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Mittwoch, 7. April 2010 Seite 9/10
Fragen und Antworten rund um Image-Dateien
Kann ich eine Image-Datei, die ich erstellt habe, auf jedem Rechner verwenden?

Diese Frage kann, abhängig von der konkreten Situation, mit Ja oder Nein beantwortet werden. Ein Image einer Festplatte enthält exakt die Daten, die beim Erstellen auf dieser gespeichert waren, inklusive aller Betriebssystem-Einstellungen und Treiber. Da Windows, abhängig von der Hardware des Rechners, unterschiedliche Dateien benötigt, um fehlerfrei arbeiten oder gar booten zu können, funktioniert ein Image auf einem anderen Rechner möglicherweise nicht. Auch wenn sich, beispielsweise durch einen Hardwaredefekt, kritische Systemkomponenten ändern, ist ein Image meist nicht mehr lauffähig. Eine entscheidende Komponente ist beispielsweise das Mainboard des Rechners: Wird es durch ein anderes Modell ersetzt, stehen die Chancen schlecht, dass der Rechner von einem alten Image bootet. Eine Neuinstallation von Windows ist dann meist unumgänglich. Anders sieht es aus, wenn beispielsweise das Netzteil oder eine Festplatte des Rechners getauscht werden musste. Dann kann man davon ausgehen, dass das Image problemlos funktioniert. Ein anderer Hauptprozessor macht meist ebenso wenig Probleme wie mehr oder auch weniger Arbeitsspeicher. Manchmal können Erweiterungskarten wie Soundkarten, die nach dem Erstellen des Images nachgerüstet wurden, zu Schwierigkeiten führen. In der Regel genügt es jedoch, wenn nach dem Aufspielen des Images die Treiber neu installiert werden. Im Falle einer Imagedatei von einem Betriebssystem muss die Frage allerdings meist mit "Nein" beantwortet werden.

Erstellt man hingegen ein Image von einer Festplatte, auf der sich kein Betriebssystem, sondern nur Daten befinden, kann dieses bedenkenlos auch auf anderen Rechnern eingespielt werden. In einem solchen Fall kann die Frage mit "Ja" beantwortet werden.

Kann ich das Image meines Rechners bei einem Freund einspielen?

Handelt es sich um ein Image, das ein Windows-Betriebssystem enthält, muss die Frage generell mit "Nein" beantwortet werden. Da ein anderer Rechner meist eine andere Hardware verwendet, stehen die Chancen, dass ein Image auf einem anderen Rechner funktioniert, eher schlecht. Und selbst wenn man zwei baugleiche Rechner besitzt, können sich durch Windows selbst aufgrund der meist notwendigen Aktivierung Probleme ergeben. Der eingegebene Produktschlüssel wird beim Erstellen eines Images ebenfalls kopiert und wäre somit unerlaubterweise doppelt im Einsatz.

Muss ich Windows neu aktivieren, nachdem ich ein Image wieder geladen habe?

War Windows zu der Zeit, als das Image erstellt wurde, bereits aktiviert, muss das Betriebssystem normalerweise nicht neu aktiviert werden. Wenn jedoch aufgrund von Hardwareänderungen eine erneute Aktivierung verlangt wird, muss Windows doch noch einmal aktiviert werden.

Ist es sinnvoll ein Image meiner Festplatte zu erstellen, obwohl mein Windows bereits seit längerer Zeit darauf läuft?

Diese Frage ist schwer zu beantworten. Je länger Windows im Einsatz ist, desto mehr Ballast sammelt sich im Betriebssystem an. Da man beim Erstellen einer Image-Datei diesen Ballast mitsichern muss, ist es nicht immer sinnvoll, ein langsames und überladenes Windows zu sichern, anstatt es neu zu installieren. Die Vorteile einer Image-Datei kann man am besten ausnutzen, indem man eine Sicherung nach einer Neuinstallation und dem Installieren aller Treiber und wichtigen Programme vornimmt.

Natürlich kann auch das Sichern eines älteren Systems durchaus sinnvoll sein. Muss man den PC beispielsweise in fremde Hände geben und möchte seine Programme und sein Windows nicht verlieren, kann man ein Image auf einer externen Festplatte erstellen und es wieder zurückspielen, wenn man den Rechner zurückbekommt.

Kann ich ein Image einer größeren Festplatte auf eine kleinere Festplatte zurückspielen?

Mit Clonezilla ist dies im Moment nicht möglich. Die Zielpartition bzw. -festplatte muss gleich groß oder größer sein als die Quellfestplatte bzw. -partition, die beim Erstellen des Images verwendet wurde. Dies gilt auch für das Klonen von Festplatten. Auch wenn theoretisch genug freier Speicherplatz verfügbar wäre, kann Clonezilla keine größeren Festplatten bzw. Partitionen auf kleinere zurückspielen oder klonen. Um diese Einschränkung zu umgehen, kann man die Quellpartition vor dem Erstellen einer Image-Datei bzw. vor dem Klonen mit Tools wie GParted verkleinern.

Kann ich ein Image einer kleineren Festplatte auf eine größere Festplatte zurückspielen?

In diesem Punkt gibt es bei Clonezilla keine Einschränkungen. Jedoch ist Clonezilla mit den Standardeinstellungen etwas stur, was die Größe der Partition angeht. Diese wird, egal wie groß die neue Festplatte ist, genau so groß erstellt wie die Festplatte bzw. Partition, von der man das Image erstellt hat.

Beispiel: Ein Image wurde von einer Partition mit der Größe von 200 Gigabyte erstellt. Spielt man dieses Image auf eine 500 Gigabyte große Festplatte, erstellt Clonezilla eine Partition mit 200 Gigabyte, kopiert die Daten des Images und lässt den Rest der Zielfestplatte unpartitioniert.

Um dieses Problem zu umgehen, gibt es jedoch einige Möglichkeiten. Ab Vista können Windows-Betriebssysteme mit Bordmitteln die Größe von Partitionen erweitern. Dies kann man per Mausklick in der Datenträgerverwaltung erledigen. Hat man kein so junges Windows zur Verfügung, kann man mit der kostenlosen GParted-CD nach dem Einspielen der Image-Datei die Partition ebenfalls vergrößern. Natürlich kann man alternativ zum Erweitern der Partition aus dem restlichen Speicherplatz eine oder mehrere zusätzliche Partitionen erstellen.

Kann ich eine Image-Datei von einer defekten Festplatte erstellen?

Wenn eine Festplatte vom System nicht mehr erkannt wird, ist das Erstellen einer Image-Datei mit Clonezilla nicht möglich. Wenn die Festplatte noch erkannt wird, jedoch fehlerhafte Sektoren aufweist, kann Clonezilla diese auf Wunsch ignorieren. Meist hat man hier jedoch mit einem direkten Klonen der Festplatte trotzdem die besten Aussichten auf Erfolg und kann den Datenverlust minimieren. Fehlerhafte Daten können jedoch von Clonezilla nicht wiederhergestellt oder gerettet werden – daher sollte man in solchen Fällen auf echte Datenrettungsprogramme setzen.

Kann ich eine Image-Datei von einer Festplatte auf die gleiche Festplatte erstellen?

Dies ist nur dann möglich, wenn die Festplatte mindestens zwei Partitionen hat und man die Daten von einer auf eine andere Partition sichert. Auch wenn theoretisch genug Speicherplatz für eine Image-Datei auf einer Partition zur Verfügung stehen würde muss es immer eine andere Partition bzw. eine andere Festplatte sein, auf der ein Image erstellt wird.

Kann ich meine Image-Dateien auf CD oder DVD brennen?

Zur Sicherung ist ein Brennen von Image-Dateien auf CD oder DVD selbstverständlich möglich. Clonezilla kann sogar bootfähige Image-Dateien erstellen, die dann gleich eine Version von Clonezilla beinhalten. Man muss jedoch beim Erstellen der Image-Datei beachten, dass man diese von Clonezilla in kleinere Teile aufteilen lässt. Eine zu große Imagedatei lässt sich nicht mehr in mehrere iso-Dateien aufsplitten und müsste neu erstellt werden.
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Kommentare
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chansoulis
04.06.2010 04:14
Ein toller und sehr ausführlicher Artikel; vielen Dank dafür! :lol:

Manch andere ähnliche Programme (kostenlose & Kaufversionen) haben ein Problem damit, bei unter Windows 7 laufenden PC's die Partitionen richtig zu erkennen; also anstatt "C" wird die versteckte 100MB - Datei als "C" erkannt usw. - das scheint mit diesem Programm kein Problem zu sein :?:


 
-h0m3r-
19.06.2010 09:36
Jep, echt top! :mrgreen:
 
Robert
23.06.2010 10:09
Hallo zusammen!
Ich scheitere an Punkt 2.4.
Ich habe auf meiner Festplatte 2 Partitionen und möchte aber nur eine davon sichern.
Ich kann hier aber nur die Festplatte im Ganzen auswählen.
Wie schaffe ich es, nur eine Partition auszuwählen?
Vielleicht ist es ja ganz einfach und ich stehe nur auf dem Schlauch? :oops:

Gruß
Robert :)
 
madschuli
23.06.2010 10:18
Robert, hast du bei 2.2 "saveparts" ausgewählt?
 
Porter_XXL
28.08.2010 16:06
Hallo zusammen,

erstmal "DANKE!" für die tolle Anleitung.

Ich möchte meine Daten auf eine größere Festplatte umziehen und habe gerade das Problem das mir Clonezilla beim Klonen einzelner Partitionen immer gleich auch die Partitionstabelle des Originals (40GB Partition) mitkopiert so das aus einer 250GB Partition eine 40GB Partition wie beim Original wird.

Ich verwende die Experteneinstellungen und habe die erste Option (-k...d.h. eigentlich die Partitionstabelle nicht übernehmen) aktiviert. Warum das nicht klappt ist mir ein Rätsel. Jemand von euch eine Idee warum das nicht klappt?
 
madschuli
28.08.2010 18:33
Hallo Porter_XXL,

wenn ich deine Frage jetzt richtig verstanden habe sollte folgender Teil aus dem Artikel die Lösung für dich beinhalten:

Zitat:
Kann ich ein Image einer kleineren Festplatte auf eine größere Festplatte zurückspielen?

In diesem Punkt gibt es bei Clonezilla keine Einschränkungen. Jedoch ist Clonezilla mit den Standardeinstellungen etwas stur, was die Größe der Partition angeht. Diese wird, egal wie groß die neue Festplatte ist, genau so groß erstellt wie die Festplatte bzw. Partition, von der man das Image erstellt hat.

Beispiel: Ein Image wurde von einer Partition mit der Größe von 200 Gigabyte erstellt. Spielt man dieses Image auf eine 500 Gigabyte große Festplatte, erstellt Clonezilla eine Partition mit 200 Gigabyte, kopiert die Daten des Images und lässt den Rest der Zielfestplatte unpartitioniert.

Um dieses Problem zu umgehen, gibt es jedoch einige Möglichkeiten. Ab Vista können Windows-Betriebssysteme mit Bordmitteln die Größe von Partitionen erweitern. Dies kann man per Mausklick in der Datenträgerverwaltung erledigen. Hat man kein so junges Windows zur Verfügung, kann man mit der kostenlosen GParted-CD nach dem Einspielen der Image-Datei die Partition ebenfalls vergrößern. Natürlich kann man alternativ zum Erweitern der Partition aus dem restlichen Speicherplatz eine oder mehrere zusätzliche Partitionen erstellen.
 
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