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Mittwoch, 29. Juli 2009 Seite 1/5
Solid State Drive - Neue Geschwindigkeit im Flash-Format
Solid State Drives - sonst nur bekannt durch Netbooks, werden nun auch für normale PCs immer interessanter. Wie gut die neuen Speichermedien in der Praxis funktionieren zeigt dieses Tutorial.
Solid State Drive - Was heißt das?
Ein Solid State Drive (SSD) ist ein neuartiger Laufwerkstyp, der einige Vorteile der Flashtechnologie, bekannt aus USB-Sticks und Speicherkarten, in die Festplattenform bringt.

Der Vorteil dieser neuartigen Technologie liegt in enormer Geschwindigkeit, rasanten Zugriffszeiten, geringem Stromverbrauch, langer Haltbarkeit und Stoßresistenz.

Ich habe mein Notebook mit einem SSD aufgerüstet und exklusiv für PCFreunde einige Eigenschaften des neuen Datenspeichers auf die Probe gestellt.

Mehr zur Funktionsweise einer SSD gibt es auf Wikipedia, hier stelle ich eine rein-Flash-basierte Variante vor.
Das Leben ohne SSD
HDD-Benchmark (Quelle: PCFreunde.de)
HDD-Benchmark (Quelle: PCFreunde.de)
Die Original-Festplatte, eine Western Digital 1600BEVS mit 160 GB hatte bereits 4321 Betriebsstunden und 1120 Einschaltvorgänge hinter sich, lief also pro Sitzung im Durchschnitt fast 4 Stunden.

Dies macht sich besonders in der Lese- und Schreibrate bemerkbar, diese liegt im Durchschnitt bei gerade mal 34,3 MB/s. (siehe Benchmark)

Ein deutlicher Leistungsabfall während des Benchmarks ist zu erkennen, die Temperatur der Festplatte steigt auf fast 60°Celsius - auf Dauer bedeutet das unweigerlich den Datentod und den Defekt für jede Festplatte. Ein normaler Neustart des Computers dauerte mit der alten Platte und Vista rund 92 Sekunden.

Ein weiteres Problem machte sich bei einem DJ-Auftritt von mir erstmalig bemerkbar: Der Schalldruck der Lautsprecherboxen, insbesondere des Subwoofers, von fast 130dB verdoppelt die Lesefehlerrate der Festplatte, weil der Lesearm "die Spur nicht halten" kann - die Datenrate bricht ein - die DJ-Software arbeitet nicht mehr richtig und stürzt ab. Den resultierenden "Hänger" von fast 5 Minuten kann ich nur mit einem Notfall-iPod auf altmodische Weise überbrücken.

Solche peinlichen Pannen möchte ich auf jeden Fall in Zukunft vermeiden, eine Alternative stellen für solche besonderen Umgebungen rein auf flash-basierte Technologien dar, ein SSD soll die Lösung werden.
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Der Fluch
29.07.2009 17:47
Gutes Tutorial!

Ne SSD ist schon was Feines! In unserem Asus EEE-Laptop ist ebenfalls eine mit 4GB ( :mrgreen: ) verbaut! Abgesehen von der geringen Speicherkapazität ein klasse Teil!

Einzig der hohe Preis und die, für eine Festplatte, geringe Wiederbeschreibbarkeit, hält mich momentan vom Kauf einer SSD zurück! :|
 
24865-23
29.07.2009 21:05
gibts iwie günstige angebote oder mit so einer alternative ?

http://www.pcfreunde.de/forum/t50427/ssd...xp/#547251


ps: einwandfreies tut ! ;)
 
dewa22
29.07.2009 23:12
Danke für diese ausfühlichen Informationen.
MfG dewa
 
nikasio14
29.07.2009 23:22
Vielen Dank fürs Lesen!

Hier einige Antworten:

DerProphet hat folgendes geschrieben:
Einzig der hohe Preis und die, für eine Festplatte, geringe Wiederbeschreibbarkeit, hält mich momentan vom Kauf einer SSD zurück! :|


deine Zweifel kann ich nachvollziehen.
* Zum Preis - OK das ist immoment noch sehr viel, wird sich aber, so wie beschrieben, gegen Jahresende nochmal auf Talfahrt bewegen.

* Zur Wiederbeschreibbarkeit:
Diese Zahlen sind relativ zu sehen. Zum einen ist eine nicht mehr beschreibbare SSD nicht gleich automatisch komplett defekt, Sie kann immernoch problemlos gelesen werden. Außerdem ist bei einer modernen SSD immer eine gewisse Anzahl an "Reservespeicher" in Petto, wenn also ein Block ausfällt, wird automatisch ein neuer Block der Reserve freigegeben.

Zum Zweiten: Eine ganz wichtige Sache bei der Entwicklung von SSD, und darin begründet sich der Preis, ist die sogenannte "Wear Levelling" (Wikipedia) -Technologie. Diese ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung aller Schreibvorgänge auf den gesamten Speicherbereich. Im Gegensatz zu einer SD-Speicherkarte oder eines USB-Sticks, ermöglicht das einen direkten Vergleich von Wiederbeschreibbarkeit der Sektoren zur Lebensdauer, d.h. eine Festplatte mit 60GB kann bei einem täglichen Schreibvolumen von 60GB, egal was geschrieben wird, im Mittel etwa 1 Milloinen mal beschrieben werden. Dies ergibt eine rechnerische Lebensdauer von über 2700! Jahren! 8)
Ein USB-Stick hat keinen eingebauten Controller, d.h. wenn ich auf einem Stick mit 8 GB 1 Millionen mal eine Datei mit 1MB lösche und neu schreibe, ist der Stick im bereich des 1 MB kaputt - die Schreiblast wurde nicht auf den gesamten Speicherplatz verteilt. Zudem verträgt ein durchschnittlicher Flash-Speicher, wie er in günstigen USB-Sticks häufig eingesetzt wird, gerade mal maximal 10 tausend Schreibzyklen.

:wink: mein direkter USB-Stick-Vergleich hinkt also ein bisl hinterher...

Ganz wichtig: Eine SSD sollte niemals defragmentiert werden!
Grund: Der Festplatten-interne Controller verteilt die Defragmentierung auf die einzelnen Sektoren, daher ist die Festplatte nacher genauso fragmentiert wie vorher, nicht schneller und alle Sektoren wurden ein weiteres Mal beschrieben!


24865-23 hat folgendes geschrieben:
gibts iwie günstige angebote oder mit so einer alternative ?


Ja, gibt es.
-Variante 1: einen Sata-Controller-Adapter, der mit Speicherkarten arbeitet, meist werden hier die sehr schnellen Compact-Flash-Karten genutzt, diese arbeiten in einem Raid (bei 2 oder mehr Karten). "Wear Levelling" (Wikipedia) übernimmt der Controller. Vorteil: günstig, Speicher kann schnell getauscht/erweitert werden. Nachteil: Wenig Speicherkapazität, im Vergleich zu reiner SSD sehr langsam.
Ein Anbieter ist zum Beispiel dieser.

-Variante 2: sehr wenig verbreitet, wird aber teilweise noch produziert:
HHD (Wikipedia), sogenannte Hybrid-Disks. Hier ist der normalen Festplatte ein schneller Festspeicher vorgeschaltet, die Daten werden auf der normalen Festplatte dauerhaft gespeichert. Ein intelligenter Controller speichert häufig verwendete Dateien im Flash, selten verwendete Dateien werden auf der Festplatte gelagert. Vorteil: Günstig. Nachteil: relativ hoher Stromverbrauch, wenn Daten von der Festplatte gelesen werden sollen, sehr lange Zugriffszeiten. Dieses Prinzip wird nicht weiter verfolgt.

-Variante 3: Prototypen. Mit entsprechenden Verbindungen oder den Elektronikfachhändler seines Vertrauens kann man an recht günstige Prototypen herankommen, die zu Forschung/Entwicklung im Einsatz waren. Wesentlicher Forschungspunkt ist derzeit noch die Verteilung der Schreiblast, ein solcher Prototyp könnte daher etwas schneller ausfallen. => wird aber sehr schwer an so etwas heranzukommen... :wink:

vielleicht konnte ich damit schon ein paar Fragen beantworten!

Generell: Die SSD steckt sogesehen fast noch in den Kinderschuhen, sieht man zum Beispiel daran, dass die S.M.A.R.T.-Technologie noch nicht von allen Herstellern serienmäßig unterstütz wird. Die Herangehensweise an bekannte Probleme wie Weiderbeschreibbarkeit etc. ist teilweise komplett unterschiedlich...


Hoffentlich kommt da demnächst mal Klarheit in den Flash-Trash... :wink:


nikasio

[edit] die Tastatur ist schuld... :wink:
[edit2] ich hoffe auch auf die nächste CeBit (bin zwar kein Wirtschafts-Guru, aber Trends waren immer von dieser Messe abhängig)
 
PCFreund
04.08.2009 15:22
Sehr schöner Artikel!

Mein Gefühl sagt mir, dass herkömmliche Festplatten in ein paar Jahren ausgestorben sind. SSDs haben einfach überwältigende Vorteile.
 
nikasio14
04.08.2009 20:08
freut mich, danke!

=) wenn Mr Steinmeier seinen Sparplan für mehr Arbeitsplätze auch in der ökologischen und umweltorientierten Richtung einhält, gibts iwann tatsächlich nur noch "Festcomputer" ohne Lüfter, drehende Festplatten, Netzteile kleiner als 400 Watt... 8)

lg
 
Der Fluch
04.08.2009 20:26
Netzteile unter 400W? Keine schön leuchtenden Lüfter mehr? Das wäre das Ende für mich! Da fetzt das ja alles garnicht mehr! :? Der Rechner muss klingen wie ein Staubsauger unter Vollast, sonst fetzt das nicht! :mrgreen:
 
nikasio14
05.08.2009 19:14
Zitat:
Der Rechner muss klingen wie ein Staubsauger unter Vollast,


:mrgreen: :mrgreen: cool!

naja blaue beleuchtung gibts per LED, die sind sowieso am blausten... (Schnaps hilft da auch in der CPU, dann ist der Rechner richtig "blau" :wink: )

stell dir vor, du steckst den USB-Rumble-Hund in die Buchse und der dämliche Köter braucht mehr Strom als deine Festplatte und CPU zusammen :lol:
 
nikasio14
06.11.2009 07:48
Hallo an alle SSD-ler!

ich denke den Meisten von euch ist das Problem der Wiederbeschreibbarkeit von SSD schon bekannt, jedoch gibt es, leider von chip.de aus, einen sehr guten Artikel, wie Besitzer von Vista und XP ihre SSD noch besser nutzen können und länger Freude an schnellem Zugriff und hohen Leseraten behalten.
Ein unbedingtes muss! Die durchzuführenden Einstellungen sind gut erklärt und gut angeordnet, unbedingt durchführen!

Viel Spaß, euer Niklas
 
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