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Sonntag, 18. Mai 2008 Seite 1/7
Adventureklassiker mit ScummVM direkt unter Windows spielen
Mit ScummVM können kultige Adventureklassiker wie Monkey Island, Indiana Jones, Day of the Tentacle, Sam & Max, Simon the Sorcerer und viele andere auch auf neuen PCs wieder gespielt werden. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Funktionen von ScummVM.
Wieso ScummVM?
Windows XP und Vista sind heutzutage Standard im PC-Bereich. Das war aber naturgemäß nicht immer so. 1995 startete Microsoft mit Windows 95 eine neue Ära. Erstmalig war nicht mehr DOS das eigentliche Betriebssystem. Windows 95 basierte auf einer völlig neu entwickelten Basis, dem sogenannten Kernel. Da dieser mit 32 Bit lief und einige Änderungen mit sich brachte, gab es mit manchen DOS-Games bereits unter Windows 95 massive Probleme. Da damals für die Hardware (vor allem für Soundkarten) noch Treiber für DOS verfügbar waren, konnte man sich in vielen Fällen mit einer DOS-Startdiskette behelfen. Spätestens jedoch mit der endgültigen Einführung des Dateisystems NTFS bei Windows 2000 (Windows NT war ohnehin nie ein Thema für echte Spieler) konnte der Rechner mit einer Startdiskette zwar noch gebootet werden, ein Zugriff auf die Festplatten war jedoch nicht mehr möglich. An dieser Stelle hatte man also ein echtes Problem.

Nicht nur, dass man unter DOS auf komplizierte Weise Treiber für Maus, Soundkarte, CD-ROM etc. laden und den Speicher korrekt konfigurieren muss, es kann zudem auf neueren Rechnern durch die gestiegene Leistung der PCs und fehlende Treiber für DOS zu erheblichen Problemen kommen.

Direkt unter Windows kann man viele der guten, alten Adventures trotz virtuellem DOS-Modus nicht spielen, auch unter Linux hat man in meist keine Chance. Da aber nicht wenige Gamer die Klassiker auch heute noch spielen wollen, musste eine Lösung her.

Startbildschirm von ScummVM (Quelle: PCFreunde.de)
Startbildschirm von ScummVM (Quelle: PCFreunde.de)
Einige Fans dieser Games haben deshalb das Projekt ScummVM ins Leben gerufen. Die Bezeichnung Scumm stammt von LucasArts und steht für "Script Creation Utility for Maniac Mansion". Es wurde von Lucas Arts als Hauptsystem für das Adventure Maniac Mansion programmiert. Die Basis wurde bei vielen weiteren bekannten Adventures der Firma wie Monkey Island, Indiana Jones oder Sam & Max weiter verwendet und jedes Mal an das betreffende Spiel angepasst. Der Begriff Scumm kommt auch in den Games selbst vor so heißt zum Beispiel die Hafenbar in "The Secret of Monkey Island" ironischerweise "ScummBar". Das ist nur ein kleiner Beweis dafür, wie kreativ die Entwickler zur damaligen Zeit waren.

So entstand der Name ScummVM, wobei der Zusatz VM für "virtuelle Maschine" steht. ScummVM erstellt eine virtuelle Umgebung, in der man viele Adventures vergangener Tage auch auf aktuellen PCs problemlos spielen kann. Der größte Vorteil dabei ist, dass man nichts konfigurieren muss. Es genügt, in der Liste das entsprechende Game auszuwählen. Sämtliche Einstellungen werden dann automatisch vorgenommen. ScummVM selbst ist Open Source-Software und daher kostenlos, was das Tool zum Must-Have für jeden Fan klassischer Adventures macht.

Bei den meisten Adventures muss man eine lizenzierte (gekaufte) Originalversion besitzen, um diese mit ScummVM spielen zu können. Dies ist beispielsweise bei allen Adventures von Lucas Arts der Fall. Es gibt jedoch auch einige Spiele, die von den Inhabern der Rechte bereits als Freeware freigegeben wurden. Eine Liste aller unter ScummVM lauffähigen und kostenlosen Adventures steht am Ende des Artikels.
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