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Montag, 27. Dezember 2010 Seite 4/25
KW 49: Die Hackordnung
H4ckb3rts Blog (Quelle: PCFreunde.de)
Auch und gerade als Hacker steht man im Visier anderer Hacker. Ich durfte das kürzlich am eigenen Leibe erfahren, weil ein von mir betreuter Webserver von einem zu Späßen aufgelegten Kollegen in die Knie gezwungen wurde. Dass ich mit der Aktualisierung der Serversoftware nicht ganz so flott war, wie ich hätte sein sollen, hat vielleicht auch eine Rolle gespielt. Jedenfalls war mein Server für ein paar Stunden down. Und ja, es war persönlich gemeint. Ich habe einen entsprechenden Eintrag in den Logs gefunden. (Sehr witzig, Zero!)

Das hat mir zu denken gegeben: Wenn Hacker Hacker hacken, gibt es dann sowas wie die ultimative Hackordnung? Gibt es den besten Hacker auf dem Planeten? Und den zweit-, dritt und viertbesten? Eine Art Weltrangliste der Hacker? Und wo würde ich auf ihr stehen?

0tt0 hat durch meine Träumereien sofort einen dicken Strich gemacht. Er sagte: "Hackordnung ist ein Widerspruch in sich. Hacken ist nie ordentlich. Die meisten Hacker sind nicht ordentlich. Und das ganze Umfeld ändert sich so schnell, dass an eine dauerhafte Ordnung gar nicht zu denken ist. Eine Hackordnung gibt's nur im Hühnerstall!"
WikiLeaks: Wie Zensur heute funktionieren soll
WikiLeaks (Quelle: Wikimedia Commons)
Die Enthüllungen, die in den letzten Monaten über WikiLeaks an die Öffentlichkeit geraten sind, dürften kaum jemandem entgangen sein. Auch die allseitige – teilweise überzogene – Aufregung ließ sich nicht gut ignorieren. Nach der Veröffentlichung des Hubschrauber-Videos, in dem zu beobachten war, wie US-Soldaten Zivilisten und Journalisten niederschießen, folgte nun die Offenlegung unzähliger Diplomatendepeschen. Jetzt weiß die Welt also, dass Gaddafi sich das Gesicht mit Botox glattspritzen lässt und Silvio Berlusconi ein Schwächling ist. Der Nachrichtenwert dieser und der meisten anderen Diplomatendepeschen hält sich in Grenzen, in ihrer Gesamtheit lehren sie uns aber doch etwas: Die US-Botschafter in aller Welt scheinen ziemliche Klatschbasen zu sein.

Wie schon das Hubschraubervideo dürfte auch "cablegate" bei vielen Nachrichtenkonsumenten aber vor allem eins auslösen: Ein Gefühl der Bestätigung. WikiLeaks beweist doch eigentlich nur, was man als leicht desillusionierter Erstweltbürger sowieso zu wissen glaubt – die Welt, in der wir leben, ist alles andere als ideal. Soldaten sind keine mitleidsgequälten Anstandsbolzen, denen jeder Schuss in der Seele schmerzt. Das Kriegshandwerk ist für sie zuallererst mal ein Handwerk. Auch Diplomaten sind keine verbalen Leisetreter, die jedes Wort in Watte packen. Gelegentlich können sie durchaus Klartext sprechen. Und nichts von all dem ist eigentlich eine Sensation.

Julian Assange 2009 in Berlin (Quelle: Wikimedia Commons)
Trotzdem sehen sich die Webseite WikiLeaks und ihr geistiger Vater Julian Assange in letzter Zeit einer Nachstellung ausgesetzt, die inquisitorische Züge anzunehmen scheint. Von den diversen Anschuldigungen, es handele sich bei den Veröffentlichungen um kriminelle Akte, muss man gar nicht anfangen. Das äußerst fragwürdige und obskure Sex-Verfahren, das gegen Assange in Schweden läuft, hingegen ist einen genaueren Blick wert: Es gibt bis dato nicht einmal eine Anklage, aber trotzdem steht gegen Assange ein internationaler Haftbefehl aus. Vorgeworfen wird ihm Vergewaltigung, obwohl beide "Opfer" schon bestätigt haben, dass es sich um einvernehmlichen Sex ohne jede Form von Gewaltanwendung gehandelt hat. Auf welcher Basis Assange jetzt noch verhaftet werden soll, ist völlig offen.

Die Webseite WikiLeaks steht ebenfalls unter schwerem Beschuss. Kurz nach der Veröffentlichung der Diplomatenpost kündigte der DNS-Dienstleister EveryDNS die Zusammenarbeit mit WikiLeaks auf und kappte somit die Verbindung zwischen dem Domainnamen "wikileaks.org" und der zugrundeliegenden IP-Adresse. Grund für die Trennung waren angebliche DDoS-Angriffe auf WikiLeaks, die andere Kunden von EveryDNS in Mitleidenschaft gezogen haben sollen. Kurz darauf wies Amazon WikiLeaks die Tür, sodass die vorher auf EC2-Servern gelagerte Seite sich eine neue Hosting-Heimat suchen musste. Und schließlich sperrte PayPal das Konto von WikiLeaks, sodass Spenden jetzt nur noch per herkömmlicher Banküberweisung möglich sind.

Ohne Verschwörungstheoretikern allzu viel Futter geben zu wollen: Es fällt doch auf, dass es sich bei allen drei WikiLeaks-Boykotteuren um US-amerikanische Unternehmen handelt. Und es waren vor allem die USA, die durch bisherige Enthüllungen in schlechtes Licht gerückt wurden. Dementsprechend lautstark fordern viele amerikanische Politiker, WikiLeaks mundtot zu machen. Einen Zusammenhang zwischen diesen Forderungen und den aktuellen Vorgängen rund um Julian Assange und seine Seite nicht herzustellen, erfordert viel Phantasie und Idealismus. Viel mehr, als einfach den Eindruck zu formulieren, der sich ohnehin aufdrängt: WikiLeaks soll zensiert werden.

Natürlich wird das nicht funktionieren. Die Seite ist schon längst wieder erreichbar, wenn auch unter "wikileaks.ch", und die Piratenparteien in ganz Europa haben sich zusammengetan, um sie zu hosten. WikiLeaks ist sicher. Folgendes ist doch aber eine pikante Ironie: Wir alle glauben zu wissen, was hinter den Kulissen vorgeht und in der Vergangenheit hat just WikiLeaks diesen Glauben immer wieder bestätigt. Seien wir also gespannt auf die nächsten Enthüllungen...
Promi-Hack: Einbruch in Rechner von Ke$ha, Lady Gaga und Justin Timberlake
Lady Gaga. Oder nicht? (Quelle: flickr/Lori Tingey)
Zwei deutsche Nachwuchshacker sind in mehrere PCs verschiedener Popstars eingedrungen und haben neue, noch unveröffentlichte Songs heruntergeladen. Zu den Opfern gehören Lady Gaga, Justin Timberlake und Kelly Clarkson. Als Täter werden ein 17-jähriger Jugendlicher aus Duisburg und ein 23-jähriger Mann aus Wesel genannt. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt, lässt die beiden Beschuldigten jedoch auf freiem Fuß.

Die beiden Hacker sollen Rechner im Umfeld der Popstars mit Trojanern infiziert haben und so an die brandneuen Tracks herangekommen sein. Anschließend haben sie die Songs in entsprechenden Foren zum Kauf angeboten. Tatsächlich sollen sie durch ihre Aktivitäten solchen Druck auf die Künstler und deren Manager ausgeübt haben, dass Albumveröffentlichungen vorgezogen und Tourneen früher veranstaltet wurden. Geschnappt wurden die Musikdiebe nicht zuletzt durch Hinweise eines Kelly-Clarkson-Fanclubs.

Ke$ha. Oder nicht? (Quelle: PCFreunde.de)
Besonders fette Beute haben die beiden Pop-Piraten im Falle der Rapperin Ke$ha gemacht. Von deren Rechner haben sie tatsächlich ein Sexfoto herunterladen können. Ob es sich bei der dort abgebildeten, leicht verschmierten Dame allerdings tatsächlich um Ke$ha handelt, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Trotzdem kann die kalifornische Musikerin ihrer noch jungen Karriere jetzt ein Sexskandälchen hinzufügen und das verdankt sie zwei deutschen Junghackern. Das ist doch auch etwas Schönes.
iPhone: Banking-Apps sind unsicher
Wen das noch überrascht, der hat in den letzten Jahren auf dem IT-Mond gelebt: Banking übers iPhone ist unsicher. Die c't hat die wichtigsten Banking-Apps unter die Lupe genommen und bei allen – erwartungsgemäß – schwerste Sicherheitsmängel festgestellt. Die Tester fanden unverschlüsselte Daten im Dateisystem, von iTunes im Klartext auf den PC übertragene TAN-Listen, für Man-in-the-Middle-Angriffe anfällige SSL-Banktransfers und mehr. Fazit: Wer übers iPhone Überweisungen vornimmt, der kann sein Geld auch gleich verschenken.
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Kommentare
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BgF
12.07.2010 22:42
Also, wieder mal ein super Artikel :wink:
Zum Thema Apple, lässt sich nur sagen..Apple+Software Entwicklung=Fail!
Leider hört man einfach nicht viel von diesen Problemen und dadurch der irrglaube entsteht, dass zum Beispiel Mac OS X ein so sicheres OS wäre :roll:
Ich finde es jedenfalls toll, das man auch noch kritische Stimmen zu diesem Konzern und seine Produkte hört.
Wobei ich die Produkte von Apple nicht mal schlecht finde, vorallem das Apple Ipod touch, ausser natürlich das sie vollkommen überteuert sind.
Aber alleine schon wegen ihrer unglaublischen arroganten, ja schon fast Sektenartige, Firmenpolitik gehört dieser Konzern einfach nur Boykottiert.....
 
ATI Gott
13.07.2010 17:40
Für mich zu viel Apple in diesem Artikel :evil:
Es gibt noch andere Dinge, über die man sich beschweren kann :mrgreen:
 
TK814
17.07.2010 17:42
Was ein Glück das die Hacker noch Stolz gehabt haben.
 
TheFreak
03.08.2010 14:30
Wer bracht schon GSM, Edge, UMTS oder Wimax, wenn man LTE hat :mrgreen:

:arrow: Long
:arrow: Term
:arrow: Evolution
 
-luke-
10.08.2010 00:38
Oh man ja. Heuschnupfen, der endlose Fluss. So gehts mir auch, von Anfang August bis Ende September ständig ne verstopfte Nase. Da helfen auch keine AntiHistaminika. Also h4ckb3rt, du leidest nicht allein! Durchhalten lautet die Devise.
 
-h0m3r-
24.08.2010 12:00
Zitat:
Egal, Kernel-Update ist angesagt!


apt-get upgrade
und
pacman -Syu

Erledigt! :mrgreen:
 
tho.moore
24.08.2010 12:16
*klugschei*ermodus an*: :mrgreen:

Zitat:
apt-get upgrade

Da fehlt ein apt-get update, sonst hat der Befehl wenig Sinn.

*klugschei*ermodus aus* :mrgreen:
 
-h0m3r-
24.08.2010 16:46
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
TheFreak
01.09.2010 15:38
-h0m3r- hat folgendes geschrieben:
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Fast wie Homer, nur das der es gar nicht erst bemerkt hätte :mrgreen:
 
thepower
14.11.2010 12:51
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:
 
TheFreak
14.11.2010 22:26
thepower hat folgendes geschrieben:
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:


Wenn Microsoft schon nicht ein Betriebssystem auf einem PC einigermaßen zum Laufen bringt, wie sollten die dann bei einem Handy hinbekommen? Mal ernsthaft, Benutzeroberfläche: Scheiße und Apos fehlen (App Store).
Da hat sich Apple echt was geiles gebastelt. Andere entwickeln für ihr Produkt Programme und Apple bekommt auch noch was ab.

Also deswegen über Apple herzuziehen kann ich nicht nachvollziehen. Die Benutzeroberfläche ist echt geil (alles andre eingeschlossen ;) )

Gruß Dani
 
thepower
15.11.2010 11:01
Nur weil etwas Geld bringt ist es nicht gut! Microsoft OS? Das ist zuviel verlangt. Aber wozu BSD oder linux gibt's günstig und ist besser, meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Bei apple heisst das glaub ich Mac OS oder so... damit mag sich rumplagen wer Grafiken mag... Dani, ich persönlich habe mir etwas mehr versprochen von einem Telefon was "so teuer" ist und bin sehr enttäuscht von dem Spiel was Apple treibt. Auch empfehle ich die finger von dem neuen Ding, den Namen hab ich mir schon gar nicht gemerkt.... 500 € für'n netbook? Solche Spitzbuben kannst nur strafen, wenn du sie wirtschaftlich nicht unterstützt, solange Daimler noch Autos verkaufen kann wird kein wirklich gutes mehr entwickelt...
lg
karl
 
TheFreak
15.11.2010 16:48
thepower: Behindert dich am iPhone 4 etwa die kleinen Empfangsprobleme? Wenn ja, machst du wirklich was falsch :wink:

Aber nun BTT!
 
BgF
06.12.2010 23:35
Selbst wenn es die US-Regierung schafft Wikileaks aus dem Internet zu verbannen, wird es halt in Wikileaks X2 oder so etwas unbenannt...
Wann verstehen die Politker endlich, dass man so etwas nicht mit Zensur verhindert. Selbst China mit ihrer "großen Firewall" haben immer wieder Lücken und deren Zensur ist ebenfalls alles andere als Perfekt.
Aber es ist lustig immer wieder anzusehen wie sie es versuchen :roll:
Der Haftbefehl wurde für Assange , in UK, ausgestellt.> Klick

Bin gespannt was daraus wird....
 
BgF
13.12.2010 21:09
Ein wieder schön zu lesender Beitrag!

Amazon war gestern ebenfalls down, doch anscheinend haben sie das selbst hinbekommen.
Die neue Vorgabe von Anon. könnte schon etwas bewirken, dass sie auch mehr machen als am Computer zu sitzen, sieht man schön am Project Chanology ;)
Was aber dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt , ist die Berichterstattung der großen Medieninstituten...Aber mal erlich, wer hat was anderes erwartet?
 
BgF
20.12.2010 22:01
Zitat:
metaphorisch gesprochen – der Schlüssel im Schloss drehte?


:lol:

Ja, diese Sache um Assange wird aber irgendwie schon wieder langweilig, jedenfalls wenn es nach den großen Medien geht.

Kondom extra zum platzen gebracht? Wie soll denn das gehen? Ich fang besser garnicht erst damit an, was das für ein Sinn ergeben sollte..
Zur 2. Frau, sie hat geschlafen, ist aufgewacht und hat gemerkt das er gerade[....] und sie hat sich nicht Beschwerd? Wo ist die Straftat?

Naja man muss kein IQ von 103 haben um zu merken, dass das nur ein Weg zur Auslieferung von Assange in die USA sein soll.

PS: Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst :wink: ?
 
nikasio14
20.12.2010 22:59
"BgF" hat folgendes geschrieben:
Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst ?


Nein, bist du nicht =) *Großer_Fan-Von-H4ckb3rt-Sei*

diese Sache mit Assange wird immer skurriler....
Hinaus! -mit der Pressefreiheit- Hinaus! China wir kommen! :twisted:

Das Steamlock-Knock-Knock-Schloss ist aber echt mal der Hammer =) so was fehlt mir noch! ;-) 8)
 
TheFreak
22.12.2010 20:14
Also wenn Assange wirklich diese Straftat begangen hat, dann wäre er bestimmt schon längst in den USA, nur ich denke die Behörden von England trauen der Geschichte auch nicht so ganz, oder wissen schon längst, das das nur ein Vorwand ist...
 
geilo
22.12.2010 21:56
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt
 
TheFreak
22.12.2010 23:43
geilo hat folgendes geschrieben:
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt


Schon klar, die Wahrheit schadet der USA immens :roll:
 
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