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PCFreunde.deArtikelAllgemeinTipps & TricksGuide für den Kampf gegen digitale Schädlinge
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Mittwoch, 1. September 2010 Seite 1/6
Guide für den Kampf gegen digitale Schädlinge
"Wer seine Gegner kennt, ist ihnen immer einen Schritt voraus." – Dieser Satz trifft auch auf digitale Schädlinge zu. Wer weiß, welche Bedrohungen es gibt, wie sie sich verbreiten, welchen Schaden sie anrichten und wie man sich schützt, ist im Kampf gegen das Software-Geschmeiß gut gerüstet.
Viren & Co – von damals bis heute
Digitale Schädlinge lauern überall (Quelle: van_thanh2910/flickr)
Digitale Schädlinge lauern überall (Quelle: van_thanh2910/flickr)
Schädlinge sind in der digitalen Welt nichts Neues. Wie Krankheiten befallen sie Computer und richten verschiedenste Schäden an. Und wie ihre biologischen Namensgeber sind auch PC-Viren in erster Linie darauf aus, sich selbst zu vermehren. In den Anfangszeiten der Desktop-Rechner geschah dies vor allem über Disketten oder direkt auf der Festplatte. Eine infizierte Diskette konnte ein anderes System infizieren, sobald sie eingelegt wurde. Da auch jede weitere Diskette, die man danach in dieses System einlegte, sofort zum Virusüberträger wurde, konnten sich die Schadprogramme durchaus rasant verbreiten. Viele Viren vervielfältigten sich auch auf der Festplatte des befallenen Rechners und infizierten mehrere Dateien. Es war nicht ungewöhnlich, ein und denselben Virus hunderte Male auf einer befallenen Festplatte zu haben. Solche Viren waren aber meist – abgesehen vom Nerv-Faktor – relativ harmlos. Viele alte Computerviren erkannte man beispielsweise daran, dass sie Kommandos an der Eingabeaufforderung oder ganze Texte anzeigten. Aber auch schon in den Anfangszeiten gab es gefährliche Viren, die beispielsweise Dateien beschädigen oder die gesamte Festplatte löschen konnten.

Die eigentliche Blütezeit der Viren begann erst mit dem Internet. Mit diesem Medium hatten die Viren einen praktischen Weg gefunden, sich massenhaft und auch über große Entfernungen zu verbreiten. In den Anfangstagen des Weltnetzes tauchte auch erstmals eine neue Gattung von Schädlingen auf, die einem Virus nicht unähnlich ist: So genannte Würmer verbreiten sich ebenfalls mit Vorliebe via Internet, jedoch arbeiten sie, anders als klassische Viren, aktiv an der eigenen Verbreitung mit. Heutzutage sind Würmer sogar häufiger als klassische Viren, wobei ihr Schadenspotential von harmlos bis hin zu extrem gefährlich reicht.

Der Computer-Trojaner (Quelle: Sophos/flickr)
Der Computer-Trojaner (Quelle: Sophos/flickr)
Neben Viren und Würmern gibt es noch eine dritte, sehr gefährliche Bedrohung, die man unbedingt kennen sollte. Die Rede ist von Trojanern oder einem trojanischen Pferd. Ihre Bezeichnung ist der griechischen Mythologie entlehnt. Der Legende nach bauten die Griechen, die die Stadt Troja trotz jahrelanger Belagerung nicht einnehmen konnten, ein riesiges Holzpferd, das sie vor die Tore der Stadt stellten. Im Glauben, dass es sich um ein Geschenk der Unterwerfung handle, wurde es von den Bewohnern Trojas in die Stadt geholt. Tatsächlich verbarg sich aber im Bauch des Pferdes eine kleine griechische Armee, die in der Nacht die Stadt von innen angreifen konnte und die Stadttore für die Hauptstreitmacht öffnete. Die Idee des trojanischen Pferdes ist auch bei seinem digitalen Nachfolger die gleiche. Um mit einem Trojaner infiziert zu werden, genügt der Besuch einer präparierten Webseite oder die Installation einer verseuchten Software. Trojaner verstehen es, sich zu tarnen –die meisten von ihnen verursachen auf den ersten Blick keine Schäden und verhalten sich ruhig. Man sollte sie jedoch nicht unterschätzen. Mit einigen Trojanern lassen sich beispielsweise sämtliche Funktionen des PCs von außerhalb steuern. Andere haben die Möglichkeit, persönliche Daten abzusaugen oder nach Passwörtern auf dem Rechner zu suchen. Ein Trojaner ist daher eine nicht zu unterschätzende Gefahr.

Da sich auch zahlreiche Gauner und Gangster im Internet tummeln, war der Schritt vom Trojaner zur nächsten Bedrohung nicht weit: Adware und Spyware kamen auf. Adware trägt ihren Namen nach dem englischen Wort für Werbung (Ad) und ist die Bezeichnung für Programme, die den User mit allerhand Werbung beglücken wollen. Meist ist Adware nicht direkt schädlich, jedoch wird durch die ungewollte Flut von Werbung nicht nur das Nervenkostüm des Users in Mitleidenschaft gezogen. Auch der Rechner hat zu leiden, da diese Programme oft erhebliche Systemressourcen beanspruchen und der PC merklich langsamer wird. Der Verteiler der Adware muss keine brauchbaren Produkte liefern, sondern meist nur zusehen, wie die Werbeeinnahmen sprudeln.

Noch schlimmer als Adware ist Spyware. Dieser böse Zwilling der Adware hat sich darauf spezialisiert, ahnungslose User auszuforschen. Spyware sammelt Daten – von eher harmlosen Informationen wie besuchten Internetseiten bis hin zu wirklich brisanten Dingen wie Passwörtern, Kreditkartennummern und persönlichen E-Mails. Solche Daten sind für viele Firmen Gold wert und werden später zu Werbezwecken genutzt oder an andere Gauner weiterverkauft. Spyware ist daher oft ähnlich gefährlich wie ein Trojaner. Mit Spyware und Adware wird man beim Besuch von unseriösen Webseiten oder als "Beigabe" beim Installieren vermeintlich kostenloser Programme infiziert.
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Micoper
01.09.2010 20:10
Sehr guter Artikel!

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass Herausgeber Toolbars standardmäßig nicht mit installieren lassen dürfen - ansonsten könnte man sie belangen. Wenn das stimmt, könnte man ne Menge namhafter Hersteller schnell einbuchten :lol: Fast jeder Installer hat die Toolbar standardmäßig mit einem Haken versehen - ICQ, Nero, ...
 
ATI Gott
04.09.2010 19:29
Ich stimme Micoper zu: Guter und hilfreicher Artikel :!:

Zwar habe ich schon von so gut wie allen dieser Schädlinge gewusst, aber man hat ja nie ausgelernt :mrgreen:

Ich hatte mir auch einmal einen Virus eingefangen, weil mein damaliges AntiVir keine Updates wegen zu vollen Servern machen konnte. So hatte ich mir einen Virus geholt, der die Internetverbindung von Programmen wie AntiVir oder SpyBot sperrt. Nach einer Neuinstallation ging Gott sei Dank alles wieder.

Mich freut es besonders, dass in dies Artikel Screenshots von Avast drinne sind. Benutze ich schon sein 1-2 Jahren und nie Probleme gehabt :D
 
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