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PCFreunde.deArtikelTutorialsSonstigesDas Urheberrecht in der Praxis
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Montag, 7. Januar 2008 Seite 3/6
Die unendlichen Weiten des Internets
Das Internet verbindet vorbildlich die ganze Welt, nirgendwo anders verfließen die Grenzen so schnell wie im World Wide Web. Leider ist diese Tatsache auch ein sehr guter Nährboden für illegale Machenschaften. Es ist jedoch nicht nur gefährlich von Gaunern abgezockt zu werden, die vermeintliche Anonymität im Internet ist in den meisten Fällen nicht existent.

Daher sollte man vor allem bei ausländischen Seiten genau aufpassen was man dort herunterlädt. Nicht nur das viele solcher Seiten massenhaft Viren und Spyware enthalten, man begibt sich auch rechtlich gesehen auf dünnes Eis.

Aufgrund der mangelnden Rechtssprechung in einigen Ländern ist es dort relativ einfach illegale Dateien zum Download anzubieten. Auch wenn die Verlockung oft mehr als groß ist sollte man solche zwielichtigen Seiten in jedem Fall meiden.
Tauschbörsen & Co
Tauschbörsen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Es ist ja auch sehr verlockend. Man bekommt nahezu jedes Spiel, Programm, jeden Film oder jede Musik CD auf Knopfdruck. Selbst das frühere Manko, dass man dabei schwere Abstriche bei der Qualität machen musste ist heutzutage oft nicht mehr der Fall. Das wirklich gefährliche bei Tauschbörsen ist jedoch, dass man sobald man eine Datei beginnt zu laden, automatisch den bereits geladenen Teil zum Upload zur Verfügung stellt. Seit einiger Zeit werden Tauschbörsen jedoch bereits im Auftrag von verschiedenen Firmen überwacht, und die Daten der User mitgespeichert. Wer glaubt anonym im Netz unterwegs zu sein, der ist meistens auf dem Holzweg.
Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzung
In der Tat gibt es aktuell Anwaltskanzleien, die P2P Netzwerke ala eMule & Co überwachen. Sollte der User ein spezielles Programm wie z.B. ein Spiel illegal herunterladen, ist die Chance groß, dass er mit einer Abmahnung über mehrere hundert Euro rechnen muss. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich aus diesem Umstand eine richtige Hetzjagd gegen P2P User entwickeln wird. Viele User glauben, dass es nur illegal ist urheberrechtlich geschütztes Material zum Download anzubieten. Da man in P2P Netzwerken aber nahezu automatisch auch zum Uploader wird stellt sich diese Frage im Grunde genommen nicht.

Strafrechtlich wird ein solcher Verstoß nur selten verfolgt, jedoch können die Firmen auf zivilrechtlichem Weg die Downloader abmahnen. Es kann also ein teurer Spaß werden im Internet illegale Dinge zu laden. Zahlen muss diese Abmahnung immer der Inhaber des Anschlusses. Ausreden wie: "Meine Kinder haben diese Dateien heruntergeladen" gelten nicht, da lt. Gesetz der Besitzer des Anschlusses dafür zu sorgen hat, dass keine illegalen Dinge versehentlich geladen werden können.
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Scorpion King
17.01.2008 21:31
hey, schöner artikel der einigen vorurteilen aufräumen sollte.

hab aber noch ne frage zum teil "Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzung"

dort schreibst du, dass ausschließlich der besitzer des anschluss zahlen muss, da dieser dafür verantwortlich ist.

was ist denn wenn jmd über ein offenes wlan etwas illegales down -oder uploaded? kann ja eigentlich nicht nachgewiesen werden, wer es dann letzlich gewesen ist, zahlt dann also auch nur der besitzer des anschlusses?

und frage zwei: was ist den wenn ein verschlüsseltes wlan von jmd geknackt wird und darüber straftaten im sinne von down -und upload-aktivitäten begangen werden. wer haftet in diesem fall?
 
morris
17.01.2008 21:33
Es haftet immer und in jedem Fall der Besitzer des Anschlusses, deshalb ist eine WLAN-Verschlüsselung so wichtig!
 
Scorpion King
17.01.2008 21:38
morris hat folgendes geschrieben:
Es haftet immer und in jedem Fall der Besitzer des Anschlusses, deshalb ist eine WLAN-Verschlüsselung so wichtig!


daher war meine zweite frage ja auch, was passiert wenn es geknackt wird (so unwahrscheinlich das auch ist).

ist doch so als ob einer nen auto klaun würde und damit dann nen unfall baut und der auto-besitzer zahlen muss.
 
morris
17.01.2008 21:39
Wie willst Du beweisen, daß es "gehackt" wurde?

Auch dann haftet der Anschlußbeitzer. Es sollte so gesichert sein, daß es nicht "hackbar" ist.
 
lichtbogenbändiger
17.01.2008 22:02
dazu sollte dieser artikel interessant sein.
http://www.rechtstipps.de/?softlinkID=10511
 
norbär
17.01.2008 22:19
Scorpion King hat folgendes geschrieben:
ist doch so als ob einer nen auto klaun würde und damit dann nen unfall baut und der auto-besitzer zahlen muss.



Jipp, so ist es !

Der Halter des Wagens haftet ! :wink:
 
Scorpion King
17.01.2008 22:27
norbär hat folgendes geschrieben:
Der Halter des Wagens haftet ! :wink:


hm ok das weicht jetzt vom them ab aber ich frag trotzdem:

wenn ich mein auto abschließe und jmd kommt und knackt das schloss und klaut mir so mein auto. und auf dem weg gottweiswohin baut dieser dieb dann einen unfall (er hat schuld, nicht der andere fahrer). dann muss ich für die kosten aufkommen?
 
norbär
17.01.2008 22:32
Jau, wie bei Deinem geknackten WLAN !


Aber, Dein Wagen ist (hoffentlich) versichert und Du hast ihn
ordnungsgemäss gesichert (wie Dein WLAN) - sprich verschlossen !

Dann darf die Versicherung latzen !

Diese versucht sich die Kohle dann bei dem Dieb/Unfallverursacher
zurück zu holen !


Bei Deinem PC ist das so 'ne Sache - ist er versichert ? :mrgreen:





Edit: Hihihi, wie das jetzt ist, weil Du im Winter Sommerreifen d'rauf
hattest, vermag ich nicht zu beurteilen !

Ist der Klauer schuld, weil er nicht nach den Reifen gesehen hatte
oder gar Du, weil Du es versäumt hattest, einen Warnhinweis an
die Karre zu bringen ! :mrgreen: :lol: :mrgreen:

 
madschuli
18.01.2008 16:08
Leider ist es in der Tat so, dass auch gehackte WLAN Netzwerke von dieser Regelung nicht ausgenommen ist. Lt. Gesetz ist leider jeder selbst dafür verantwortlich, dass ein WLAN Netzwerk nicht gehackt werden kann.

In der Praxis kommt das jedoch ohnehin nicht wirklich oft vor. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sein Netzwerk mit WPA2 verschlüsseln, das kann heutzutage noch nicht wirklich gehackt werden. Zusätzlich sollte man das Passwort sicher wählen und regelmäßig ändern, dann ist es wirklich sehr unwahrscheinlich, dass man gehackt wird.

Zum Thema Auto:

Hier gibt es eine eindeutige Rechtssprechung: Schuld ist immer der Fahrer, sollte dieser z.B. Flüchten, nachdem ein Unfall gebaut wurde muss der Besitzer des Autos nachweisen, dass er zum fraglichen Zeitpunkt nicht gefahren ist bzw. das Auto schon gestohlen war. Das lässt sich z.B. mit einer Anzeige bei der Polizei, nachdem ein Auto gestohlen wurde nachweisen.

Eigentlich kann man das nur so mit einem Auto vergleichen: Wenn ich mein Auto zusperre hat es der Dieb (im Normalfall) schwerer in das Auto zu kommen, wenn ich es jedoch offen lasse und den Zündschlüssel stecken lasse ist es fahrlässig. Ich weiß eigentlich eine blöde Regelung, aber sonst würde sich jeder Downloader ein WLAN zulegen und dann im Zweifelsfall sagen: Ich wars net, wurde gehackt!
 
huhuhu
15.01.2011 15:16
Hier geht es nur um Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen bzw. Abmahnungen wegen Filesharing. Sind recht gute Tipps drauf:

http://abmahnung-wegen-urheberrechtsverletzung.de
 
Jonniboy
15.01.2011 15:34
Schöner Artikel
 
geilo
15.01.2011 16:37
das Problem das diese Gestze erstellt wuden bevor es richtig viele WLAN Netze gab also man kann es sehen wie man will
Wenn du aber die IP des Hackers hast und beweisen kannst das er in gehackt hat muss er natürlich zahlen aber da das natürlich schwierig ist lieber das WLAN Netz besser sichern denn WEP kann in paar Minuten gehackt werden ABER WPA2 nur nach mehreren Jahren
 
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