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Mittwoch, 7. April 2010 Seite 4/10
Clonezilla bedienen – Das Erstellen einer Image-Datei von einer Festplatte oder Partition
1.1 Start Clonezilla
Hat man Clonezilla erfolgreich geladen, wählt man "Start Clonezilla" aus und bestätigt die Auswahl.
1.2 Device-Image
Nun erscheint ein weiterer Bildschirm, der eine Auswahl zwischen den zwei wichtigsten Features von Clonezilla bietet. Zum Erstellen einer Image-Datei wählt man die erste Möglichkeit, also "Device-Image" aus und bestätigt.
1.3 Local_Dev
Der nächste Punkt lässt erahnen, wie mächtig Clonezilla tatsächlich ist. Das Programm kann auch mit einem SSH-Server kommunizieren und so beispielsweise die Daten eines Servers in einem Rechenzentrum auf einen anderen Server sichern. Da für diese Zwecke jedoch Fachkenntnisse und die passende Hard- und Software erforderlich sind, beschränkt sich dieser Artikel auf die erste Option – also auf "Local_Dev". Hier greift Clonezilla nur auf lokale Laufwerke zu.
1.3.1 Festplattenerkennung
Bevor es weitergeht, werden von Clonezilla die Festplatten erkannt. Will man seine Daten auf eine externe Festplatte sichern, sollte man sie spätestens jetzt an den PC anschließen und – wenn nötig – einschalten. Es empfiehlt sich, anschließend noch einen Moment zu warten, damit die Hardware korrekt erkannt wird. Hat man alle Geräte angeschlossen, muss man noch einmal "Enter" drücken.
1.4 Auswahl der Festplatte bzw. Partition
Auswahl der Festplatten (Quelle: PCFreunde.de)
Auswahl der Festplatten (Quelle: PCFreunde.de)
Im nächsten Fenster werden alle Laufwerke und Partitionen angezeigt. Anders als Windows nutzt Linux jedoch keine Buchstaben, um Festplatten und Partitionen zu bezeichnen. Die erste Festplatte im Rechner wird unter Linux als "hda" oder "sda" angezeigt. Weitere Festplatten werden in alphabetischer Folge betitelt, also "hdb", "hdc" (bzw. "sdb", "sdc") usw. Verfügt eine Festplatte über mehrere Partitionen, werden diese nummeriert. Die erste Partition der ersten Festplatte heißt also "hda1", die zweite Partition "hda2". Analog dazu würde die zweite Partition einer zweiten Festplatte mit "hdb2" bezeichnet werden.

Im Beispiel ist die Partition "hda1" mit 68,7 GB diejenige, auf der sich die zu sichernden Daten befinden. Auf die 136 GB große Partition "hdb1" auf einer zweiten Festplatte sollen die Daten gesichert werden.

Wichtig: Man muss nun mit den Pfeiltasten zuerst die Festplatte auswählen, auf die die Daten gespeichert werden sollen, also das Ziel der Sicherung. Keinesfalls darf man hier die Festplatte bzw. Partition auswählen, auf der sich die zu sichernden Daten befinden. Auf den ersten Blick mag es unlogisch erscheinen, erst die Festplatte auszuwählen, auf die man die Daten sichern möchte, jedoch muss unter Linux eine Festplatte gemountet werden, bevor Daten auf sie geschrieben bzw. von ihr gelesen werden können. Hat man die gewünschte Festplatte bzw. Partition ausgewählt, muss die Auswahl nur noch bestätigt werden.
1.4.1 Erklärung für mögliche Komplikationen
Sollte man nur eine Option, also eine Festplatte, zur Auswahl haben, gibt es folgende mögliche Erklärungen:
  • Eine externe Festplatte wird nicht erkannt
Lösung: Clonezilla erneut starten und die externe Festplatte bereits von Anfang an anstecken und einschalten.
  • Eine zweite interne Festplatte wird nicht erkannt
Lösung: Überprüfen, ob alle Kabel korrekt angeschlossen sind, die Festplatte mit Strom versorgt wird, die Festplatte richtig gejumpert wurde und im BIOS erkannt wird. Soll die zweite Festplatte als Sicherungsmedium dienen, muss auf ihr ein lesbares Dateisystem vorhanden sein – die Festplatte muss also partitioniert und formatiert sein.
1.5 Auswahl der Verzeichnisse
Nun muss man auswählen, in welchem Verzeichnis man die Image-Dateien erstellen möchte. Man kann man sie beispielsweise auf eine externe Festplatte, auf der man bereits Daten gespeichert hat, in ein eigenes Verzeichnis namens "Sicherung" kopieren. Ein solches Verzeichnis kann von Clonezilla allerdings nicht erstellt werden. Im Zweifelsfall sollte man einfach das Hauptverzeichnis auswählen. Clonezilla erstellt ohnehin einen eigenen Ordner, den man später beliebig verschieben kann. Hat man den gewünschten Ordner bzw. "Top_directory_in_the_local_device" ausgewählt, muss die Auswahl nur noch bestätigt werden.
1.5.1 Übersicht
Als nächstes erhält man eine Übersicht über die Festplatte bzw. Partition, die man ausgewählt hat. Hier sieht man in den letzten Feldern, wie viel Speicherplatz auf dem Datenträger frei ist. Passen die Werte, bestätigt man die Anzeige.

Hinweis: Wenn man später die Image-Datei zurück kopieren will, muss Clonezilla neu gestartet werden.
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Kommentare
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chansoulis
04.06.2010 04:14
Ein toller und sehr ausführlicher Artikel; vielen Dank dafür! :lol:

Manch andere ähnliche Programme (kostenlose & Kaufversionen) haben ein Problem damit, bei unter Windows 7 laufenden PC's die Partitionen richtig zu erkennen; also anstatt "C" wird die versteckte 100MB - Datei als "C" erkannt usw. - das scheint mit diesem Programm kein Problem zu sein :?:


 
-h0m3r-
19.06.2010 09:36
Jep, echt top! :mrgreen:
 
Robert
23.06.2010 10:09
Hallo zusammen!
Ich scheitere an Punkt 2.4.
Ich habe auf meiner Festplatte 2 Partitionen und möchte aber nur eine davon sichern.
Ich kann hier aber nur die Festplatte im Ganzen auswählen.
Wie schaffe ich es, nur eine Partition auszuwählen?
Vielleicht ist es ja ganz einfach und ich stehe nur auf dem Schlauch? :oops:

Gruß
Robert :)
 
madschuli
23.06.2010 10:18
Robert, hast du bei 2.2 "saveparts" ausgewählt?
 
Porter_XXL
28.08.2010 16:06
Hallo zusammen,

erstmal "DANKE!" für die tolle Anleitung.

Ich möchte meine Daten auf eine größere Festplatte umziehen und habe gerade das Problem das mir Clonezilla beim Klonen einzelner Partitionen immer gleich auch die Partitionstabelle des Originals (40GB Partition) mitkopiert so das aus einer 250GB Partition eine 40GB Partition wie beim Original wird.

Ich verwende die Experteneinstellungen und habe die erste Option (-k...d.h. eigentlich die Partitionstabelle nicht übernehmen) aktiviert. Warum das nicht klappt ist mir ein Rätsel. Jemand von euch eine Idee warum das nicht klappt?
 
madschuli
28.08.2010 18:33
Hallo Porter_XXL,

wenn ich deine Frage jetzt richtig verstanden habe sollte folgender Teil aus dem Artikel die Lösung für dich beinhalten:

Zitat:
Kann ich ein Image einer kleineren Festplatte auf eine größere Festplatte zurückspielen?

In diesem Punkt gibt es bei Clonezilla keine Einschränkungen. Jedoch ist Clonezilla mit den Standardeinstellungen etwas stur, was die Größe der Partition angeht. Diese wird, egal wie groß die neue Festplatte ist, genau so groß erstellt wie die Festplatte bzw. Partition, von der man das Image erstellt hat.

Beispiel: Ein Image wurde von einer Partition mit der Größe von 200 Gigabyte erstellt. Spielt man dieses Image auf eine 500 Gigabyte große Festplatte, erstellt Clonezilla eine Partition mit 200 Gigabyte, kopiert die Daten des Images und lässt den Rest der Zielfestplatte unpartitioniert.

Um dieses Problem zu umgehen, gibt es jedoch einige Möglichkeiten. Ab Vista können Windows-Betriebssysteme mit Bordmitteln die Größe von Partitionen erweitern. Dies kann man per Mausklick in der Datenträgerverwaltung erledigen. Hat man kein so junges Windows zur Verfügung, kann man mit der kostenlosen GParted-CD nach dem Einspielen der Image-Datei die Partition ebenfalls vergrößern. Natürlich kann man alternativ zum Erweitern der Partition aus dem restlichen Speicherplatz eine oder mehrere zusätzliche Partitionen erstellen.
 
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