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Montag, 27. Dezember 2010 Seite 3/25
KW 50: Fehlermeldungen
H4ckb3rts Blog (Quelle: PCFreunde.de)
Nachdem in dieser Woche sowieso ein Relaunch eines der von mir betreuten Server notwendig geworden war, habe ich mir in diesem Zuge dessen Festplatten mal näher angesehen. Beim Auslesen der S.M.A.R.T.-Daten – die im Übrigen nicht besonders smart sind, weil jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht – fielen mir fast die Augen raus. Alle vier Platten zeigten exorbitant hohe Werte in den Bereichen "RAW READ ERROR RATE" und "SEEK ERROR RATE" an. Das musste doch Unheil bedeuten!

Doch nein, Entwarnung! Wie sich inzwischen herausgestellt hat, weiß – abgesehen vom Festplattenhersteller – niemand so genau, was diese Fehlerraten bedeuten. Jedenfalls kein Unheil. Vielleicht sind es nicht mal Fehlerraten. Das ist, wie gesagt, ein Geheimnis des Herstellers. Mir fiel erst ein Stein vom Herzen und dann ein Satz ein, den mein Informatiklehrer in der Schule gern gesagt hat: "Kommt eine Fehlermeldung, gilt: Lesen! Einordnen! Interpretieren! Kannst du eins davon nicht, brauchst du Hilfe."
WikiLeaks: Assange in Arrest, Anonymous in Aufruhr
Julian Assange 2009 in Berlin (Quelle: Wikimedia Commons)
Julian Assanges Geschichte wird Tag für Tag mehr zur Thriller-Vorlage: Zuerst war da seine Aufopferung für eine gute Sache, es folgte anrüchiger Sex und danach eine nebulöse Flucht, beendet erst durch die kürzliche Festnahme. Jetzt erschüttert der vielstimmige Entrüstungsschrei der Assange-Sympathisanten das Weltnetz und nicht nur dieses.

Seit sich Julian Assange in London der Polizei gestellt hat – ein Faktum, das in vielen Nachrichtenpublikationen bestenfalls am Rande erwähnt wird – und in Untersuchungshaft sitzt, hat die Story des WikiLeaks-Vaters und seiner Seite alle Diplomatendepeschen und Hubschraubervideos an Relevanz endgültig überholt. Inzwischen, so scheint es, geht es um nichts Geringeres als die Informationsfreiheit selbst. Ja, die Informationsfreiheit, hier nur von Pressefreiheit zu sprechen, griffe zu kurz. Denn die Quellenzugriff-für-alle-Philosophie von WikiLeaks stellt sogar die etablierte Deutungshoheit der Journalisten in Frage. Vielleicht ist das ja ein Grund für die insgesamt eher zwiespältige Berichterstattung rund um WikiLeaks.

Wie dem auch sei, jedenfalls war die Verhaftung des Internet-Idols Julian Assange der Auslöser dafür, dass das Internet zurückgeschlagen hat: In Gestalt des schon mit dem Wort "Gruppierung" übercharakterisierten Netzphänomens Anonymous kam die Rache. PayPal, Visa und Mastercard – alle drei hatten WikiLeaks den Geldhahn abgedreht – sahen sich massiven DDoS-Angriffen ausgesetzt, die die Webpräsenzen der Unternehmen vorübergehend aus dem Netz gedrückt haben. Auch Amazon wurde attackiert, konnte dem Beschuss aber dank eigener Schwergewichtigkeit standhalten. Die Schweizer Bank PostFinance hingegen, die ein persönliches Konto von Julian Assange gesperrt hatte, erlitt dasselbe Schicksal wie PayPal, Visa und Mastercard.

Feuer frei! - Das DDoS-Tool der Anonymous-Armee (Quelle: PCFreunde.de)
Die Vorgehensweise bei diesen DDoS-Angriffen ist dabei durchaus einer Erwähnung wert. Üblicherweise werden solche Überlastungsattacken über Botnetze geführt, deren zahllose Zombierechner immer wieder Sinnlosanfragen an den anvisierten Server stellen, der dadurch in die Knie gehen soll. Die Besitzer der Zombierechner wissen von den Aktivitäten ihrer Rechenknechte üblicherweise nichts. Die Anonymous-Attacke lief anders ab: Zumindest ein Teil der Angreifer stellte die eigene Spam-Kraft freiwillig zu Verfügung. Mittels eines Tools namens LOIC – treffend benannt nach einer Orbital-Ionenkanone – gliederten Assange-Sympathisanten ihre PCs absichtlich ins Zombieheer ein und ließen sie Attacken auf die Webseiten der WikiLeaks-Gegner fahren.

Diese Solidaritätsbekundungen hat allerdings insbesondere die niederländische Polizei nicht unter Ulk verbucht. Dort wurden inzwischen mehrere Jugendliche verhaftet, weil sie an den DDoS-Angriffen teilgenommen hatten. Vielleicht auch deshalb schwenkt Anonymous inzwischen auf legale Protestmethoden um: Erstens soll ganz altmodisch auf der Straße demonstriert werden und zweitens wurde Operation Leakspin ins Leben gerufen. Im Rahmen von Operation Leakspin sollen die US-Diplomatendepeschen, die die jüngste Aufregung um WikiLeaks geschürt haben, nach weiteren Großenthüllungen durchforscht werden. Anschließend sollen alle brisanten Inhalte übers Netz verteilt gehostet, aufbereitet und kommentiert werden.

Leider steht damit zu befürchten, dass die Schwungkraft und die mediale Wirkung des Protestes stark nachlassen werden. Denn Assange-Anhänger müssten jetzt ein Engagement an den Tag legen, das über ein paar Mausklicks hinausgeht. Entweder hätten sie hunderttausende Textseiten nach Interessantem zu durchsuchen oder sie müssten auf die Straße gehen. Beides dürfte weit jenseits der Bereitschaftsschwelle der meisten Unterstützer liegen. Wobei ich mich liebend gern vom Gegenteil überzeugen lassen würde...
Mininova: Ruhe in Frieden
Mininova: Ruhe in Frieden (Quelle: PCFreunde.de)
Es ist amtlich: Mininova, einst ein Titan der FileSharing-Kultur, ist endgültig der Klagewut der Urheberrechtsverwerter zum Opfer gefallen. Nach einem entsprechenden Verbotsurteil eines niederländischen Gerichtes hatte die Seite alle möglicherweise illegalen Torrents offline genommen und sich damit der digitalen Bedeutungslosigkeit anheim gestellt. Inzwischen sind auch alle Nachverhandlungen abgewickelt und zwischen BREIN, einem niederländischen Pro-Urheberrechtsverband, und der Mininova wurde ein Vergleich geschlossen. Gegen Zahlung einer nicht genannten Summe stellt BREIN alle weiteren Klagen ein. Die Betreiber von Mininova haben ihre Berufung zurückgezogen, sodass das bestehende Urteil endgültig sein wird.

In Zukunft werden auf mininova.org also nur noch legale Torrents von registrierten Nutzern angeboten. Dass es zu diesem Zwecke allerdings einer weiteren Seite nicht bedarf, macht spätestens eine Google-Suche mehr als deutlich. Reminiszente "Das-waren-noch-Zeiten"-Besuche auf mininova infolge dieser Meldung dürften den alltäglichen Traffic dort bei Weitem übertreffen. Another one bites the dust.
Kinect: Luftgitarre und Dronenkontrolle
Luftgitarre mit Kinect (Quelle: vimeo/Chris O'Shea)
Kaum eine Verrichtung des Menschen hat ein so großes Potential zu epischer Peinlichkeit wie das Luftgitarrespielen. Nur wenigen Auserwählten ist es vergönnt, die imaginäre Klampfe in einer Weise zu bearbeiten, die bei Umstehenden nicht sofort Mitleid, Amüsement oder Aggressionen auslöst. In Zukunft jedoch können auch unbegabte Luftgitarreros in elektronisch gestütztem Glanz erstrahlen: Schon bald wird man an der kinect-verstärkten Xbox Luftgitarre spielen können! Guitar Hero ohne Gitarre! Nebenstehendes Video gibt einen Ausblick.

Drone mit Kinect-Sensor (Quelle: Youtube/pbouf77)
Und noch eine Weiterentwicklung hatten die Microsoft-Ingenieure wahrscheinlich nicht im 3D-Blick, als sie das Hampel-Modul entwickelt haben: Kinect als Sensor für unbemannte Flugzeuge. Doch genau das wird gerade Realität. Es gibt einen ersten Quadkopter, der mithilfe eines Kinect-Aufbaus Daten über seine Umwelt sammelt, auswertet und entsprechend fliegt. Das Ergebnis ist – Vater Überwachungsstaat und der voyeuristische Nachbar lassen grüßen – ein kleines bisschen gruselig, aber auch sehr cool.
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Kommentare
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BgF
12.07.2010 22:42
Also, wieder mal ein super Artikel :wink:
Zum Thema Apple, lässt sich nur sagen..Apple+Software Entwicklung=Fail!
Leider hört man einfach nicht viel von diesen Problemen und dadurch der irrglaube entsteht, dass zum Beispiel Mac OS X ein so sicheres OS wäre :roll:
Ich finde es jedenfalls toll, das man auch noch kritische Stimmen zu diesem Konzern und seine Produkte hört.
Wobei ich die Produkte von Apple nicht mal schlecht finde, vorallem das Apple Ipod touch, ausser natürlich das sie vollkommen überteuert sind.
Aber alleine schon wegen ihrer unglaublischen arroganten, ja schon fast Sektenartige, Firmenpolitik gehört dieser Konzern einfach nur Boykottiert.....
 
ATI Gott
13.07.2010 17:40
Für mich zu viel Apple in diesem Artikel :evil:
Es gibt noch andere Dinge, über die man sich beschweren kann :mrgreen:
 
TK814
17.07.2010 17:42
Was ein Glück das die Hacker noch Stolz gehabt haben.
 
TheFreak
03.08.2010 14:30
Wer bracht schon GSM, Edge, UMTS oder Wimax, wenn man LTE hat :mrgreen:

:arrow: Long
:arrow: Term
:arrow: Evolution
 
-luke-
10.08.2010 00:38
Oh man ja. Heuschnupfen, der endlose Fluss. So gehts mir auch, von Anfang August bis Ende September ständig ne verstopfte Nase. Da helfen auch keine AntiHistaminika. Also h4ckb3rt, du leidest nicht allein! Durchhalten lautet die Devise.
 
-h0m3r-
24.08.2010 12:00
Zitat:
Egal, Kernel-Update ist angesagt!


apt-get upgrade
und
pacman -Syu

Erledigt! :mrgreen:
 
tho.moore
24.08.2010 12:16
*klugschei*ermodus an*: :mrgreen:

Zitat:
apt-get upgrade

Da fehlt ein apt-get update, sonst hat der Befehl wenig Sinn.

*klugschei*ermodus aus* :mrgreen:
 
-h0m3r-
24.08.2010 16:46
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
TheFreak
01.09.2010 15:38
-h0m3r- hat folgendes geschrieben:
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Fast wie Homer, nur das der es gar nicht erst bemerkt hätte :mrgreen:
 
thepower
14.11.2010 12:51
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:
 
TheFreak
14.11.2010 22:26
thepower hat folgendes geschrieben:
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:


Wenn Microsoft schon nicht ein Betriebssystem auf einem PC einigermaßen zum Laufen bringt, wie sollten die dann bei einem Handy hinbekommen? Mal ernsthaft, Benutzeroberfläche: Scheiße und Apos fehlen (App Store).
Da hat sich Apple echt was geiles gebastelt. Andere entwickeln für ihr Produkt Programme und Apple bekommt auch noch was ab.

Also deswegen über Apple herzuziehen kann ich nicht nachvollziehen. Die Benutzeroberfläche ist echt geil (alles andre eingeschlossen ;) )

Gruß Dani
 
thepower
15.11.2010 11:01
Nur weil etwas Geld bringt ist es nicht gut! Microsoft OS? Das ist zuviel verlangt. Aber wozu BSD oder linux gibt's günstig und ist besser, meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Bei apple heisst das glaub ich Mac OS oder so... damit mag sich rumplagen wer Grafiken mag... Dani, ich persönlich habe mir etwas mehr versprochen von einem Telefon was "so teuer" ist und bin sehr enttäuscht von dem Spiel was Apple treibt. Auch empfehle ich die finger von dem neuen Ding, den Namen hab ich mir schon gar nicht gemerkt.... 500 € für'n netbook? Solche Spitzbuben kannst nur strafen, wenn du sie wirtschaftlich nicht unterstützt, solange Daimler noch Autos verkaufen kann wird kein wirklich gutes mehr entwickelt...
lg
karl
 
TheFreak
15.11.2010 16:48
thepower: Behindert dich am iPhone 4 etwa die kleinen Empfangsprobleme? Wenn ja, machst du wirklich was falsch :wink:

Aber nun BTT!
 
BgF
06.12.2010 23:35
Selbst wenn es die US-Regierung schafft Wikileaks aus dem Internet zu verbannen, wird es halt in Wikileaks X2 oder so etwas unbenannt...
Wann verstehen die Politker endlich, dass man so etwas nicht mit Zensur verhindert. Selbst China mit ihrer "großen Firewall" haben immer wieder Lücken und deren Zensur ist ebenfalls alles andere als Perfekt.
Aber es ist lustig immer wieder anzusehen wie sie es versuchen :roll:
Der Haftbefehl wurde für Assange , in UK, ausgestellt.> Klick

Bin gespannt was daraus wird....
 
BgF
13.12.2010 21:09
Ein wieder schön zu lesender Beitrag!

Amazon war gestern ebenfalls down, doch anscheinend haben sie das selbst hinbekommen.
Die neue Vorgabe von Anon. könnte schon etwas bewirken, dass sie auch mehr machen als am Computer zu sitzen, sieht man schön am Project Chanology ;)
Was aber dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt , ist die Berichterstattung der großen Medieninstituten...Aber mal erlich, wer hat was anderes erwartet?
 
BgF
20.12.2010 22:01
Zitat:
metaphorisch gesprochen – der Schlüssel im Schloss drehte?


:lol:

Ja, diese Sache um Assange wird aber irgendwie schon wieder langweilig, jedenfalls wenn es nach den großen Medien geht.

Kondom extra zum platzen gebracht? Wie soll denn das gehen? Ich fang besser garnicht erst damit an, was das für ein Sinn ergeben sollte..
Zur 2. Frau, sie hat geschlafen, ist aufgewacht und hat gemerkt das er gerade[....] und sie hat sich nicht Beschwerd? Wo ist die Straftat?

Naja man muss kein IQ von 103 haben um zu merken, dass das nur ein Weg zur Auslieferung von Assange in die USA sein soll.

PS: Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst :wink: ?
 
nikasio14
20.12.2010 22:59
"BgF" hat folgendes geschrieben:
Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst ?


Nein, bist du nicht =) *Großer_Fan-Von-H4ckb3rt-Sei*

diese Sache mit Assange wird immer skurriler....
Hinaus! -mit der Pressefreiheit- Hinaus! China wir kommen! :twisted:

Das Steamlock-Knock-Knock-Schloss ist aber echt mal der Hammer =) so was fehlt mir noch! ;-) 8)
 
TheFreak
22.12.2010 20:14
Also wenn Assange wirklich diese Straftat begangen hat, dann wäre er bestimmt schon längst in den USA, nur ich denke die Behörden von England trauen der Geschichte auch nicht so ganz, oder wissen schon längst, das das nur ein Vorwand ist...
 
geilo
22.12.2010 21:56
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt
 
TheFreak
22.12.2010 23:43
geilo hat folgendes geschrieben:
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt


Schon klar, die Wahrheit schadet der USA immens :roll:
 
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