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PCFreunde.deArtikelAllgemeinTipps & TricksNotebooks mit Grafikdefekt selbst reparieren? Der Praxistest!
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Samstag, 14. Mai 2011 Seite 3/7
Der Praxistest
Wichtiger Hinweis: Das hier beschriebene Verfahren sollte nur von erfahrenen Usern durchgeführt werden. Es gibt dabei keinerlei Erfolgsgarantie – PCFreunde.de und der Autor des Artikels übernehmen keine Verantwortung für Schäden, die durch dieses Verfahren auftreten können.

HP DV6500 (Quelle: hp.com)
HP DV6500 (Quelle: hp.com)
Um die Theorie in der Praxis zu testen, haben wir über eBay ein Notebook mit besagtem Defekt ergattert. Für 110 Euro erhielten wir den Zuschlag für ein HP DV6500. Unser Testobjekt verfügt über eine NVIDIA 8400M GS mit 128MB Speicher. Ein kurzer Test nach dem Erhalt bestätigte die Fehlerangabe – das Notebook lässt sich einschalten, es kommt jedoch kein Bild.
Schritt 1: Ausbau des Mainboards
Da sich die Grafikkarte bei unserem Testgerät direkt auf dem Mainboard befindet, muss dieses zuvor ausgebaut werden. Dazu einige Tipps:
Gutes Werkzeug ist halbe Arbeit
Zum Zerlegen von Notebooks benötigt man meist zwei oder sogar drei Arten von Schraubendrehern. Zum einen ist ein mittelgroßer Kreuzschraubendreher unverzichtbar. Einige Geräte enthalten auch sehr kleine Schrauben – hier sollte man einen Satz Uhrmacherschraubendreher zur Hand haben. Des Weiteren benötigt man einen Schlitzschraubendreher – spätestens beim Öffnen der Verriegelung des Prozessorsockels kommt man sonst nicht weiter. Jeder, der schon einmal einen PC zusammengebaut hat, sollte diese Werkzeuge aber ohnehin im Haus haben.
Nicht unter Druck setzen
Das Zerlegen von Notebooks erfordert Geduld und Geschick – man muss sich Schicht für Schicht vorarbeiten. Oberstes Gebot: Keinesfalls mit Gewalt vorgehen! Dadurch könnte man Bauteile oder das Gehäuse irreparabel beschädigen. Lässt sich ein Bauteil nicht entfernen, sollte man besser zwei Mal prüfen, ob man nicht vielleicht doch noch eine Schraube übersehen hat oder ein anderes Teil vorher entfernt werden muss.

Tipp: Vor allem unter der Tastatur befinden sich oft Schrauben, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Darum muss die Tastatur immer entfernt werden.
Auf Kabel aufpassen
Verschiedene Komponenten wie das Display, die Tastatur, Lautsprecher etc. sind per Kabel an das Mainboard angeschlossen. Sie sind oft nicht sofort zu sehen und können leicht abgerissen werden. Da sie direkt mit der entsprechenden Komponente verbunden sind, kann man hier schnell einen irreparablen Defekt verursachen.
Auf Schrauben aufpassen
Nahezu bei jedem Notebook kommen verschiedene Schrauben zum Einsatz. Man sollte sich gut merken, wo man welche Schrauben ausbaut. So kann man beim späteren Zusammenbau unnötige Verwirrung oder sogar Beschädigungen vermeiden. Achten sollte man auch auf die Länge der Schrauben – hier gibt es Unterschiede und es ist wichtig, die Schrauben später wieder so einzubauen, wie man sie ausgebaut hat. Andernfalls riskiert man eine irreparable Beschädigung des Gerätes.
Im Netz nach Videos suchen
Oft findet man passende Videos im Netz, die zeigen, wie man das Gerät zerlegen kann. Vor allem bei YouTube wird man sehr schnell fündig. In unserem Fall zeigt dieses Video http://www.youtube.com/watch?v=JEpnqhRYGLw das Zerlegen eines DV6000 Notebooks, das unserem sehr ähnlich ist.
Schritt 2: Das Mainboard vorbereiten
Hält man endlich das Mainboard in der Hand, muss man es noch vorbereiten. Als ersten Schritt entfernen wir den Kühler. Dieser kühlt meist die CPU, die GPU und den Chipsatz. Anschließend entfernen wir die Plastik-Abdeckungen, die zum Schutz der Bauteile auf dem Mainboard aufgeklebt sind. Diese werden später wieder gebraucht. Anschließend entfernen wir die CPU – der Sockel von Notebook-Prozessoren lässt sich mit einem Schlitzschraubenzieher öffnen (halbe Drehung). CPU und auch GPU werden von uns vorsichtig gereinigt. Man sollte auch die BIOS-Batterie entfernen. Unser Ziel ist es, alle Bauteile, die nicht fest auf dem Mainboard verlötet sind, abzubauen. Dazu zählen auch allem Flachbandkabel, Plastikteile und alles, was später durch die Hitze beschädigt werden könnte.
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Kommentare
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XXLeoXX
29.07.2011 21:58
Mein Laptop (9500M) hatte auch Bildfehler. Nach einem Ausbau und bei 120C° 6Min im Ofen wieder eingebaut. Ohne Erfolg. Jetzt lese ich grad, dass 180C° hier benutzt wurden!? Das wird morgen sofort ausprobiert! Wenns klappt, würde ich vor Freude ausm Fenster springen -.-

Gruß Leo
 
XXLeoXX
30.07.2011 20:36
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(
 
madschuli
31.07.2011 01:33
Bei der 9500M ist mir der Fehler nicht bekannt, ich kenn ihn hauptsächlich von den 8000er Serien - aber wie du selbst sagst in so einem Fall ist es besser es zu versuchen als es nicht versucht zu haben - was hat man zu verlieren außer natürlich Zeit.
 
XXLeoXX
31.07.2011 10:50
Ich weiß nicht ob ich mich da irre, aber war das nicht so, dass die 9000er Serie eigentlich die gleichen Grakas wie die 8000er Serien waren, bloß mit veränderter Speichergöße und Takt :?:
Ich meine da mal so etw gehört zu haben...

Gruß Leo
 
revnu
02.11.2012 01:02
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!
 
CBartovski
02.11.2012 15:50
XXLeoXX hat folgendes geschrieben:
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(


Wenn es z.B. eine Kondesator Defekt ist wird das auch nicht helfen.
Grafikkarten backen hat, wenn nur einen kurzzeitigen Defekt, denn eine Reperatur ist das in dem Sinne nicht.

BTW wurden die Temperaturen hier zu niedrig gewählt.
Für bleifreies Lot braucht es schon deutlich über 200°C.
 
Pflogger
02.11.2012 16:07
revnu hat folgendes geschrieben:
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!


Kennst du den Schmelzpunkt des verwendeten Lotes?
Es gibt Lot ab 75°C Schmelztemperatur.

Somit würde ich nicht wetten das bei 180°C nichts passiert.

Und zur Sicherheit könntest du es ja mit Heißluftfön bei 400°C probieren (steht vor dem Backofen)
 
revnu
02.11.2012 20:58
Ja, ich kenne den Schmelzpunkt des Lotes.......der liegt bei Grafikkarten, bei aktuellen Industriestandards weit über 180 grad.

Ich könnte jetzt viel Zeit darein investieren und dir aufzeigen WIE LAIENHAFT diese lieb gemeinte Anleitung zum Grafikkartenbacken tatsächlich ist.


einen schönen Tag noch.
 
XXLeoXX
03.11.2012 11:55
Wie erklärst du dir dann, dass es im Netz bei manchen geklappt hat?
 
revnu
03.11.2012 21:33
ganz einfach:

durch Erhitzen der Platine dehnt sich diese aus. Weil Platine und Bauteile unterschiedliche Temperaturkoeffizienten haben kommt es schonmal vor, dass eine kalte Lötstelle unter dem Chip wieder in die richtige Stellung wandert.

Diese Art "Reparatur" hält aller höchstens bis zur nächsten Erschütterung, oder geht sonst irgendwie wieder Flöten, dadurch dass sich der Chip erhitzt.


Selbst durch semiprofessionellen Reflow mit Heisluftlötstation wirst du nur mit Glück gute Resultate erreichen.

Ein Anständiger Reflow geht nur mit Ofen...und meistens auch nicht mit DIY-Öfen. Es sei denn sie schaffen es das Temperaturprofil richtig zu fahren....es gibt solche Selbstbau Öfen und ich werde mir demnächst auch einen solchen bauen.

Tu mir einen gefallen und les dir mal im Netz durch was ein Reflow wirklich ist und was da genau passiert, dann wirst du schnell merken, dass die hier beschriebene Methode ein Trial-Error Prinzip ist, was eher deine Hardware beschädigt als sie wieder zum Laufen zu bringen.

Gefährliches Halbwissen!
 
ElBarto
04.11.2012 13:15
Ob die Anleitung gut oder schlecht ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings schaden kann sie auch niemandem.

Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder man hat Glück und es funktioniert oder es passiert nichts. Kaputter als wie sie sowieso schon ist, kann die Hardware schließlich auch nicht mehr werden :wink:
 
Birkingcarlos2
12.11.2012 15:37
So jetzt hab ich mich einfach hier Anmelden muss!

Ich habs probiert mit einem Acer Aspire ich habe eine Geforce 8400m Karte und die hat mir nur mehr das Bild Doppelt angezeigt nun habe ich Sie gebacken eben mit 180 grad auf 8 minuten. Uns siehe da funktioniert wieder einwandfrei nun warte ich mal eine Woche ob es auch hält.

Ich wollte noch mal Danke sagen da bei Ebay sind die ziemlich Teuer diese Reperaturen und verlieren konnte ich eh nichts da eine neue 55 € kostet.

THX Birking
 
PC-Newcomer
04.04.2013 14:30
Ich habe meine 8800GT vor einem Jahr auch mit einem Heißluftfön bearbeitet..

Auf die Ofenvariante würde ich nicht so setzen, da der Ofen danach bestimmt nicht gut riechen wird..

Plastikstecker oder empfindliche Bauteile wie Kondensatoren habe ich mit Alu Folie abgedeckt.. Habe meinen Heißluftfön auf volle Pulle gestellt (600°) und mit gefühlten 10-15 cm abstand in kreisbewegungen gefönt.. umgedreht... wieder.. dann abkühlen lassen 2 Stunden.. Dann ab in den PC.. und Pixelfehler etc waren alle weg :) Bis vor 1 Monat ^^ Da ist es wieder passiert nochmal das gleiche gemacht jedoch war sie eindeutig hinüber es ging nix mehr..

Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt wo man sich Ersatz beschaffen muss... aber als Übergangslösung ist es ein Versuch wert
 
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