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Montag, 27. Dezember 2010 Seite 5/25
KW 48: Kompetenz macht zum Buhmann
H4ckb3rts Blog (Quelle: PCFreunde.de)
Der eine oder andere kennt das vielleicht: Man wendet sich mit der Bitte um Hilfe an einen Kollegen, Bekannten oder Freund und bekommt als Antwort eine Variante des Satzes: "Tut mir leid, das kann ich nicht." Selbstverständlich lässt man diesen unfähigkeitsgepeinigten Menschen sofort in Ruhe. Umgekehrt ist man aber – jedenfalls gilt das für mich – geneigt, Kollegen, Bekannten und Freunden nach Kräften zu helfen. Gelegentlich wird man dafür ja sogar bezahlt.

Das führt aber zu folgendem Problem: Je öfter man erfolgreich hilft, umso weniger eigenes Lösungsengagement legen die Hilfesuchenden beim nächsten Mal an den Tag, bevor sie erneut um Unterstützung bitten. Das reicht soweit, dass sie irgendwann schon zum Telefon greifen, bevor sie überhaupt wissen, ob sie ein Problem haben. Und sie erzählen all ihren Leidensgenossen von ihrem kompetenten Helfer.

Je schneller dann die Anzahl der Hilfesuchenden steigt, umso häufiger werden entsprechende Anfragen kommen. Irgendwann ersäuft man unweigerlich in eben diesen und muss einige – mehr oder weniger freundlich – abweisen. Das wiederum kommt gar nicht gut an und ganz schnell hat man einen schlechten Ruf. Und den wird man nicht mehr los.

Darum stelle ich für den IT-Bereich folgendes Axiom auf: "Wenn du Ahnung hast, bist du der A... Depp vom Dient."
PirateBay-Verfahren: Strafen reduziert, Geldbußen hochgeschraubt
Die Pirate Bay - Heimathafen aller Datentauscher (Quelle: Pirate Bay)
So zuverlässig und unkaputtbar, wie die PirateBay in den letzten Monaten lief, konnte man glatt vergessen, dass ihre früheren Betreiber nach wie vor um ihre Freiheit zu bangen haben: Im ersten, hochgradig umstrittenen Verfahren gegen Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm, Peter Sunde und Carl Lundström waren sie zu einem Jahr Haft verurteilt worden. Obendrein sollten sie insgesamt 30 Mio. Kronen, etwa 4,2 Mio. Euro, an Bußgeldern zahlen. Alle vier hatten sofort Berufung eingelegt. Das Urteil in diesem Berufungsverfahren ist jetzt ergangen und es enthält für die Beklagten eine gute und eine schlechte Nachricht.

Carl Lundstrom (Quelle: Wikimedia Commons)
Die gute Nachricht lautet, dass drei der Gefängnisstrafen reduziert wurden, auf vier, acht bzw. zehn Monate. Gottfrid Svartholm konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht am Verfahren teilnehmen, seine Sache wird zu einem späteren Zeitpunkt nachverhandelt. Die schlechte Nachricht hingegen lautet, dass das Bußgeld angehoben wurde, auf insgesamt 46 Mio. Kronen. Sunde, Neij und Lundström haben diese Summe zu gleichen Teilen zu tragen.

Fredrik Neij (Quelle: Wikimedia Commons)
Erneut haben alle drei Beklagten – und Svartholm wird ihnen da sicherlich folgen – angekündigt, gegen das Urteil vorzugehen. Diesmal führt sie der Pfad der Berufung vors oberste schwedische Gericht, das Högsta domstolen. Das von dort zu erwartende Urteil wird dann also endgültig rechtskräftig sein. Wann es allerdings ergehen wird, steht in den Sternen.

Peter Sunde (Quelle: Wikimedia Commons)
Sicher hingegen ist, dass der Betrieb der PirateBay von den juristischen Kapriolen überhaupt nicht beeinträchtigt werden wird. Keiner der Beschuldigten hat noch irgendetwas mit der Seite zu tun, ein Umstand, auf den sie auch unermüdlich hinweisen. Die wahren Betreiber des Piratenheimathafens halten sich ebenso im Verborgenen wie dessen Eigentümer. Zwar gehört die PirateBay angeblich einer auf den Seychellen gemeldeten Briefkastenfirma namens Reservella, aber dass da etwas zu holen ist, glauben wohl nicht einmal die eifrigsten Urheberrechtsinquisitoren. Dementsprechend wenig Mühe geben sie sich, hinter eine derart offenkundige Fassade zu schauen.

Das Verfahren gegen die Köpfe der PirateBay bleibt also auch weiterhin in zweierlei Hinsicht traurig: Erstens ist es bitter zu sehen, dass einige wenige als Stellvertreter aussortiert und abgeurteilt werden, obwohl sie nur die Spitze des Eisberges einer weltweiten Bewegung, eines gesellschaftlichen Wandels sind. Internet-Filesharing ist zu einer unumkehrbaren Realität geworden, daran wird kein Gerichtsurteil der Welt mehr etwas ändern. Zweitens zeigt die Hartnäckigkeit, mit der die Piraten verfolgt werden, wie verkrustet die Industrie der Urheberrechtsverwerter ist. Auf kreative und gangbare Auswege aus dem Interessenskonflikt zwischen Schaffenden, Verwertern und Konsumenten warten wir seit über zehn Jahren vergeblich. Statt dessen wird geklagt, was die Rechtsabteilungen hergeben, um den Status Quo zu zementieren. Wie gesagt: Traurig.
Rootkits: Angriff aus der Netzwerkkarte - der eigenen!
Broadcom NetExtreme (Quelle: dell.com)
Rootkits bilden die Königsklasse der Malware. Sie graben sich tief im Betriebssystem ein und können sich so vor den meisten Antivirus-Programmen und Systemreiniger-Tools verstecken. Allerdings – und darum kann man sie überhaupt finden – müssen sie sich irgendwann, irgendwo auf die Festplatte schreiben. Selbst wenn man sie also vom kompromittierten Betriebssystem aus nicht entdecken kann, stehen sie vor Live-CDs und sonstigen Fremdboot-Methoden nackt da.

Bald allerdings könnte es eine neue Generation von Rootkits geben: Guillaume Delugré, Sicherheitsforscher für Sogeti, hat eine Methode vorgestellt, mit der sich ein Rootkit auf der Netzwerkkarte verstecken lässt. Es klingt unglaublich, aber Delugré hat die Firmware von Broadcom NetExtreme-Karten unter die Reverse-Engineering-Lupe genommen und so modifiziert, dass sämtliche übertragenen Ethernet-Pakete manipuliert werden können. Selbstverständlich lassen sie sich auch duplizieren, was praktisch bedeutet, dass der Netzwerkverkehr vom Angreifer mitgehört werden kann.

Und dieser Sicherheits-GAU ist noch nicht einmal alles. Da Netzwerkkarten RAM-Speicherbereiche zugewiesen bekommen, in die sie schreiben dürfen, lässt sich mit der manipulierten Firmware sogar das Betriebssystem kompromittieren. Dieses Speicherzugriffsfeature nennt sich Direct Memory Access und sorgt dafür, dass die Rootkit-Netzwerkkarte direkt in den RAM schreiben und von dort beliebige Hintertüren ins System aufstoßen kann. Damit hätte der Angreifer nicht nur den Netzwerkverkehr, sondern die gesamte Maschine unter Kontrolle. Abwehrmöglichkeiten? Keine.
Minigun: Die Paintballversion...
Die Paintball-Minigun (Quelle: YouTube/tknofile2008)
Durchaus im Zusammenhang mit dem dieswöchigen Motto ist nebenstehendes Video zu sehen. Es gibt so Momente im IT-Leben, in denen man die Maschinen verflucht und sich ein beschauliches Leben zwischen Kühen, Korn und Kindern wünscht, ganz ohne elektrischen Strom. Und da dieses "Verfluchen" jedenfalls in meinem Falle wesentlich weniger friedvoll vonstatten geht, als vorangegangener Satz vielleicht vermuten lässt, habe ich eben jenes Video ausgewählt. Es lässt nicht nur eine meiner liebsten Kündigungsphantasien erahnen, sondern zeigt ganz nebenbei auch noch eine sehr coole, selbstgebaute Paintball-Wumme.
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Kommentare
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BgF
12.07.2010 22:42
Also, wieder mal ein super Artikel :wink:
Zum Thema Apple, lässt sich nur sagen..Apple+Software Entwicklung=Fail!
Leider hört man einfach nicht viel von diesen Problemen und dadurch der irrglaube entsteht, dass zum Beispiel Mac OS X ein so sicheres OS wäre :roll:
Ich finde es jedenfalls toll, das man auch noch kritische Stimmen zu diesem Konzern und seine Produkte hört.
Wobei ich die Produkte von Apple nicht mal schlecht finde, vorallem das Apple Ipod touch, ausser natürlich das sie vollkommen überteuert sind.
Aber alleine schon wegen ihrer unglaublischen arroganten, ja schon fast Sektenartige, Firmenpolitik gehört dieser Konzern einfach nur Boykottiert.....
 
ATI Gott
13.07.2010 17:40
Für mich zu viel Apple in diesem Artikel :evil:
Es gibt noch andere Dinge, über die man sich beschweren kann :mrgreen:
 
TK814
17.07.2010 17:42
Was ein Glück das die Hacker noch Stolz gehabt haben.
 
TheFreak
03.08.2010 14:30
Wer bracht schon GSM, Edge, UMTS oder Wimax, wenn man LTE hat :mrgreen:

:arrow: Long
:arrow: Term
:arrow: Evolution
 
-luke-
10.08.2010 00:38
Oh man ja. Heuschnupfen, der endlose Fluss. So gehts mir auch, von Anfang August bis Ende September ständig ne verstopfte Nase. Da helfen auch keine AntiHistaminika. Also h4ckb3rt, du leidest nicht allein! Durchhalten lautet die Devise.
 
-h0m3r-
24.08.2010 12:00
Zitat:
Egal, Kernel-Update ist angesagt!


apt-get upgrade
und
pacman -Syu

Erledigt! :mrgreen:
 
tho.moore
24.08.2010 12:16
*klugschei*ermodus an*: :mrgreen:

Zitat:
apt-get upgrade

Da fehlt ein apt-get update, sonst hat der Befehl wenig Sinn.

*klugschei*ermodus aus* :mrgreen:
 
-h0m3r-
24.08.2010 16:46
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
TheFreak
01.09.2010 15:38
-h0m3r- hat folgendes geschrieben:
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Fast wie Homer, nur das der es gar nicht erst bemerkt hätte :mrgreen:
 
thepower
14.11.2010 12:51
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:
 
TheFreak
14.11.2010 22:26
thepower hat folgendes geschrieben:
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:


Wenn Microsoft schon nicht ein Betriebssystem auf einem PC einigermaßen zum Laufen bringt, wie sollten die dann bei einem Handy hinbekommen? Mal ernsthaft, Benutzeroberfläche: Scheiße und Apos fehlen (App Store).
Da hat sich Apple echt was geiles gebastelt. Andere entwickeln für ihr Produkt Programme und Apple bekommt auch noch was ab.

Also deswegen über Apple herzuziehen kann ich nicht nachvollziehen. Die Benutzeroberfläche ist echt geil (alles andre eingeschlossen ;) )

Gruß Dani
 
thepower
15.11.2010 11:01
Nur weil etwas Geld bringt ist es nicht gut! Microsoft OS? Das ist zuviel verlangt. Aber wozu BSD oder linux gibt's günstig und ist besser, meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Bei apple heisst das glaub ich Mac OS oder so... damit mag sich rumplagen wer Grafiken mag... Dani, ich persönlich habe mir etwas mehr versprochen von einem Telefon was "so teuer" ist und bin sehr enttäuscht von dem Spiel was Apple treibt. Auch empfehle ich die finger von dem neuen Ding, den Namen hab ich mir schon gar nicht gemerkt.... 500 € für'n netbook? Solche Spitzbuben kannst nur strafen, wenn du sie wirtschaftlich nicht unterstützt, solange Daimler noch Autos verkaufen kann wird kein wirklich gutes mehr entwickelt...
lg
karl
 
TheFreak
15.11.2010 16:48
thepower: Behindert dich am iPhone 4 etwa die kleinen Empfangsprobleme? Wenn ja, machst du wirklich was falsch :wink:

Aber nun BTT!
 
BgF
06.12.2010 23:35
Selbst wenn es die US-Regierung schafft Wikileaks aus dem Internet zu verbannen, wird es halt in Wikileaks X2 oder so etwas unbenannt...
Wann verstehen die Politker endlich, dass man so etwas nicht mit Zensur verhindert. Selbst China mit ihrer "großen Firewall" haben immer wieder Lücken und deren Zensur ist ebenfalls alles andere als Perfekt.
Aber es ist lustig immer wieder anzusehen wie sie es versuchen :roll:
Der Haftbefehl wurde für Assange , in UK, ausgestellt.> Klick

Bin gespannt was daraus wird....
 
BgF
13.12.2010 21:09
Ein wieder schön zu lesender Beitrag!

Amazon war gestern ebenfalls down, doch anscheinend haben sie das selbst hinbekommen.
Die neue Vorgabe von Anon. könnte schon etwas bewirken, dass sie auch mehr machen als am Computer zu sitzen, sieht man schön am Project Chanology ;)
Was aber dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt , ist die Berichterstattung der großen Medieninstituten...Aber mal erlich, wer hat was anderes erwartet?
 
BgF
20.12.2010 22:01
Zitat:
metaphorisch gesprochen – der Schlüssel im Schloss drehte?


:lol:

Ja, diese Sache um Assange wird aber irgendwie schon wieder langweilig, jedenfalls wenn es nach den großen Medien geht.

Kondom extra zum platzen gebracht? Wie soll denn das gehen? Ich fang besser garnicht erst damit an, was das für ein Sinn ergeben sollte..
Zur 2. Frau, sie hat geschlafen, ist aufgewacht und hat gemerkt das er gerade[....] und sie hat sich nicht Beschwerd? Wo ist die Straftat?

Naja man muss kein IQ von 103 haben um zu merken, dass das nur ein Weg zur Auslieferung von Assange in die USA sein soll.

PS: Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst :wink: ?
 
nikasio14
20.12.2010 22:59
"BgF" hat folgendes geschrieben:
Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst ?


Nein, bist du nicht =) *Großer_Fan-Von-H4ckb3rt-Sei*

diese Sache mit Assange wird immer skurriler....
Hinaus! -mit der Pressefreiheit- Hinaus! China wir kommen! :twisted:

Das Steamlock-Knock-Knock-Schloss ist aber echt mal der Hammer =) so was fehlt mir noch! ;-) 8)
 
TheFreak
22.12.2010 20:14
Also wenn Assange wirklich diese Straftat begangen hat, dann wäre er bestimmt schon längst in den USA, nur ich denke die Behörden von England trauen der Geschichte auch nicht so ganz, oder wissen schon längst, das das nur ein Vorwand ist...
 
geilo
22.12.2010 21:56
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt
 
TheFreak
22.12.2010 23:43
geilo hat folgendes geschrieben:
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt


Schon klar, die Wahrheit schadet der USA immens :roll:
 
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