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Montag, 27. Dezember 2010 Seite 2/25
KW 51: Fach-Chinesisch
H4ckb3rts Blog (Quelle: PCFreunde.de)
Mein Broterwerbsjob als Admin hat mich in der zurückliegenden Woche sehr in Beschlag genommen und prompt habe ich wieder das User-Problem: Ich verzweifle an unfassbarer, betonkopfiger Inkompetenz. Meine persönliche Nemesis ist ein Mitarbeiter, der sich nicht einmal zwei verschiedene Login/Passwort-Kombinationen merken kann. Er ruft immer wieder verzweifelt an, weil er irgendwas verwechselt oder vergessen hat und sich darum nicht einloggen kann.

Als ich 0tt0 mein Leid klagte, setzte der einen – wie ich inzwischen zugebe – viel konstruktiveren Gedanken dagegen: Es ist furchtbar leicht für einen IT-Bescheidwisser, die "Dummheit" des Normalusers zu beklagen. Meist folgt auf solches Gejammer unweigerlich die Behauptung, man könne User nicht ändern. Doch das ist falsch. Man kann User ändern, man kann ihnen etwas beibringen, man muss es nur so tun, dass sie es verstehen. 0tt0s fast konfuzianische Frage lautete: "Wenn ich dir eine Bedienungsanleitung auf Chinesisch vorlese und du nichts verstehst, wer von uns beiden ist dann der Idiot?"
Dreckschleuder: Britische Zeitung erzählt Sex-Geschichten über Julian Assange
The Guardian (Quelle: The Guardian)
Die britische Zeitung "The Guardian" hat den Spieß der Peinlichkeiten umgedreht und zahlreiche, bildhafte Einzelheiten zu den Sex-Vorwürfen gegen WikiLeaks-Vater Julian Assange veröffentlicht. Damit ist es endlich soweit: Jeder Anstand darf in der Auseinandersetzung rund um Julian Assange nunmehr vergessen werden. Der "Guardian" schildert die Abläufe, aus denen die Vorwürfe gegen Assange konstruiert werden, in solcher Detailliertheit, dass man als Leser glauben könnte, dabei gewesen zu sein. Etwas zartbesaitetere Gemüter könnten sich nach der Lektüre regelrecht beschmutzt fühlen.

So ist unter anderem die Rede davon, dass Assange bei einer der zwei Beschwerde führenden Damen "irgendetwas" mit dem verwendeten Kondom gemacht habe, sodass es während des – wohlgemerkt einvernehmlichen – Geschlechtsverkehrs platzte. Die andere Beschwerdeführerin gibt an, Assange hätte mir ihr Sex gehabt, während sie schlief. Sie erwachte von seinen Avancen und stellte fest, dass er kein Kondom benutzte, ließ ihn jedoch gewähren.

Die im "Guardian" geschilderten Einzelheiten reichen noch um einiges weiter, sogar ein Exfreund einer der Assange-Gespielinnen wird mit Aussagen zu deren sexuellen Gewohnheiten zitiert. Allein, was von all dem einem gerichtlichen oder öffentlichen Erkenntnisgewinn dienen soll, bleibt im Dunkeln. Jedes noch nicht völlig sexverklebte Gehirn könnte obendrein überlegen, wo die strafrechtliche Relevanz des Ganzen liegen soll. In beiden Fällen haben die Damen sich dem Sex nicht entzogen, geschweige denn aktive Gegenwehr in Wort oder Tat geleistet. In dem Bewusstsein, dass die chauvinistische "Sie-hat-es-doch-nicht-anders-gewollt"-Tretmine nicht weit weg liegt, muss die Frage erlaubt sein, ob Assange hätte wissen können, dass das, was tat, von der jeweils Beteiligten nicht erwünscht oder zumindest toleriert war.

Julian Assange 2009 in Kopenhagen (Quelle: flickr/New Media Days)
Es sei des Weiteren gestattet, die Überzeugungskraft der Darstellung in Zweifel zu ziehen. Assange soll "irgendetwas" mit einem Kondom gemacht haben, damit es platzt? Mal im Ernst: Er hatte sowieso vor, es zu verwenden. Wozu hätte er es beschädigen sollen? Um mit einer ihm praktisch unbekannten Frau gegen deren Willen Kinder zu zeugen? Oder damit sie am nächsten Morgen die "Pille Danach" nimmt? Das klingt nicht sehr glaubwürdig. Im zweiten Fall soll Assange Sex mit einer schlafenden Frau gehabt haben, die allerdings kurz zuvor für das gemeinsame Frühstück eingekauft und sich danach nochmal zu ihm gelegt hatte. Von einem Drogenkoma oder dornröschenartigem Tiefschlaf wird also keine Rede sein können. Und diese Frau ist erst aufgewacht, als sich – metaphorisch gesprochen – der Schlüssel im Schloss drehte? Auch das ist nicht sehr überzeugend.

Die Glaubwürdigkeit wird noch weiter dadurch beschädigt, dass der britische "Guardian" seine Quelle nicht benennt. Warum und woher die Zeitung ihre Informationen hat, verschweigt sie. Damit illustriert sie zugleich einen zentralen Unterschied zwischen herkömmlichem Journalismus und WikiLeaks: Im Falle des "Guardians" muss der Nachrichtenkonsument den bearbeitenden Journalisten, ihren Motiven und ihren Interpretationen vertrauen. Er kann nicht hinter die Kulissen sehen. WikiLeaks hingegen besteht nur aus dem Blick hinter die Kulissen. Alle Motivationen liegen von vornherein offen und Interpretationen finden nicht statt.

Und noch ein weiterer Unterschied zwischen "Guardian" und WikiLeaks tritt zu Tage: Assange wäre zu so etwas wie einer Schmutzkampagne gar nicht in der Lage, denn er könnte nicht mit Unterstellungen und Implikationen arbeiten. Er hat nur die nüchternen, oft drögen Fakten. Umgekehrt jedoch wird das halbpornographische Vergewaltigungskopfkino, das der "Guardian" mit seinem Hörensagen-Protokoll bei zahllosen Medienkonsumenten rund um die Welt ausgelöst hat, nie wieder ganz verblassen. Die schmutzigen Bilder bleiben haften, selbst wenn Assange freigesprochen wird.

Die erwähnten Medienkonsumenten werden zu entscheiden haben, welche Art der Berichterstattung die der Zukunft sein wird.
Zurück zur Coolness: SteamPunk-Klopfzeichentüröffner
Der Klopfzeichentüröffner (Quelle: YouTube/Bfarn)
Nach so viel Schmutz und Unerfreulichkeiten halte ich es für dringend angezeigt, ein wenig Schönheit und Coolness dagegen zu setzen. SteamPunk-Schönheiten gab es hier schon in großer Zahl zu bewundern, Coolness beispielsweise in Gestalt des Klopfzeichenerkennungssystems. Dies beides hat der amerikanische Bastler und Grafikdesigner David Glicksman zu cooler Schönheit und schöner Coolness kombiniert – einem steampunkinspirierten Türöffner. Sesam öffne dich!
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Kommentare
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BgF
12.07.2010 22:42
Also, wieder mal ein super Artikel :wink:
Zum Thema Apple, lässt sich nur sagen..Apple+Software Entwicklung=Fail!
Leider hört man einfach nicht viel von diesen Problemen und dadurch der irrglaube entsteht, dass zum Beispiel Mac OS X ein so sicheres OS wäre :roll:
Ich finde es jedenfalls toll, das man auch noch kritische Stimmen zu diesem Konzern und seine Produkte hört.
Wobei ich die Produkte von Apple nicht mal schlecht finde, vorallem das Apple Ipod touch, ausser natürlich das sie vollkommen überteuert sind.
Aber alleine schon wegen ihrer unglaublischen arroganten, ja schon fast Sektenartige, Firmenpolitik gehört dieser Konzern einfach nur Boykottiert.....
 
ATI Gott
13.07.2010 17:40
Für mich zu viel Apple in diesem Artikel :evil:
Es gibt noch andere Dinge, über die man sich beschweren kann :mrgreen:
 
TK814
17.07.2010 17:42
Was ein Glück das die Hacker noch Stolz gehabt haben.
 
TheFreak
03.08.2010 14:30
Wer bracht schon GSM, Edge, UMTS oder Wimax, wenn man LTE hat :mrgreen:

:arrow: Long
:arrow: Term
:arrow: Evolution
 
-luke-
10.08.2010 00:38
Oh man ja. Heuschnupfen, der endlose Fluss. So gehts mir auch, von Anfang August bis Ende September ständig ne verstopfte Nase. Da helfen auch keine AntiHistaminika. Also h4ckb3rt, du leidest nicht allein! Durchhalten lautet die Devise.
 
-h0m3r-
24.08.2010 12:00
Zitat:
Egal, Kernel-Update ist angesagt!


apt-get upgrade
und
pacman -Syu

Erledigt! :mrgreen:
 
tho.moore
24.08.2010 12:16
*klugschei*ermodus an*: :mrgreen:

Zitat:
apt-get upgrade

Da fehlt ein apt-get update, sonst hat der Befehl wenig Sinn.

*klugschei*ermodus aus* :mrgreen:
 
-h0m3r-
24.08.2010 16:46
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
TheFreak
01.09.2010 15:38
-h0m3r- hat folgendes geschrieben:
Ja du hast recht. :wink:
Ich wusste, dass das kommt, war aber zu faul zum editieren. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:


Fast wie Homer, nur das der es gar nicht erst bemerkt hätte :mrgreen:
 
thepower
14.11.2010 12:51
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:
 
TheFreak
14.11.2010 22:26
thepower hat folgendes geschrieben:
Apple? Das ist doch die Firma, die bis vor kurzem schlechte Telefone über die Telekom verkauft hat? :idea: Jetzt hat auch Mr. Gates gemerkt, daß man mit schlechter Software im Telefonmarkt Schrott verkaufen kann... :mrgreen:


Wenn Microsoft schon nicht ein Betriebssystem auf einem PC einigermaßen zum Laufen bringt, wie sollten die dann bei einem Handy hinbekommen? Mal ernsthaft, Benutzeroberfläche: Scheiße und Apos fehlen (App Store).
Da hat sich Apple echt was geiles gebastelt. Andere entwickeln für ihr Produkt Programme und Apple bekommt auch noch was ab.

Also deswegen über Apple herzuziehen kann ich nicht nachvollziehen. Die Benutzeroberfläche ist echt geil (alles andre eingeschlossen ;) )

Gruß Dani
 
thepower
15.11.2010 11:01
Nur weil etwas Geld bringt ist es nicht gut! Microsoft OS? Das ist zuviel verlangt. Aber wozu BSD oder linux gibt's günstig und ist besser, meiner unmaßgeblichen Meinung nach. Bei apple heisst das glaub ich Mac OS oder so... damit mag sich rumplagen wer Grafiken mag... Dani, ich persönlich habe mir etwas mehr versprochen von einem Telefon was "so teuer" ist und bin sehr enttäuscht von dem Spiel was Apple treibt. Auch empfehle ich die finger von dem neuen Ding, den Namen hab ich mir schon gar nicht gemerkt.... 500 € für'n netbook? Solche Spitzbuben kannst nur strafen, wenn du sie wirtschaftlich nicht unterstützt, solange Daimler noch Autos verkaufen kann wird kein wirklich gutes mehr entwickelt...
lg
karl
 
TheFreak
15.11.2010 16:48
thepower: Behindert dich am iPhone 4 etwa die kleinen Empfangsprobleme? Wenn ja, machst du wirklich was falsch :wink:

Aber nun BTT!
 
BgF
06.12.2010 23:35
Selbst wenn es die US-Regierung schafft Wikileaks aus dem Internet zu verbannen, wird es halt in Wikileaks X2 oder so etwas unbenannt...
Wann verstehen die Politker endlich, dass man so etwas nicht mit Zensur verhindert. Selbst China mit ihrer "großen Firewall" haben immer wieder Lücken und deren Zensur ist ebenfalls alles andere als Perfekt.
Aber es ist lustig immer wieder anzusehen wie sie es versuchen :roll:
Der Haftbefehl wurde für Assange , in UK, ausgestellt.> Klick

Bin gespannt was daraus wird....
 
BgF
13.12.2010 21:09
Ein wieder schön zu lesender Beitrag!

Amazon war gestern ebenfalls down, doch anscheinend haben sie das selbst hinbekommen.
Die neue Vorgabe von Anon. könnte schon etwas bewirken, dass sie auch mehr machen als am Computer zu sitzen, sieht man schön am Project Chanology ;)
Was aber dem Fass die Krone ins Gesicht schlägt , ist die Berichterstattung der großen Medieninstituten...Aber mal erlich, wer hat was anderes erwartet?
 
BgF
20.12.2010 22:01
Zitat:
metaphorisch gesprochen – der Schlüssel im Schloss drehte?


:lol:

Ja, diese Sache um Assange wird aber irgendwie schon wieder langweilig, jedenfalls wenn es nach den großen Medien geht.

Kondom extra zum platzen gebracht? Wie soll denn das gehen? Ich fang besser garnicht erst damit an, was das für ein Sinn ergeben sollte..
Zur 2. Frau, sie hat geschlafen, ist aufgewacht und hat gemerkt das er gerade[....] und sie hat sich nicht Beschwerd? Wo ist die Straftat?

Naja man muss kein IQ von 103 haben um zu merken, dass das nur ein Weg zur Auslieferung von Assange in die USA sein soll.

PS: Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst :wink: ?
 
nikasio14
20.12.2010 22:59
"BgF" hat folgendes geschrieben:
Ich kann doch nicht der einzige sein, der diesen Blog Montag liesst ?


Nein, bist du nicht =) *Großer_Fan-Von-H4ckb3rt-Sei*

diese Sache mit Assange wird immer skurriler....
Hinaus! -mit der Pressefreiheit- Hinaus! China wir kommen! :twisted:

Das Steamlock-Knock-Knock-Schloss ist aber echt mal der Hammer =) so was fehlt mir noch! ;-) 8)
 
TheFreak
22.12.2010 20:14
Also wenn Assange wirklich diese Straftat begangen hat, dann wäre er bestimmt schon längst in den USA, nur ich denke die Behörden von England trauen der Geschichte auch nicht so ganz, oder wissen schon längst, das das nur ein Vorwand ist...
 
geilo
22.12.2010 21:56
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt
 
TheFreak
22.12.2010 23:43
geilo hat folgendes geschrieben:
Ach die suchen irgentwas damit sie den hinter Gittern stecken können
Assange hat nicht wirlich gutes über die USA gesagt


Schon klar, die Wahrheit schadet der USA immens :roll:
 
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