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Mittwoch, 1. September 2010 Seite 3/6
Die kostenlose Software mit dem gewissen Extra
Adware (Quelle: Bitdefender)
Adware (Quelle: Bitdefender)
Besonders beliebt bei Firmen, die ihr Geld mit Werbung verdienen wollen, ohne sich Gedanken über den Inhalt machen zu müssen, ist Adware. Man fängt sich Adware häufig als Beigabe von angeblich kostenlosen Programmen ein. Ein typisches Beispiel konnte so aussehen: Jemand ist auf der Suche nach einem Bildschirmschoner. Es gibt im Netz zahlreiche tolle Schoner und viele sind auch kostenlos zu haben. Allerdings haben einige davon unangenehme Nebenwirkungen. Beim Installieren der Software muss man wie üblich den Lizenzvertrag bestätigen. Als nächstes erscheint aber vielleicht eine Information, die – meist auf Englisch – Infos über eine zusätzliche Software enthält, die angeblich völlig harmlos ist und den User mit nützlichen Einkaufstipps versorgt. Anders ausgedrückt: Werbung, also Adware. Es gibt hier unterschiedlich hartnäckige Vertreter. Bei einigen ist die Installation der Adware optional und kann per Haken abgewählt werden. Andere wiederum bieten an diesem Punkt nur die Möglichkeit, die Adware zu installieren oder das Setup abzubrechen. Optionale Adware ist sicher keine gute Idee – jedoch hat man hier zumindest noch die freie Wahl. Programme, die eine Installation von Adware voraussetzen, sollte man aber nicht unterstützen und lieber eine Alternative suchen.

Es gibt jedoch noch eine Steigerung in Bezug auf Adware, auf die man leider immer häufiger stößt. Diese Form ist heimtückisch und unverschämt zugleich. Als kostenlose Software verwenden die Verbreiter der Adware nicht etwa ein relativ nutzloses, aber zumindest selbst entwickeltes Programm. Nein, sie bedienen sich an Open-Source- oder Freeware-Programmen, denen sie einfach ein eigenes Setup aufsetzen, das zusätzlich zur sonst werbefreien und kostenlosen Software noch Adware installiert. Von solchen exe-Dateien sollte man unbedingt die Finger lassen, da sie nicht selten auch noch Spyware und Trojaner enthalten. Wer zu solch schmutzigen Methoden greift, um seine Werbung an den Kunden zu bringen, ist sicher kein seriöser Anbieter.
Die "Must Have"-Toolbar
Browser-Toolbar (Quelle: PCFreunde.de)
Browser-Toolbar (Quelle: PCFreunde.de)
Fast schon als Brechmittel könnte eine spezielle Form von Adware durchgehen, die derzeit immer mehr in Mode kommt – die Browser-Toolbar. Ähnlich wie Adware verstecken sich Toolbars ebenfalls gerne als zusätzliche Software im Setup vermeintlich kostenloser Programme. Auch hier wird man bei der Installation darüber informiert, dass die Toolbar den Browser um ein angeblich unverzichtbares Feature reicher macht und man bei den ganz tollen Toolbars sogar Produktvorschläge bekommt. Wer ein bisschen mitdenkt, dem wird schnell klar, dass es auch hier nur um Werbung geht. Die Mehrzahl der Toolbars enthält eine integrierte Suchfunktion und zahlreiche Buttons mit Links auf die verschiedensten Seiten mit "interessanten" Angeboten.

Nicht genug damit, dass diese Toolbars die Startseite des Browsers ändern, den User mit Werbung zumüllen und sogar Daten ausspionieren – sie verunstalten den Browser, vermindern dessen Geschwindigkeit und stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Es gibt vermutlich nur eine Handvoll wirklich sinnvoller Toolbars – aber sogar ohne diese kommt man hervorragend aus.

Fans von Toolbars müssen jetzt jedoch nicht in Panik geraten. Solange man sich seine Toolbar aus freien Stücken holt und sie sich nicht als Zugabe zu einer "kostenlosen" Software aufzwingen lässt, ist gegen die Zusatzleisten nichts zu sagen. Zum Glück lassen die meisten Setup-Programme dem Nutzer die Wahl, ob er eine Browser-Toolbar installieren möchte oder nicht. Andernfalls kann man sie nach der Installation im Browser deaktivieren oder ganz löschen. Ist die Toolbar fest an ein anderes Programm gekoppelt, sollte man beide gar nicht erst installieren oder derartigen Verbund-Müll schnell wieder los werden. Kaum eine Software ist es wert, eine Toolbar installieren zu müssen – erfahrungsgemäß sind gerade diese aufgezwungenen Toolbars die schlimmsten, nutzlosesten und gefährlichsten Vertreter ihrer Gattung.
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Kommentare
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Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
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