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Sonntag, 7. September 2008 Seite 1/6
BitTorrent: Clever navigieren im großen Datenstrom
Internet-Tauschbörsen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Eines der größten Tauschnetze trägt den Namen BitTorrent. Dieser Artikel zeigt, wie BitTorrent funktioniert und wie man damit Dateien herunterladen kann.
BitTorrent Der ideale Weg, um große Dateien schnell und effizient zu verteilen
Große Dateien wie Linux-Distributionen oder Spiele-Demos bringen die Download-Server der Anbieter zum Glühen. Zudem hat nicht jedermann Zugriff auf einen Server mit High Speed-Anbindung ans Internet. Trotzdem sollen große Datenmengen so schnell wie möglich unter das Internetvolk gebracht werden. Ein äußerst beliebtes System, das sich auf genau diese Aufgabe spezialisiert hat, trägt den Namen BitTorrent.
Wie funktioniert BitTorrent?
Bei normalen Tauschbörsen wie z.B. Emule muss man zuerst den Client herunterladen und die gewünschten Dateien dann mit diesem suchen. Das BitTorrent-Netzwerk geht einen etwas anderen Weg.

Das BitTorrent-Netzwerk setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Zum einen dem Tracker, einem Internet-Server, und zum anderen dem Client (z.B. BitTorrent), der auf dem PC des Anwenders installiert wird. Der Tracker dient als Verwalter und kann sich auch um mehrere Dateien gleichzeitig kümmern. Der Client (Peer) erfährt vom Tracker, welche anderen Clients die gesuchte Datei herunterladen oder zum Upload zur Verfügung stellen. Dateien werden im BitTorrent-Netzwerk nicht als Ganzes geladen und angeboten, sondern in Segmente (Chunks) unterteilt. Darum können die Clients ein Segment bereits zum Upload anbieten, sobald sie es heruntergeladen haben. Der Tracker erkennt dies und schaltet den Zugriff für andere Clients (Peers) frei, die dieses Segment ebenfalls herunterladen wollen. So lädt man Segment für Segment nicht von einer einzigen Quelle, sondern direkt von verschiedenen Usern (Peer-to-Peer). Gleichzeitig verteilt man bereits geladene Segmente an andere Nutzer, auch wenn die gewünschte Datei noch nicht komplett heruntergeladen wurde.

Durch dieses System wird beim Verteilen von Daten auch die sonst ungenutzte Upload-Kapazität der Clients genutzt. Damit niemand (absichtlich oder unabsichtlich) falsche Segmente hochladen kann, werden diese anhand einer Prüfsumme nach dem Herunterladen geprüft. Nur wenn diese mit der Prüfsumme, die der Tracker gespeichert hat, übereinstimmt, wird das Segment anerkannt, abgespeichert und zum Upload freigegeben.

Um nun Dateien zu finden, die man sucht, gibt es die torrent-Dateien. Diese tragen meist die Dateiendung ".tor" oder ".torrent". Sie enthalten Meta-Informationen, also beispielsweise den Namen der zugehörigen Datei, die notwendigen Prüfsummen und die Adresse des verwaltenden Trackers. Solche Dateien sind nur wenige KiloByte groß und eignen sich daher perfekt zum Anbieten als Download auf der eigenen Webpage.

Anders als bei anderen Filesharing-Programmen bestimmt im BitTorrent-Netz also nicht der User, welche Dateien er zum Upload anbietet. Vielmehr bestimmt der Betreiber eines Trackers, welche Dateien zum Download angeboten werden. Die User, die eine Datei herunterladen, verbreiten sie dann automatisch weiter. Je mehr Nutzer eine Datei herunterladen und zum Upload freigeben, desto schneller lässt sich die jeweilige Datei verbreiten. Tracker sind untereinander nicht verbunden, jeder Tracker erstellt also sein eigenes kleines Client-Netzwerk. Dies bietet für Anbieter legaler Torrents den Vorteil, neben legalen Inhalten keine fremden, möglicherweise illegalen Dateien anbieten zu müssen.
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