HomeArtikelDownloadsForum
PCFreunde.deArtikelAllgemeinTipps & TricksGuide für den Kampf gegen digitale Schädlinge
Besucher online: 36
Hinweis
Diese Seite steht zum Verkauf.
Mehr Infos

Schnellsuche

Kategorien
Mittwoch, 1. September 2010 Seite 2/6
Wie schützt man sich gegen die digitalen Schädlinge?
Virenscanner (Quelle: PCFreunde.de)
Virenscanner (Quelle: PCFreunde.de)
Der erste und wichtigste Schritt im Kampf gegen die digitalen Schädlinge ist die Installation eines Virenscanners. Heutzutage im Netz ohne einen aktuellen Virenscanner zu surfen, ist mehr als riskant. Außerdem sollte man speziell beim Herunterladen von Programmen aus dem Internet eine gesunde Portion Misstrauen an den Tag legen. Wer die meist durchaus offensichtlichen Anzeichen einer verseuchten Webseite oder Software erkennt, kann sich recht gut schützen. Umgekehrt kann man aber leider seinem Virenscanner auch nicht immer trauen und nicht jede seiner Alarmmeldungen entlarvt einen Schädling. Hin und wieder meldet auch die beste Anti-Virus-Software eigentlich harmlose Dateien als verseucht. Obendrein sind es – wie bereits beschrieben – schon lange nicht mehr nur Viren, die dem PC-Besitzer das Leben schwer machen können.
Bei welchen Anzeichen sollte man hellhörig werden?
Folgende Anzeichen sind oft ein eindeutiges Indiz dafür, dass man nur einen Mausklick von einer Infektion entfernt ist.
Der "Liebesbrief" mit Anhang
Der "Liebesbrief" (Quelle: PCFreunde.de)
Der "Liebesbrief" (Quelle: PCFreunde.de)
Man erhält eine E-Mail, in der man aus fadenscheinigen Gründen (lustiges Video, Nacktfotos von der Ex-Freundin, Liebesbrief etc.) gebeten wird, einen Dateianhang zu öffnen. Hinter dem vermeintlich interessanten Anhang versteckt sich jedoch schädlicher Code, der für eine sofortige Infektion des Rechners sorgt und sich auch umgehend weiter verbreitet. In einer solchen Situation empfiehlt es sich, auf den Dateianhang zu achten. Lautet der Anhang beispielsweise "funny_pic.jpg.vbs", verbirgt sich dahinter sicherlich kein lustiges Bildchen. Die Endung "vbs" weist auf ein ausführbares Skript hin. Auch Endungen wie "exe" oder "com" verraten ausführbare Dateien. Auch wenn man den Absender kennt, sollte man die Datei also nur dann öffnen, wenn es sich um eine vertrauenswürdige Nachricht handelt. Moderne Virenscanner erkennen solche Schädlinge zwar recht zuverlässig und die meisten E-Mail-Programme verfügen über eingebaute Sicherheitsmaßnahmen, doch all das nützt nichts, wenn der User sämtlichen Warnungen zum Trotz die Datei öffnet.
Der vermeintlich interessante Link
Da der "Trick" mit dem Dateianhang inzwischen auch dem letzten Internetnutzer bekannt sein dürfte, wurde das Verfahren etwas verfeinert. Zwar ist meist der Inhalt der E-Mail ähnlich appetitanregend formuliert, jedoch fehlt der gefährliche Anhang. Stattdessen gibt es einen Link, den man doch bitte anklicken soll. Hinter dem scheinbar seriösen Link verbirgt sich jedoch eine Webseite, die dem User gleich eine ganze Palette von Schädlingen auf den Rechner zu laden versucht. Solche Webseiten sind zum Glück oft schon vom Browser gesperrt und werden von guten Virenscannern blockiert, bevor sie schädliche Software installieren. Man sollte sich jedoch nicht darauf verlassen und solche E-Mails besser sofort löschen.
"Ihr Konto wird gesperrt!"
Phishing-Nachricht (Quelle: PCFreunde.de)
Phishing-Nachricht (Quelle: PCFreunde.de)
Eine sehr hinterlistige Masche, die vor allem auf Bankkonten, Spiele-Accounts und Kreditkartennummern abzielt, jedoch auch als Infektionsquelle für Trojaner verwendet wird, ist das so genannte Phishing. Die Schäden durch Phishing können auch ohne betrügerische Software massiv ausfallen. Als einer von unzähligen Empfängern einer Massen-E-Mail erhält man eine auf den ersten Blick offiziell aussehende Nachricht. Unter Angabe fadenscheiniger Gründe (EDV-Umstellung, vermeintlich illegale Aktivitäten etc.) wird man dazu aufgefordert, sich mit seinem Account anzumelden oder seine Kontaktdaten (natürlich inklusive Passwort) an eine bestimmte Adresse zu mailen, damit das Problem aus der Welt geschafft werden kann. Meist enthält die Mail noch einen passenden Link, der ebenfalls ganz offiziell aussieht. Wirft man jedoch einen genaueren Blick auf die verlinkte Webseite, so stellt man schnell fest, dass es sich in Wahrheit um eine Fälschung handelt, die dem Original aber zum Verwechseln ähnlich sieht. Gibt man seine Daten auf der Phishing-Seite ein, kann man davon ausgehen, dass diese binnen kürzester Zeit missbraucht werden.

Gegen solche Betrüger sind Virenscanner meist nutzlos. Zwar werden viele dieser Mails von entsprechenden Programmen als Spam erkannt und viele der Phishing-Seiten früher oder später blockiert, jedoch finden solche Nachrichten immer wieder mal ihren Weg in den Posteingang und hat man das Pech, zu einem der ersten Opfer zu gehören, hilft einem auch die spätere Sperrung nichts.

Gegen solche Betrüger ist die sicherste Waffe der gesunde Menschenverstand, gepaart mit ein wenig Know-How. So sollte man bei Bankgeschäften, die auf der Webseite des Instituts erledigt werden, immer prüfen, ob tatsächlich die richtige URL in der Adresszeile steht. Des Weiteren sollte man bedenken, dass im Fall von Problemen keine Bank der Welt ihren Kunden eine E-Mail schicken würde, die zum Besuch der Bank-Homepage auffordert. Über Veränderungen am eigenen Konto wird man in jedem Fall schriftlich benachrichtigt. Auch wird keine Bank auffordern, Daten wie TANs, Passwörter oder Benutzernamen preiszugeben.

Ähnliches gilt für Online-Accounts bei Spiele-Communities oder kostenpflichtigen Foren. Es kommt da natürlich vor, dass man E-Mails von den Betreibern erhält, jedoch sollte man immer die jeweilige Webseite manuell ansurfen, statt einem dubiosen Link zu folgen. Insbesondere bei versuchtem Diebstahl von Online-Accounts kann man oft schon an der URL erkennen, dass man auf einer gefälschten Webseite landen würde. Im deutschsprachigen Raum ist es außerdem üblich, dass die Betreiber deutsche und fehlerfreie E-Mails versenden. Phishing-Mails sind hingegen meist in Englisch verfasst und sind sie es nicht, stecken sie meist voller Rechtschreib- und Grammatikfehler.
ZurückWeiter
© Copyright PCFreunde.de
Inhaltsverzeichnis
Downloads zum Artikel
Kommentare
Schreib uns deine Meinung zu diesem Artikel - einfach registrieren und los!
Kommentar schreiben
 
Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
Alle BeiträgeKommentar schreiben
Community Login
eMail:
Passwort:
Auto-Login
Happy Birthday!