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PCFreunde.deArtikelAllgemeinTipps & TricksGuide für den Kampf gegen digitale Schädlinge
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Mittwoch, 1. September 2010 Seite 6/6
Für jeden Gegner die passende Strategie
Ein strategisches Vorgehen gegen digitale Schädlinge ist in jedem Fall empfehlenswert. Ein Virenscanner allein reicht oft nicht aus, um alle Bedrohungen abwehren zu können. Gegen Viren, Würmer und Trojaner sind Virenscanner die beste Verteidigung – anders sieht es jedoch bei Spyware und Adware aus. Diese Schädlinge werden nicht von jedem Virenscanner zuverlässig erkannt – man sollte seine Defensive also noch etwas aufrüsten. Mit zusätzlichen Tools wie Ad-Aware und Spybot - Search & Destroy, die sich auch mit einem installierten Virenscanner vertragen, lassen sich die meisten Werbebomben entschärfen. Zwar gibt es, wie bei Virenscannern, auch hier keine absolute Sicherheit, mit gesunder Vorsicht beim Installieren von Programmen und beim Surfen im Netz sollte man sein System von nerviger und schädlicher Software aber weitgehend frei halten können.

Zum Anderen sollte man auch den Ursprung einer eventuellen Infektion lokalisieren. Auch wenn das im Nachhinein nicht immer möglich ist, kann man aber beispielsweise bei einer virenverseuchten Mail davon ausgehen, dass der Absender ein Problem auf seinem Rechner hat. Eine kurze Info an ihn kann hier keinesfalls schaden. Meldet ein Virenscanner massenweise Adware auf dem eigenen Rechner, sollte man seine Surfgewohnheiten unter die Lupe nehmen und beim Installieren von Programmen besser aufpassen.
Die Sicherheitslücke – Die Mutter allen Übels
Windows-Updates (Quelle: PCFreunde.de)
Windows-Updates (Quelle: PCFreunde.de)
Neben unvorsichtigem Surfen und dem Herunterladen von Dateien aus dem Internet sind Programme und das Betriebssystem selbst oft der Grund dafür, dass ein System infiziert wird. Ironischerweise basieren viele Viren, Würmer und Trojaner auf Sicherheitslücken, die von den Herstellern schon lange behoben wurden. Die Schadsoftware macht sich aber den Umstand zu Nutze, dass viele Systeme und Programme absichtlich oder unabsichtlich ungepatcht am Netz hängen. Dank der unverschlossenen Sicherheitslücken können die Schädlinge ohne größere Schwierigkeiten auf das System gelangen und sich dort einnisten. Oft sind dann auch Virenscanner machtlos. Wenn es also auch Zeit und Nerven kostet: Das Betriebssystem und alle Programme, mit denen man auf das Internet zugreift, sollte man immer auf dem aktuellsten Stand halten. Wer Browser, Mailprogramm und Chatsoftware nicht regelmäßig aktualisiert, darf sich über eine Virusinfektion nicht wundern.

Ein besonders bekannter Schädling ist der Sasser-Wurm, der vor einigen Jahren für große Aufregung sorgte. Er hatte die unangenehme Eigenschaft, dass sich ein befallener Rechner innerhalb von 30 Sekunden selbst herunterfuhr. Jeder infizierte Rechner mit Zugang zum Internet trug dazu bei, dass der Wurm weiter verbreitet wurde. Der Virus war zeitweise derart häufig, dass man ihn schon während einer Windows-Installation bekommen konnte, wenn der Rechner via LAN am Internet angeschlossen war und das Setup die Netzwerkkarte erkannte. Dabei genügte ein kleines Sicherheitsupdate, das bereits vor dem Erscheinen des Wurms verfügbar war, um dem Wurm jede Verbreitungschance zu nehmen. Aufgrund nicht durchgeführter Updates gab es jedoch für diesen Wurm lange Zeit mehr als genug Rechner, auf denen er sich einnisten und deren User er zur Verzweiflung bringen konnte.
Der PC ist infiziert - was nun?
Die Gefahren, die von Viren, Würmern und Trojanern ausgehen, werden in aller Regel erst dann ersichtlich, wenn man infiziert ist. In Panik installieren viele Nutzer dann einen Virenscanner und versuchen so, das Schlimmste zu verhindern. Auch wenn dies sicherlich ein richtiger Schritt ist, kann es schon zu spät sein. Es kommt vor, dass Schädlinge, wenn sie erst einmal auf dem Rechner sind, verhindern, dass der User einen Virenscanner installiert. Noch schlimmer sind Schädlinge, die dem Virenscanner vorgaukeln können, dass kein Problem besteht.

Abhängig vom Grad der Infektion gibt es daher nur eine absolut sichere Methode, das System wieder flott zu bekommen. Erst nach einer vollständigen Neuinstallation – inklusive Formatierung der Festplatte(n) – kann man davon ausgehen, dass der Rechner wieder frei von Viren ist. Externe Speichermedien und Backups sollte man nach der Neuinstallation unbedingt manuell mit einem Virenscanner prüfen, da man nicht genau weiß, wie lange die Schädlinge schon ihr Unwesen getrieben haben. Funktioniert das Betriebssystem nicht mehr richtig, helfen bootfähige Virenscanner-CDs weiter. Mit diesen kann man das System durchsuchen und Schädlinge entfernen, an die man vom infizierten Betriebssystem aus nicht herankommt.

Im Idealfall sollte man jedoch alles tun, damit solche Maßnahmen gar nicht erst notwendig werden.
Welcher Virenscanner ist der beste?
Es gibt sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Virenscanner. Kostenpflichtige Scanner bieten meist etwas schnellere Updates und verfügen oft auch über zusätzliche Features, die dabei helfen, den Computer sicher und sauber zu halten. Wer kein Geld für einen Virenscanner ausgeben möchte, für den gibt es einige gute, kostenlose Scanner. Einer davon ist der bekannte Virenwächter Avira AntiVir Personal Edition. Ebenfalls empfehlenswert ist avast! Free Antivirus. Beide Scanner erkennen eine Vielzahl von Schädlingen und laden regelmäßig und vollautomatisch Updates aus dem Netz herunter. Außerdem verfügen beide Scanner über einen Echtzeit-Schutz, der dafür sorgt, dass die meisten Viren schon im Vorfeld erkannt und blockiert werden.

Bei den kostenpflichtigen Scannern gibt es eine riesige Auswahl. Welcher Scanner zurzeit die beste Wahl ist, lässt sich am besten durch Tests renommierter PC-Zeitschriften und Webportale herausfinden. Außerdem lassen sich von den meisten Scannern kostenlose Testversionen herunterladen, die man 30 Tage oder länger ausprobieren kann. So kann man prüfen, ob der Scanner den persönlichen Ansprüchen gerecht wird.
Fazit
Wer sich der Gefahren, die in der digitalen Welt lauern, bewusst ist, hat schon viel gewonnen. Kommt dann noch ein aktueller Virenscanner hinzu und eine gewisse Vorsicht beim Installieren von Programmen und beim Surfen im Netz, dann haben Viren, Würmer und Trojaner keine Chance.
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Kommentare
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Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
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