad. Mit dieser Temperatur heizen wir die GPU für ca. 3 Minuten an. Anschließend verringern wir die Temperatur schrittweise auf 80 Grad – dieser Vorgang dauerte ca. eine halbe Minute. Ziel sollte es sein, die GPU so aufzuheizen, dass sie aus einem Zentimeter Abstand noch merklich heiß ist.

Es gibt für solche Zwecke auch speziell entwickelte Reflow-Stationen. Für etwa 300 Euro bekommt man bei eBay die abgebildete T862 IRDA Reflow-Station, mit der der Grafikchip mithilfe einer Infrarot-Lampe auf die passende Temperatur gebracht werden kann. Solche Geräte eignen sich für derartige Reparaturen natürlich hervorragend – um nur ein Notebook wieder zum Laufen zu bringen, sind sie jedoch zu teuer.

Mit einem anderen Gerät, einem ASUS G1S (8600M GT) mit gleichem Defekt, haben wir uns für die Backrohr-Lösung entschieden. Das ausgebaute Mainboard kam auf ein Backblech, das wir mit Alufolie ausgelegt hatten. Damit das Mainboard nicht direkt auf dem Backblech liegt, haben wir es an den Ecken mit ein paar Kügelchen Alufolie etwas erhöht. Hier muss man aufpassen, dass die Kügelchen und die Alufolie nicht mit Bauteilen in Kontakt kommen. Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden – das Backrohr wurde dabei vorgeheizt. Nach 8 Minuten "Garzeit" wurde das Mainboard wieder aus dem Backofen herausgenommen.
Schritt 4: Mainboard abkühlen lassen
Nach dem Verfahren darf das Mainboard keinesfalls bewegt werden. Es sollte für ca. 20-30 Minuten bei Zimmertemperatur abkühlen. In der Zwischenzeit reinigen wir den Kühlkörper und entfernen die alte Wärmeleitpaste so gut wie möglich.
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Kommentare
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XXLeoXX
29.07.2011 21:58
Mein Laptop (9500M) hatte auch Bildfehler. Nach einem Ausbau und bei 120C° 6Min im Ofen wieder eingebaut. Ohne Erfolg. Jetzt lese ich grad, dass 180C° hier benutzt wurden!? Das wird morgen sofort ausprobiert! Wenns klappt, würde ich vor Freude ausm Fenster springen -.-

Gruß Leo
 
XXLeoXX
30.07.2011 20:36
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(
 
madschuli
31.07.2011 01:33
Bei der 9500M ist mir der Fehler nicht bekannt, ich kenn ihn hauptsächlich von den 8000er Serien - aber wie du selbst sagst in so einem Fall ist es besser es zu versuchen als es nicht versucht zu haben - was hat man zu verlieren außer natürlich Zeit.
 
XXLeoXX
31.07.2011 10:50
Ich weiß nicht ob ich mich da irre, aber war das nicht so, dass die 9000er Serie eigentlich die gleichen Grakas wie die 8000er Serien waren, bloß mit veränderter Speichergöße und Takt :?:
Ich meine da mal so etw gehört zu haben...

Gruß Leo
 
revnu
02.11.2012 01:02
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!
 
CBartovski
02.11.2012 15:50
XXLeoXX hat folgendes geschrieben:
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(


Wenn es z.B. eine Kondesator Defekt ist wird das auch nicht helfen.
Grafikkarten backen hat, wenn nur einen kurzzeitigen Defekt, denn eine Reperatur ist das in dem Sinne nicht.

BTW wurden die Temperaturen hier zu niedrig gewählt.
Für bleifreies Lot braucht es schon deutlich über 200°C.
 
Pflogger
02.11.2012 16:07
revnu hat folgendes geschrieben:
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!


Kennst du den Schmelzpunkt des verwendeten Lotes?
Es gibt Lot ab 75°C Schmelztemperatur.

Somit würde ich nicht wetten das bei 180°C nichts passiert.

Und zur Sicherheit könntest du es ja mit Heißluftfön bei 400°C probieren (steht vor dem Backofen)
 
revnu
02.11.2012 20:58
Ja, ich kenne den Schmelzpunkt des Lotes.......der liegt bei Grafikkarten, bei aktuellen Industriestandards weit über 180 grad.

Ich könnte jetzt viel Zeit darein investieren und dir aufzeigen WIE LAIENHAFT diese lieb gemeinte Anleitung zum Grafikkartenbacken tatsächlich ist.


einen schönen Tag noch.
 
XXLeoXX
03.11.2012 11:55
Wie erklärst du dir dann, dass es im Netz bei manchen geklappt hat?
 
revnu
03.11.2012 21:33
ganz einfach:

durch Erhitzen der Platine dehnt sich diese aus. Weil Platine und Bauteile unterschiedliche Temperaturkoeffizienten haben kommt es schonmal vor, dass eine kalte Lötstelle unter dem Chip wieder in die richtige Stellung wandert.

Diese Art "Reparatur" hält aller höchstens bis zur nächsten Erschütterung, oder geht sonst irgendwie wieder Flöten, dadurch dass sich der Chip erhitzt.


Selbst durch semiprofessionellen Reflow mit Heisluftlötstation wirst du nur mit Glück gute Resultate erreichen.

Ein Anständiger Reflow geht nur mit Ofen...und meistens auch nicht mit DIY-Öfen. Es sei denn sie schaffen es das Temperaturprofil richtig zu fahren....es gibt solche Selbstbau Öfen und ich werde mir demnächst auch einen solchen bauen.

Tu mir einen gefallen und les dir mal im Netz durch was ein Reflow wirklich ist und was da genau passiert, dann wirst du schnell merken, dass die hier beschriebene Methode ein Trial-Error Prinzip ist, was eher deine Hardware beschädigt als sie wieder zum Laufen zu bringen.

Gefährliches Halbwissen!
 
ElBarto
04.11.2012 13:15
Ob die Anleitung gut oder schlecht ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings schaden kann sie auch niemandem.

Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder man hat Glück und es funktioniert oder es passiert nichts. Kaputter als wie sie sowieso schon ist, kann die Hardware schließlich auch nicht mehr werden :wink:
 
Birkingcarlos2
12.11.2012 15:37
So jetzt hab ich mich einfach hier Anmelden muss!

Ich habs probiert mit einem Acer Aspire ich habe eine Geforce 8400m Karte und die hat mir nur mehr das Bild Doppelt angezeigt nun habe ich Sie gebacken eben mit 180 grad auf 8 minuten. Uns siehe da funktioniert wieder einwandfrei nun warte ich mal eine Woche ob es auch hält.

Ich wollte noch mal Danke sagen da bei Ebay sind die ziemlich Teuer diese Reperaturen und verlieren konnte ich eh nichts da eine neue 55 € kostet.

THX Birking
 
PC-Newcomer
04.04.2013 14:30
Ich habe meine 8800GT vor einem Jahr auch mit einem Heißluftfön bearbeitet..

Auf die Ofenvariante würde ich nicht so setzen, da der Ofen danach bestimmt nicht gut riechen wird..

Plastikstecker oder empfindliche Bauteile wie Kondensatoren habe ich mit Alu Folie abgedeckt.. Habe meinen Heißluftfön auf volle Pulle gestellt (600°) und mit gefühlten 10-15 cm abstand in kreisbewegungen gefönt.. umgedreht... wieder.. dann abkühlen lassen 2 Stunden.. Dann ab in den PC.. und Pixelfehler etc waren alle weg :) Bis vor 1 Monat ^^ Da ist es wieder passiert nochmal das gleiche gemacht jedoch war sie eindeutig hinüber es ging nix mehr..

Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt wo man sich Ersatz beschaffen muss... aber als Übergangslösung ist es ein Versuch wert
 
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