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Mittwoch, 11. April 2007 Seite 1/4
WLAN-Sicherheit realistisch gesehen
So gut wie jedes Computermagazin hat seine Leser inzwischen mehr oder weniger nachdrücklich aufgefordert, die heimischen WLAN-Netzwerke besser abzusichern. Durch Fachbegriffe wie WEP, WPA, MAC-Filterung und ESSID-Unterdrückung muss sich der geneigte Leser dabei kämpfen. Meist ist auch noch von ominösen Hackern die Rede, die sich Zugang zu privaten WLANs erschleichen wollen. Doch wo verläuft die Grenze zwischen Panikmache und echtem Risiko?

Dieser Leitfaden soll darlegen, welche Gefahren für private Betreiber von WLANs wirklich bestehen, was Hacker realistischerweise unternehmen werden, um in ein privates WLAN einzudringen und wie man sich vor solchen Einbrüchen effektiv schützt.

von Jan Fabian Krüger
Warum ein privates WLAN überhaupt sichern?
WLAN-Konfigurationsmenü eines Netgear-Routers (Quelle: PCFreunde.de)
WLAN-Konfigurationsmenü eines Netgear-Routers (Quelle: PCFreunde.de)
Der Aufwand, der zu betreiben ist, um sein heimisches WLAN zu sichern, ist durchaus beachtlich. Jeder, der schon mal im Konfigurationsmenü eines zeitgenössischen Wireless-Routers herumgeklickt hat, kann das bestätigen. Eine Unmenge von Funktionen, häufig mit irreführenden Namen und in unübersichtliche Menüs verpackt, will überblickt werden. Und gerade wenn mehrere Computer verschiedener Altersstufen über Funk vernetzt werden sollen, tauchen schnell Kompatibilitätsprobleme auf. Da liegt die Frage nahe, ob man nicht sämtliche Sicherungsmaßnahmen bleiben lassen kann und das WLAN einfach offen lässt. Bei einem Flatrate-Internetzugang würde ein ungebetener Mitsurfer ja auch keine zusätzlichen Kosten verursachen.

Das ist solange vernünftig, wie man nicht davon auszugehen braucht, dass es überhaupt ungebetene Mitsurfer geben wird. Wer zum Beispiel ein Einfamilienhaus bewohnt und mehr als 10 Meter Luftlinie bis zum nächsten Haus hat, der braucht kaum zu fürchten, dass sein WLAN gehackt wird. Auch ein Hacker muss eben in Reichweite des Funknetzes kommen und er wird sich dazu kaum in den Vorgarten eines Einfamilienhauses setzen. Wo die räumlichen Gegebenheiten fremden Zugriff auf ein WLAN unmöglich machen, kann es also auch ungesichert bleiben.

Zwei Gründe sind es aber, die es für alle anderen WLAN-Betreiber unerlässlich machen, das eigene Funknetz zu sichern. Erstens kann ein ungebetener Mitsurfer dafür sorgen, dass plötzlich die Polizei vor der Tür steht und zweitens kann der Eindringling mit etwas Geschick alles, was auf den anderen PCs des WLANs passiert, ausspionieren. Er kann zum Beispiel Zugangsdaten für das Homebanking stehlen, sämtliche Dateien einsehen oder Viren und Trojaner installieren.

Vor letzterem sollte man allerdings nicht allzu viel Angst haben. Kein Hacker wird in einem privaten WLAN auf gut Glück nach wertvollen Daten suchen. Die meisten Menschen, die sagen: "Bei mir gibt es doch nichts zu holen.", haben durchaus Recht. Und selbst wenn Zugangsdaten für das Homebanking gestohlen wurden, braucht es immer noch die TAN-Liste, um eine Überweisung durchführen zu können. Man sollte es mit der Paranoia hier nicht übertreiben.

Dass jedoch plötzlich die Polizei vor der Tür steht, ist durchaus realistisch. Jeder, der über denselben WLAN-Router ins Internet geht, tut das unter derselben globalen IP. Damit wird auch jemand, der unerlaubt über ein WLAN surft, vom Internet-Provider dem Betreiber des WLANs zugeordnet. Wird über die entsprechende IP eine Straftat registriert (beispielsweise Verbreitung von Kinderpornographie), rückt die Polizei zu der Adresse aus, die beim Provider zu der IP hinterlegt ist.

Das heißt im Klartext: Wird Ihr WLAN gehackt und der Hacker tut etwas Verbotenes (was oft der Grund ist, weshalb er überhaupt in ein fremdes Netz eindringt), kommt die Polizei zu Ihnen. Sie wird Ihren Computer beschlagnahmen und Sie beschuldigen. Um derartigen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, sollte man sein Funknetz also lieber doch absichern.
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Kommentare
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PCFreund
11.04.2007 23:22
Es gibt bei uns einen neuen Artikel mit dem Titel "WLAN-Sicherheit realistisch gesehen". Wenn ihr oben auf "Zum Artikel" klickt, dann könnt ihr euch diesen durchlesen. Ergänzungen und nützlich Tipps zum Thema sind sehr erwünscht. Ihr könnt diese hier reinschreiben. :D
 
PC Kraus
11.04.2007 23:34
Eigentlich stellt sich für mich diese Frage überhaupt nicht! Ein WLAN gehört definitiv immer abgesichert, egal ob ein privates oder geschäftliches. Wer in der Lage ist ein WLAN zu "installieren", der sollte eigentlich auch keine Probleme mit der Verschlüsselung oder dem MAC Filter haben. Ich gebe zu einige billig Router haben ein schlechtes Menue, aber kauft man sich ein Markenprodukt, z.B. von AVM, bekommt man über die Hilfe ausreichend Infos zu allen Menuepunkten.
 
madschuli
12.04.2007 02:16
Ich stimme dir zu, allerdings gibt es viele verschiedene Verschlüsselungen, und manche davon sind nicht sicher. Daher ist es gerade für Anfänger wichtig zu wissen wieso und wie Sie WLAN Netzwerke dicht machen können. Ich persönlich halte es so, dass zuviel Wissen nie schadet.

Blöd ist wenn der liebe Herr Nachbar mit meiner Internetleitung vielleicht sogar einen Blödsinn anstellt und ich dann sogar noch dafür den Kopf hinhalten muss. Und Fakt ist, dass es immer noch viel zu viele WLAN Netzwerke gibt, die nicht verschlüsselt sind.
 
Pe-1981
12.04.2007 02:58
madschuli hat folgendes geschrieben:
Und Fakt ist, dass es immer noch viel zu viele WLAN Netzwerke gibt, die nicht verschlüsselt sind.


Ja, ein guter Kollege von mir, wohnt inner Großinnenstadt, wenn der da auf Netzsuche geht hat der ne ganze Reihe von Netzwerken. Einige auch unverschlüsselt.
Viele haben nicht das Wissen und das Know-How um das einzustellen oder halten es schlicht und einfach nicht für nötig auch mal einen kommen zu lassen der das für sie einrichtet.
 
PC Kraus
12.04.2007 10:56
Ob WEP oder WPA ist völlig egal, ich habe ein nettes kleines Tool, das sowohl die Verschlüsselung als auch den MAC Filter knackt. :lol:

P.S. Anfragen nach dem Tool sind zwecklos!
 
Pflogger
12.04.2007 11:03
Da der Hacker ja in reichweite sein muss um ein Wlan Netz zu hacken kann man ja auch die Sendeleistung drosseln. Ich habe bei meiner Frizbox die Leistung auf 50% gesetzt und nun habe ich zwar "nur" noch eine Verbindung mit 24 Mbit aber das reicht ja für meinen 2000er DSl anschluss locker aus. Und der Hacker muss ein ganzes Stück näher kommen :wink:
 
PC Kraus
12.04.2007 11:11
Ich denke die Gefahr ist relativ gering. Wenn ich Hacker wäre würde ich es in der Großstadt versuchen um bei Firmen einzudringen, aber nicht in einem Wohngebiet auf dem Land!
 
Julian
12.04.2007 12:39
Dabei spricht man meiner meinung viel zu oft vom Hacken...
Falls sich jemand in mein Wlan-Netz ein"hacken" würde - Was will der mit meinen Sachen... ?

Er würde nur schulzeugs und einige Spiele Finden. Die wirklich wichtigen sachen habe ich engtweder auf einer externen Festplatte oder auf einem Offline-PC.

Beim Wlan-Hacken auf Nicht-Unternehmer handelt es sich glaube ich hauptächlich um irgendwelche Teenager, deren Internetanschluss gestrichen wurde, und sie deswegen jetzt eine alternative suchen...

:lol:
 
Pflogger
12.04.2007 13:36
Er kann zwar mit deinem Zeugs nichts anfangen aber mit der IP deines Routers irgendwelche Sachen machen und du musst dann Beweisen das du nichts damit zu tun hast :wink:
 
Weisschen
23.04.2007 16:42
Ich wohne in einem Dorf . Mein Nachbar wohnt ca. 25-30m entfernt und konnte sich problemlos mein WLAN emfangen. Das zu den Reichweiten. Weisschen
 
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