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Samstag, 14. Mai 2011 Seite 1/7
Notebooks mit Grafikdefekt selbst reparieren? Der Praxistest!
8600M GT (Quelle: NVIDIA)
8600M GT (Quelle: NVIDIA)
Nichts braucht man weniger als ein Notebook, das nach Ablauf der Garantiezeit den Dienst versagt. Viele Besitzer von Notebooks mit einer Grafikkarte der 8er Serie von NVIDIA können davon jedoch ein trauriges Lied singen. Mit etwas Glück, einer Portion Mut und technischem Wissen hat man jedoch Chancen, sein Gerät wieder flott zu bekommen.
FAQ Defekte Grafikkarten der 8er Serie von NVIDIA
Warum versagen vor allem Grafikkarten der 8er Serie von NVIDIA?
Aufgrund eines Produktionsfehlers kommt es bei diesen Karten früher oder später zu Problemen. Betroffen sind sowohl die Notebook- als auch die PCI-Express-Versionen der 8400er- und 8600er-Serie. Geräte nahezu aller Hersteller, die Notebooks mit besagtem Grafikchips ausgeliefert haben, darunter Dell, ASUS, HP, Sony und andere, haben mit den Ausfällen zu kämpfen. Aber auch bei zahlreichen Grafikkarten dieser Serien für Stand-PCs gibt es eine hohe Zahl von Defekten.
Wie äußern sich die Symptome?
Es gibt verschiedene Symptome, die charakteristisch für diese Grafikchips sind. Vor allem eine hohe Kerntemperatur macht ihnen schwer zu schaffen. Nicht selten erreicht diese schon im Ruhezustand mehr als 80 Grad. Was theoretisch noch im Rahmen wäre, ist jedoch speziell für diese Chips auf Dauer zu viel. Oft bemerkt der User das Problem erst kurz vor dem Totalausfall anhand von Grafikfehlern auf dem Bildschirm oder Systemabstürzen. Genauso gut kann es jedoch sein, dass sich das Gerät zwar noch einwandfrei herunterfahren lässt, danach aber plötzlich nicht mehr startet.
Wie lässt sich der Defekt beheben?
Bei Notebooks gibt es zwei verschiedene Arten, wie Grafikkarten verbaut sein können. Meist sind sie fest auf dem Mainboard verlötet. In solchen Fällen muss das komplette Mainboard ausgebaut und repariert oder getauscht werden. Einige Hersteller haben ihre Grafikkarten aber auch in Form eines PCI-Express-Modules verbaut, das sich separat austauschen lässt. In beiden Fällen ist Ersatz leider teuer und schwer zu bekommen. Bei gebrauchten Mainboards, die über eBay verkauft werden, sollte man grundsätzlich misstrauisch sein, da sie höchstwahrscheinlich ebenfalls einen defekten Grafikchip aufweisen. Bei PC-Grafikkarten kann man die defekte Karte wesentlich einfacher gegen eine neue Karte tauschen.

Aufgrund des meist fortgeschrittenen Alters der Grafikeinheiten fällt ein Hitzedefekt üblicherweise nicht mehr unter die Garantie man sollte sich jedoch trotzdem beim Hersteller informieren. Einige Notebookhersteller bieten für die anfälligen Grafikchips eine verlängerte Garantie an. In den meisten Fällen dürfte aber auch diese schon abgelaufen sein.

Wer über technisches Know-How und Mut verfügt und nicht 100 Euro und mehr für die Reparatur seines Gerätes ausgeben möchte, der kann selbst versuchen, den Defekt wenigstens temporär zu beheben.
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Kommentare
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XXLeoXX
29.07.2011 21:58
Mein Laptop (9500M) hatte auch Bildfehler. Nach einem Ausbau und bei 120C° 6Min im Ofen wieder eingebaut. Ohne Erfolg. Jetzt lese ich grad, dass 180C° hier benutzt wurden!? Das wird morgen sofort ausprobiert! Wenns klappt, würde ich vor Freude ausm Fenster springen -.-

Gruß Leo
 
XXLeoXX
30.07.2011 20:36
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(
 
madschuli
31.07.2011 01:33
Bei der 9500M ist mir der Fehler nicht bekannt, ich kenn ihn hauptsächlich von den 8000er Serien - aber wie du selbst sagst in so einem Fall ist es besser es zu versuchen als es nicht versucht zu haben - was hat man zu verlieren außer natürlich Zeit.
 
XXLeoXX
31.07.2011 10:50
Ich weiß nicht ob ich mich da irre, aber war das nicht so, dass die 9000er Serie eigentlich die gleichen Grakas wie die 8000er Serien waren, bloß mit veränderter Speichergöße und Takt :?:
Ich meine da mal so etw gehört zu haben...

Gruß Leo
 
revnu
02.11.2012 01:02
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!
 
CBartovski
02.11.2012 15:50
XXLeoXX hat folgendes geschrieben:
Nein, hatt nicht geklappt, aber ein Versuch wars wert :(


Wenn es z.B. eine Kondesator Defekt ist wird das auch nicht helfen.
Grafikkarten backen hat, wenn nur einen kurzzeitigen Defekt, denn eine Reperatur ist das in dem Sinne nicht.

BTW wurden die Temperaturen hier zu niedrig gewählt.
Für bleifreies Lot braucht es schon deutlich über 200°C.
 
Pflogger
02.11.2012 16:07
revnu hat folgendes geschrieben:
DIESE ANLEITUNG KANN DOCH NICHT EUER ERNST SEIN ?

Macht euch mal schlau über anständige Temperaturkurven bei reflow. Die Anleitung sollte eher heißen:

"Wie ein Reflow auf gar keinen Fall durchzuführen ist"

PC-Freunde ? Das Gutgemeinte ist bekanntlich der Feind des Guten und euer Beitrag zeugt von gefährlichem Halbwissen.....

Zitat:

"Als Temperatur haben wir uns für 180 Grad entschieden..."


Sich für eine Temperatur "entscheiden" ist eine Sache.....mal wenigstens gucken wo der Schmelzpunkt für bleifreiem Lot ist eine andere^^

PS.: jeder, der einfach nur seine Platine verbraten will soll diese "Anleitung" befolgen.......Funktioniert garantiert.....NICHT!


Kennst du den Schmelzpunkt des verwendeten Lotes?
Es gibt Lot ab 75°C Schmelztemperatur.

Somit würde ich nicht wetten das bei 180°C nichts passiert.

Und zur Sicherheit könntest du es ja mit Heißluftfön bei 400°C probieren (steht vor dem Backofen)
 
revnu
02.11.2012 20:58
Ja, ich kenne den Schmelzpunkt des Lotes.......der liegt bei Grafikkarten, bei aktuellen Industriestandards weit über 180 grad.

Ich könnte jetzt viel Zeit darein investieren und dir aufzeigen WIE LAIENHAFT diese lieb gemeinte Anleitung zum Grafikkartenbacken tatsächlich ist.


einen schönen Tag noch.
 
XXLeoXX
03.11.2012 11:55
Wie erklärst du dir dann, dass es im Netz bei manchen geklappt hat?
 
revnu
03.11.2012 21:33
ganz einfach:

durch Erhitzen der Platine dehnt sich diese aus. Weil Platine und Bauteile unterschiedliche Temperaturkoeffizienten haben kommt es schonmal vor, dass eine kalte Lötstelle unter dem Chip wieder in die richtige Stellung wandert.

Diese Art "Reparatur" hält aller höchstens bis zur nächsten Erschütterung, oder geht sonst irgendwie wieder Flöten, dadurch dass sich der Chip erhitzt.


Selbst durch semiprofessionellen Reflow mit Heisluftlötstation wirst du nur mit Glück gute Resultate erreichen.

Ein Anständiger Reflow geht nur mit Ofen...und meistens auch nicht mit DIY-Öfen. Es sei denn sie schaffen es das Temperaturprofil richtig zu fahren....es gibt solche Selbstbau Öfen und ich werde mir demnächst auch einen solchen bauen.

Tu mir einen gefallen und les dir mal im Netz durch was ein Reflow wirklich ist und was da genau passiert, dann wirst du schnell merken, dass die hier beschriebene Methode ein Trial-Error Prinzip ist, was eher deine Hardware beschädigt als sie wieder zum Laufen zu bringen.

Gefährliches Halbwissen!
 
ElBarto
04.11.2012 13:15
Ob die Anleitung gut oder schlecht ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings schaden kann sie auch niemandem.

Man hat zwei Möglichkeiten: Entweder man hat Glück und es funktioniert oder es passiert nichts. Kaputter als wie sie sowieso schon ist, kann die Hardware schließlich auch nicht mehr werden :wink:
 
Birkingcarlos2
12.11.2012 15:37
So jetzt hab ich mich einfach hier Anmelden muss!

Ich habs probiert mit einem Acer Aspire ich habe eine Geforce 8400m Karte und die hat mir nur mehr das Bild Doppelt angezeigt nun habe ich Sie gebacken eben mit 180 grad auf 8 minuten. Uns siehe da funktioniert wieder einwandfrei nun warte ich mal eine Woche ob es auch hält.

Ich wollte noch mal Danke sagen da bei Ebay sind die ziemlich Teuer diese Reperaturen und verlieren konnte ich eh nichts da eine neue 55 kostet.

THX Birking
 
PC-Newcomer
04.04.2013 14:30
Ich habe meine 8800GT vor einem Jahr auch mit einem Heißluftfön bearbeitet..

Auf die Ofenvariante würde ich nicht so setzen, da der Ofen danach bestimmt nicht gut riechen wird..

Plastikstecker oder empfindliche Bauteile wie Kondensatoren habe ich mit Alu Folie abgedeckt.. Habe meinen Heißluftfön auf volle Pulle gestellt (600°) und mit gefühlten 10-15 cm abstand in kreisbewegungen gefönt.. umgedreht... wieder.. dann abkühlen lassen 2 Stunden.. Dann ab in den PC.. und Pixelfehler etc waren alle weg :) Bis vor 1 Monat ^^ Da ist es wieder passiert nochmal das gleiche gemacht jedoch war sie eindeutig hinüber es ging nix mehr..

Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt wo man sich Ersatz beschaffen muss... aber als Übergangslösung ist es ein Versuch wert
 
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