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Surf-Kontrolle: Die Browser-Adressleiste zeigt alle besuchten Seiten (Quelle: PCFreunde.de / textator) |
Vor Familien-Mitgliedern oder Arbeitskollegen ist kein Geheimnis sicher, wenn diese Zugang zu Ihrem Computer haben. Denn Windows-PCs protokollieren jeden einzelnen Arbeitsschritt von Ihnen. So kann jederzeit geprüft werden, auf welchen Internet-Seiten Sie surfen oder welche Office-Dokumente geöffnet wurden.
Testen Sie es selbst: Starten Sie Excel oder Word und klicken Sie oben in der Menüleiste auf den Eintrag „Datei“. Jetzt können Sie unten links ganz bequem ablesen, welche Dokumente sich jemand auf dem PC zuletzt ansah oder bearbeitete.
Genauso einfach ist das Auslesen besuchter Internet-Seiten: Sowohl beim Netscape Navigator als auch im Internet Explorer müssen Sie dazu nur einmal den kleinen, nach unten zeigenden Pfeil hinter der Adresseingabeleiste anklicken – und schon haben Sie einen Überblick aller Webseiten, die Sie mit Ihrem PC zuletzt ansteuerten.
Wenn Sie mit Ihren Computer auch im Internet surfen, geben Sie noch ganz andere Informationen preis, ohne es zu bemerken: Jeder Betreiber einer von Ihnen besuchten Webseite ist z.B. automatisch im Besitz Ihre IP-Adresse, über die sich ein PC eindeutig identifizieren lässt – bis vor Ihre Wohnungstür. Zudem lassen sich das verwendete Betriebssystem, zuvor besuchte Internet-Seiten sowie das eigene Surfverhalten auslesen.
Sollten Sie auf eine Webseite per Suchmaschinen-Abfrage gelangt sein, so kann der Webseiten-Betreiber sogar sehen, wie ihre Suchworte lauteten – und über welche Suchmaschine Sie seine Seite gefunden haben.
Doch damit nicht genug: Wenn auch noch die so genannten „Cookies“ in Ihrem Browser aktiviert sind, geben Sie dem Webseite-Besitzer die Möglichkeit zu überprüfen, wann Sie seine Seite zuletzt besucht haben, welche Inhalte Sie besonders interessieren und ob Sie regelmäßig wiederkommen.
Wer sich auf die „absolute Anonymität im Internet“ verlässt, unterliegt somit einem absoluten Irrglauben. Nicht zuletzt, weil sich Surfer auf ihren Ausflügen ins Internet oft auch so genannte „Spyware-Pogramme“ einfangen, die Informationen zu allen Surf-Schritten unbemerkt beobachten und weiterleiten.