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Werbewirksame Halbierung der Reaktionszeit: 8 ms sind nicht gleich 8 ms (Quelle: Viewsonic) |
Für reine Office-Arbeiten spielt eine technische Größe nur eine untergeordnete Rolle: Die Reaktionszeit des Monitors. Dies ist die Zeit in Millisekunden, in der ein Leuchtpixel von Weiß auf Schwarz umschaltet. Wer nur mit Office-Dokumenten arbeitet, Mails abruft oder im Internet surft, muss auf die Reaktionszeit keinen großen Wert legen. Für schnelle Animationen wie bei Filmen oder Spielen hingegen wären bei mehr als 16 Millisekunden deutliche Schlieren oder Nachzieh-Effekte sichtbar.
Besonders verwirrend sind die verschiedenen Normen, nach denen die Reaktionszeit gemessen wird: Lange Zeit war die „ISO 9241“ das Maß aller Dinge, nach der Schwarz-Weiß-Leuchtwechsel (Black-to-White) gemessen wurden. Vor kurzem wurde jedoch zusätzlich die „ISO 13406/2“ eingeführt, die Reaktionszeiten von Grau zu Grau (Grey to Grey) in der Hälfte der Zeit misst – und plötzlich waren alle Millisekunden werbewirksam halbiert.
Deshalb gilt beim Vergleich: Ein Monitor mit 8 Millisekunden „Grey-to-Grey“ ist nicht schneller als ein anderer mit 16 Millisekunden „Black-to-White“. Achten Sie beim Vergleich der Angaben unbedingt darauf, auf welche Norm sich die Hersteller beziehen.
Es gibt auch noch TFT-Modelle mit über 25 Millisekunden im Handel – diese eignen sich zwar weder für Filme oder Animationen, geben aber dafür Farben optimal wieder und eignen sich hervorragend für die Bildbearbeitung.