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PCFreunde.deArtikelAllgemeinTipps & TricksGuide für den Kampf gegen digitale Schädlinge
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Mittwoch, 1. September 2010 Seite 4/6
Die Datei von einem guten Freund
Ein USB-Stick (Quelle: Transcend)
Ein USB-Stick (Quelle: Transcend)
Unter Freunden teilt man bekanntlich. Das ist auch gut so, jedoch sind selbst die besten Freunde nicht immer die, denen man in digitalen Angelegenheiten vertrauen sollte. Ein typisches Beispiel: Max Mustermann bekommt Besuch von seinem Freund. Dieser war kürzlich im Urlaub und hat dort natürlich auch Fotos gemacht, die er Max jetzt stolz präsentieren möchte. Praktischerweise hat er sie an seinem PC schon vorsortiert und die besten Fotos auf einen USB-Stick kopiert, den er nun stolz vorzeigt. Max Mustermann steckt den USB-Stick ohne Bedenken an seinen Rechner. Er meint, da er sowieso nicht oft im Internet ist, braucht er auch keinen Virenscanner. Falsch gedacht! In diesem Moment hat er sich nämlich schon vom USB-Stick einen Trojaner, Wurm oder Virus eingefangen, der auf dem Rechner seines Freundes bereits seit längerem unerkannt sein Unwesen treibt.

Dieses Beispiel ist durchaus realistisch. Auch wenn die Anzahl der auf diesem Weg infizierten Systeme vergleichsweise gering ist, sind es gerade diese, die die Wurzel des Problems darstellen. Ohne Virenscanner können Monate bis zum Bekanntwerden einer Infektion vergehen. In dieser Zeit kann sich der Schädling ungehindert vermehren, der Rechner mit einem Trojaner ausspioniert oder für unlautere Zwecke missbraucht werden. Die richtige Taktik in diesem Fall ist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Selbst wenn es sich um einen guten Freund handelt, dem man ansonsten blind vertrauen würde, sollte man seine Speichermedien nur dann mit dem PC einlesen, wenn der Rechner über einen aktuellen Virenscanner verfügt. Auch auf gebrannten CDs oder DVDs können sich Schädlinge verstecken. Es ist oft nicht einmal erforderlich, dass irgendwelche Dateien ausgeführt werden. Bei vielen Würmern, Viren oder Trojanern, die sich über Speichermedien verbreiten können, genügt ein einfaches Einlesen des Datenträgers ohne Virenscanner, um das System zu infizieren. Moderne Virenscanner verfügen als Gegenmaßnahme über einen Echtzeitscan, der jede Datei, die von irgendeinem Programm gelesen wird, auf Viren überprüft und im Fall der Fälle sofort sperrt.
"Sie sind infiziert!"
Scareware (Quelle: zdnet.de)
Scareware (Quelle: zdnet.de)
Eine relativ neue Art von Schädlingen ist so genannte Scamware oder Scareware. Sie versucht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen den User zum Kauf einer nutzlosen Software zu animieren.

Ein Beispiel: Im Internet gibt es immer wieder Werbebanner oder Pop-Ups, die den User mit der Meldung: "Ihr System ist infiziert!" begrüßen. Es wird jedoch auch gleich eine schnelle Lösung für das Problem geboten: "Klicken Sie hier, um ihr System auf Viren zu prüfen!". Folgt man dieser Empfehlung, lädt und installiert man mit ziemlicher Sicherheit eine Scareware. Nach einem obligatorischen Scan zeigt ein solches Panikmache-Programm eine umfangreiche Liste mit Schädlingen, die sich angeblich auf dem Rechner befinden. Um diese zu entfernen muss man dann "nur" die Vollversion kaufen.

Ein seriöser Virenscanner ist sein Geld durchaus wert, solche Programme allerdings nicht. Was auf den ersten Blick als reale Bedrohung erscheint, wird dem User in Wahrheit nur vorgegaukelt. Die gefundenen Schädlinge sind eine Erfindung, es gibt keinen Virusbefall. Dazu kommt, dass man mit dem Kauf der Scareware-Vollversion keinen Schutz vor echten Schädlingen bekommt. Dem unerfahrenen User wird eine heile Welt vorgemacht, im Hintergrund können sich aber Viren, Würmer und Trojaner tummeln. Nicht selten ist solche Scareware obendrein auch selbst mit verschiedensten Schädlingen verseucht und sorgt erst für die Infektion, vor der sie angeblich schützt. Darum ist Scareware in doppelter Hinsicht schädlich: Zum einen ergaunern sich die Herausgeber dieser nutzlosen Software Geld, zum anderen wiegt sich der User in einer falschen Sicherheit und ist somit noch verwundbarer als vorher.
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Kommentare
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Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
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