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Montag, 4. Februar 2008 Seite 1/4
Entblößt und verzerrt: Der Netzbürger im Web-2.0-Spiegel
Der Web-2.0-Zerrspiegel (Quelle: PCFreunde.de)
Jeder Internetnutzer kommt früher oder später darauf, sich selbst zu googeln. Und die meisten Neugierigen erschrecken angesichts der Funde, die die Mutter aller Suchmaschinen präsentiert. Fast immer weiß Google deutlich mehr, als man vermutet hätte. Im Extremfall lässt sich mit wenigen Klicks ein Überblick über ein ganzes Leben zusammenstellen: Von Foto, Adresse und Telefonnummer über persönliche Interessen und Vorlieben bis hin zu wichtigen Lebensstationen. Es ist der Alptraum jedes Datenschützers.

Schuld an diesem Alptraum sind aber nicht etwa hinterhältige Phishing-Angriffe von E-Mail-Spammern oder das Data-Mining gieriger Großkonzerne auf der Jagd nach dem Gläsernen Kunden schuld sind die Netzbürger selbst. Eifrig wie nie berichten sie über sich selbst, ihr Leben und alles, was dazu gehört. Auf Plattformen wie StudiVZ, SchülerVZ und Facebook frönen sie dem "Social Networking" sie plaudern mit ihren Freunden.

Anders als im Offline-Leben bleibt das Gesagte jedoch monate- und jahrelang gegenwärtig das Internet vergisst nur langsam und es kennt keine Diskretion. So bildet sich aus Forumeinträgen, Profilen und Bildern eine Online-Identität, die ihren Schatten ins Offline-Leben werfen kann. Wer möchte schon die Bilder vom letzten Studentenbesäufnis auf dem Monitor des Personalchefs sehen, bei dem man sich gerade bewirbt? Oder der potentiellen Schwiegermutter die Mitgliedschaft in der StudiVZ-Gruppe "Frauen über 50 gehen alle zum gleichen Frisör" erklären?

PCFreunde.de geht in den Zerrspiegelkabinetten der Social-Networking-Plattformen spazieren und gibt Tipps, damit das eigene Abbild schön und ansehnlich bleibt.

Von Jan Fabian Krüger
Sinn und Unsinn der Plauder-Plattformen
Der raketenartige Aufstieg von StudiVZ zur meistbesuchten deutschen Internetseite beweist es: Der Internet-Nutzer von heute will sich mit seinesgleichen austauschen. Und was wäre dagegen zu sagen, dass Menschen das Internet für etwas benutzen, das sie seit Ewigkeiten tun: Miteinander plaudern. Es werden Freundschaften gepflegt, neue Bekanntschaften geknüpft und Verabredungen getroffen. So manche Liebelei dürfte ihren Anfang auf StudiVZ genommen haben.

Und StudiVZ von Kritikern als StasiVZ tituliert - ist nur ein Beispiel: Auf zahlreichen Plattformen hinterlassen Nutzer ihre Profile, um mit Gleichgesinnten in Kontakt zu treten. Je aussagekräftiger ein solches Profil ist, umso größer die Chance, tatsächlich Gleichgesinnte zu finden. Um aussagekräftig zu werden, muss das Profil aber mit Informationen angereichert werden: Bilder, Daten, Meinungen. Schnell entsteht ein umfassendes Online-Abbild eines Menschen.

So weit, so unbedenklich. Unangenehm wird es erst, wenn man die Kontrolle über sein Online-Abbild verliert. Wenn peinliche Fotos auftauchen oder voreilige Forumsbeiträge publik werden, erkennen viele Nutzer die Zweischneidigkeit der Online-Gemeinschaften. Was einmal die Runde gemacht hat, ist meist nicht mehr zu löschen. Und nicht nur Selbstveröffentlichtes wird Teil der Online-Identität. Auch Beiträge Anderer ob wahr oder nicht bleiben haften. Die Hasstirade einer bloggenden Exfreundin ist da nur das nächstliegende Beispiel.

Nichts für den Chef - Ein StudiVZ-Profilbild (Quelle: PCFreunde.de)
Dazu kommt, dass viele Nutzer nicht kontrollieren, wer Zugriff auf ihre Online-Persönlichkeit bekommt. Wer seine StudiVZ-Bildersammlung für alle freigibt, darf sich nicht wundern, wenn er bei einem späteren Vorstellungsgespräch darauf angesprochen wird. Oder noch unangenehmer gar nicht erst eingeladen wird, weil der gute Eindruck der Bewerbungsmappe ruiniert war. Denn laut einer Umfrage des Bundesverbandes der deutschen Unternehmensberater (BDU) aus dem Jahr 2007 schauen 76 % der deutschen Personalchefs im Internet nach, was dort über ihre aktuellen Aspiranten zu finden ist. 57 % der Personaler haben bereits Bewerber wegen der Netzfundstücke von der Kandidatenliste gestrichen.
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Kommentare
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Gamelord
27.10.2008 21:34
Mit den Programmen können andere Leute ja fast alles über einen erfahren.

Echt beängstigend. Deshalb geb ich auch fast nie meinen Namen an
Puuuhhh :|
 
RedDragon2
27.10.2008 23:32
Also über mich lässt sich absolut nichts bedeutendes im Internet finden, obwohl ich bei Schülervz bin(es gibt ja auch keine Machine, die dadrin sucht) :D
Naja schön blöd wer solche Sachen ins Netz stellt kann ich da nur sagen.
 
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