Mythos 1: Magneten löschen Daten.
Diese Legende gehört zu den Urgesteinen unter den Technikmythen und wird auch heute noch unermüdlich kolportiert. Mit jedem verkauften Magneten werden Warnhinweise ausgeliefert, in denen davon die Rede ist, dass der Magnet von Disketten, Monitoren und Festplatten fernzuhalten ist. Angeblich kann es zu Datenverlusten kommen, wenn digitale Datenträger einem Magnetfeld ausgesetzt werden.
Jedenfalls im Hinblick auf moderne Datenträger ist das aber Unsinn. In zeitgenössischen Festplatten ist nämlich ein kräftiger Magnet verbaut, der den Lesearm bewegt. Er erzeugt ein so starkes magnetisches Feld, dass er sogar die Festplatte selbst anheben kann. Es dürfte also klar sein, dass normale Haushaltsmagneten die Daten auf einer Festplatte nicht beschädigen können.
Letzteres gilt umso mehr für Flashspeichermedien, also USB-Sticks und Speicherkarten. Sie enthalten keine magnetischen Komponenten und lassen sich darum auch von magnetischen Feldern nicht beeindrucken. Das einzige Bauteil eines USB-Sticks, das auf einen Magneten reagiert, ist der USB-Stecker. Der ist nämlich aus Stahl.
Doch hat der Magnet-Mythos durchaus einen wahren Kern: Wenn nämlich eine Festplatte im laufenden Betrieb einem Magnetfeld ausgesetzt wird, kann das die Bewegungen des Lesekopfes stören. Dadurch gehen unter Umständen tatsächlich Daten verloren und die Festplatte kann sogar dauerhaften Schaden nehmen. Es gilt also die Faustregel: Ist die Festplatte in Betrieb, Magneten weg!