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Hacker Defender bei der Arbeit (Quelle: PCFreunde.de) |
Der Zweck aller Rootkits ist es, Systemprozesse, Dateien und Verzeichnisse zu verbergen. Was von einem Rootkit verborgen wurde, ist für keinen Nutzer mehr aufzuspüren. Nichtsdestoweniger können die versteckten Dateien ausgeführt und versteckte Prozesse gestartet werden. Hat sich ein Rootkit auf einem Computer eingenistet, kann es dort also tun, was es will, ohne dass der User davon etwas merken kann.
Diese fast magisch anmutende Leistung vollbringen Rootkits, indem sie sich zwischen normale Systemprozesse zwängen. Sie fangen alle Prozesse ab, durch die sie verraten werden würden und verändern sie so, dass sie eben nicht verraten werden. Für den Nutzer des befallenen PCs ist nicht zu erkennen, dass sich überhaupt etwas verändert hat.
Das in der Windows-Welt verbreitetste Rootkit „Hacker Defender“ hat zusätzlich zur Tarnkappen-Funktion noch eine weitere Gemeinheit auf Lager: Es stellt eine verborgene Hintertür bereit. Gemeint ist eine Shell, die geöffnet wird, wenn eine Anfrage an einen bestimmten Port des befallenen Rechners geschickt wird. So kann ein Angreifer von außen auf den befallenen Computer zugreifen und auf diesem tun und lassen, was er will.