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PCFreunde.deArtikelAllgemeinInternet & OnlineVorratsdatenspeicherung: Was kommt auf uns zu?
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Montag, 5. November 2007 Seite 2/5
Alle Telefone: Festnetz, Handy, VoIP
Was überwacht werden soll? Alles. (Quelle: PCFreunde.de)
Was überwacht werden soll? Alles. (Quelle: PCFreunde.de)
Telefonate jeder Art sollen am genauesten protokolliert werden: Nicht nur die Telefonnummern beider Gesprächspartner und die Dauer des Telefonats sind aufzuzeichnen, sondern im Fall von Mobilfunkanbietern auch die Gerätenummern der beteiligten Handys und die jeweils verwendete Funkzelle. Letztere verrät, wo sich das fragliche Handy befindet.

Die Datensammelwut der Bundesregierung macht auch vor SMS und Multimedia-Nachrichten nicht Halt: Absender, Empfänger, Versende-Zeitpunkt und Empfangs-Zeitpunkt sind zu protokollieren.

Die Speicherpflicht kommt aber nicht nur auf Anbieter von Festnetz- und Mobilfunktelefondiensten zu, auch Gespräche über das Internet (VoIP) müssen ab 2008 protokolliert werden. Mangels einer herkömmlichen Telefonnummer ist bei VoIP die Internet-Adresse (IP) beider Teilnehmer zu speichern.
E-Mail
Ähnliches gilt für die elektronische Post: Der E-Mail-Provider muss Mail-Adresse und IP des Versenders speichern und dazu sämtliche Empfänger-Adressen. Außerdem muss immer dann, wenn irgendwo in Deutschland E-Mails abgerufen werden, die IP des Abrufenden gespeichert werden. Jede E-Mail wird also zweimal erfasst: Einmal mit der IP des Absenders und einmal mit der des Empfängers.
Anonymisierer
Sich der staatlichen Schnüffelei mit Hilfe von Anonymisierungsdiensten entziehen zu wollen, ist ab Januar auch aussichtslos: Dienste, die die zu speichernden Angaben verändern, müssen die ursprüngliche Angabe und die veränderte Angabe speichern. Dieser Passus erfasst alle IP-Verschleierer und macht sie überflüssig.
IPs
Das Speichern der IP wird durch eine abschließende Vorschrift gleichbedeutend mit dem Speichern von Name und Adresse des Internet-Nutzers. Der Provider kann nämlich anhand der Login-Daten seiner Kunden zuordnen, wer wann welche IP zugewiesen bekommen hat und muss diese Zuweisungen ab 2008 auch protokollieren. So fungiert die IP als Namensschild: Es kann jederzeit ermittelt werden, welcher Netzanschluss zu welcher IP gehört. Anonymität ausgeschlossen.
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Kommentare
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senfauge
27.11.2007 10:16
Wenn das so weiter geht,sind wir ja bald wieder bei den guten alten Rauchzeichen wie bei den Indianern.Aber das mit dem Terroismus ist nur ein Vorwand.
 
morris
27.11.2007 10:56
Der größte und tiefste deutsche Sumpf und deren Bewohner sind von der Überwachung natürlich ausgenommen - die Politik und deren "Macher".
So langsam platzt dem Normalo der Kragen, aber dagegen unternehmen kann er - wiedermal - gar nichts. Selbst mit einem guten Gewissen ist es nicht mehr getan, wer weiß, mit wem man in der großen, weiten Welt des Internets in Kontakt kommt... Vorsicht war immer schon angebracht, jetzt kommt noch Mißtrauen hinzu... ist diese "nette Person", mit der wir vielleicht über einen Messenger Kontakt haben, auch "sauber"?

"Big Brother" läßt grüßen.
 
Scorpion King
22.12.2007 17:20
ich hab das mit den anonymisierungsprogrammen nicht ganz verstanden, wie soll das denn in zukunft aussehen? der artikel schreibt einerseits, dass solche programme sinnlos sind, da auch solche dienste nun mitprotokolieren müssen, aber die ausländische unterstehen ja nicht dem gesetz. soweit sogut aber:

was bringen mir den bitte diese ganzen ip-verschleierungs-tatiken, denn die ip wird ja nicht verändern, nur versteckt. wenn der provider, der mir ja meinen internetzugang ermöglicht, aber nun schon meine ip speichert, welche sinn haben dann noch solche programme, selbst wenn es ausländische sind?

 
hfh
25.12.2007 14:34
Ein netter Witz zum Thema:

2008, auf einem internationalen Ärztekongress unterhalten sich ein Russe, ein Ami und ein Deutscher:

Der russische Arzt sagt, in Russland dauere die Entfernung der Mandeln 20 Minuten.
Darauf meint der Amerikaner, in den USA würde das eine Stunde dauern, denn eine vernünftige Betäubung brauche eben seine Zeit.
Dann der Deutsche:
“In Deutschland dauert die Entfernung der Mandeln mindestens acht Stunden.”
Auf die ungläubigen Blicke der anderen Mediziner hin erklärt der deutsche Arzt: “Sie müssen das verstehen, wir müssen da rektal ran, denn in Deutschland ist es streng verboten den Mund aufzumachen.”
:mrgreen:
 
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