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Mittwoch, 1. September 2010 Seite 5/6
Kein Allheilmittel – Virenscanner und ihre Tücken
Gegen Viren, Scareware, Spyware, Würmer und Adware scheint ein Kraut gewachsen zu sein – der Virenscanner. Moderne Virenscanner können das PC-System gut schützen, sie haben jedoch auch ihre Schwachstellen. Gerade diese Schwachstellen sind für eine erhebliche Zahl von Infektionen verantwortlich. Es folgen einige Beispiele, bei denen Virenscanner ihren Dienst versagen können:
Nur ein aktueller Virenscanner ist ein guter Virenscanner
Aktuelle Updates (Quelle: PCFreunde.de)
Aktuelle Updates (Quelle: PCFreunde.de)
Auch der beste Virenscanner bietet nur einen begrenzten Schutz, wenn er nicht auf dem aktuellsten Stand ist. Dieses Problem tritt oft dann auf, wenn die Lizenz eines kostenpflichtigen Virenscanners abgelaufen ist. Die Software selbst arbeitet noch, jedoch wird die Datenbank – das Herzstück eines jeden Virenscanners – nicht mehr aktualisiert. Das bedeutet, dass man vor neuen Bedrohungen nicht mehr geschützt ist.

Besonders irreführend sind die Probeversionen kommerzieller Virenscanner, die heutzutage auf nahezu jedem Notebook und auch auf vielen Fertig-PCs vorinstalliert sind. Sie funktionieren meist 30 bis 90 Tage lang einwandfrei, doch danach gibt es keine Updates mehr. Unerfahrene User erwerben den PC im guten Glauben, gegen Viren geschützt zu sein. Nach Ablauf der Testperiode ist es aber vorbei mit der Sicherheit.

In einem solchen Fall hat man zwei Alternativen: Entweder man erwirbt rechtzeitig eine Lizenz für das vorinstallierte Programm oder man wechselt zu kostenlosen Virenscannern. Es gibt hier für den privaten Gebrauch durchaus akzeptable Lösungen, die in puncto Zuverlässigkeit sogar manch kostenpflichtigen Scanner in den Schatten stellen können.
Doppelt hält besser? Nicht immer!
Ähnlich wie eine eifersüchtige Freundin reagieren auch Virenscanner auf Mitbewerber allergisch. Die Installation von zwei Virenscannern bringt keine doppelte Sicherheit. Man sorgt vielmehr dafür, dass der Rechner zukünftig im Schneckentempo arbeitet und kann schlimmstenfalls das Betriebssystem soweit aus dem Gleichgewicht bringen, dass eine Neuinstallation erforderlich ist. Viele Virenscanner lassen sich gar nicht erst installieren, wenn bereits eine andere vergleichbare Software ihre Dienste verrichtet. Wer also beispielsweise von einer abgelaufenen Probeversion auf einen kostenlosen Virenscanner umsteigen möchte, sollte vorher den alten Scanner restlos deinstallieren. Es empfiehlt sich, in dieser Zeit die Verbindung zum Internet zu trennen und erst wieder zu reaktivieren, wenn der neue Virenscanner installiert ist. So ist man während der schutzlosen Neuinstallationsphase keinen unnötigen Risiken ausgesetzt.
Virus gefunden! Oder doch nicht?
Von einigen digitalen Schädlingen gibt es hunderte verschiedener Varianten. Zudem sind Virenbaukästen im Umlauf, mit denen man eigene Schadsoftware per Mausklick erschaffen kann. Die Zahl der existierenden Viren und Trojaner kann darum schon lange nicht mehr seriös geschätzt werden. Um also PC-Systeme auch vor neuen oder abgewandelten Bedrohungen schützen zu können, müssen intelligente Methoden angewendet werden. So suchen moderne Virenscanner nach typischen Verhaltensmustern oder in Viren oft verwendeten Codesegmenten, um noch unbekannte Schädlinge zu ertappen. Der genaue Suchvorgang ist von Hersteller zu Hersteller verschieden, jedoch liegt auf der Hand, dass er nicht absolut fehlerfrei arbeiten kann. Es kommt immer wieder vor, dass saubere Programme von Virenscannern zu Unrecht als "verseucht" erkannt werden. Diese Fehler werden zwar früher oder später behoben, jedoch sitzt bei einem vorsichtigen User der Schock tief, wenn der Scanner plötzlich Alarm schlägt.

Jeder Virenscanner meldet im Fall der Fälle, was er gefunden hat. Mit Hilfe dieser Informationen kann man beispielsweise via Google herausfinden, welcher Schädling sich auf dem System breit machen wollte. Als verdächtig markierte Dateien werden meist mit ähnlich dramatischen Mitteln gemeldet – können jedoch ebenso gut sauber sein. Schlägt der Viruswächter Alarm, sollte man zunächst eine Google-Suche nach dem Programm oder Dateinamen und der Virusmeldung starten. In der Regel findet man so heraus, ob es sich um einen Fehlalarm handelt oder nicht. Eine gute Möglichkeit bieten auch Webseiten, auf die man eine verdächtige Datei hochladen und mit mehreren Virenscannern prüfen lassen kann. Melden nur wenige Virenscanner die Datei als infiziert, kann man in der Regel davon ausgehen, dass es sich um einen Fehlalarm handelt.
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Kommentare
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Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
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